08.04.2020 - 10:09

Polestar Precept: Nachhaltigkeit als Alleinstellungsmerkmal

Ende Februar hatte Polestar mit dem Precept einen Ausblick auf künftige Elektro-Modelle mit eigenständigerem Design vorgestellt. Nun gibt es Berichte, wonach das Concept Car als Polestar 4 in Serie gehen soll – als Konkurrent zum Tesla Model S. Doch die Schweden dementieren.

Eigentlich wollte Volvos Elektroauto-Marke Polestar auf dem Genfer Autosalon im März seine Ende Februar angekündigte Studie Precept vorstellen, die einen Vorgeschmack auf zukünftige Elektro-Modelle der Marke liefert. Da die Automesse abgesagt wurde, hat Polestar nun online nähere Details zum Precept veröffentlicht. Technische Angaben zum Antrieb macht Polestar aber weiterhin nicht.

Während der Polestar 1 und 2 noch sehr an die von Polestar-CEO und Volvo-Designer Thomas Ingenlath entworfene Volvo-Designsprache erinnern, greift der Precept zwar einige Stil-Elemente auf, tritt aber eigenständiger auf. „Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, ist, wie wird die Zukunft von Polestar aussehen? Aber natürlich können wir nicht zu viel über unsere zukünftigen Modelle verraten“, so Ingenlath. „Precept dagegen gibt einen Ausblick darauf, in welche Richtung wir uns bewegen.“

Während Ingenlath in der Polestar-Mitteilung sehr vage bleibt, wurde Polestar-Chefdesigner Maximilian Missoni in einem Interview konkreter. Gegenüber „Edison“ erklärte Missoni, dass das Konzeptauto „einen Ausblick auf einen viertürigen Gran Tourismo Sport der Zukunft“ gebe. Das Magazin spekuliert, das die Schweden das Auto als Polestar 4 ab 2022 unter anderem als Konkurrenten zum Tesla Model S platzieren wollen. Das unterstellt, dass eine Entscheidung für die Serienfertigung des Precept bereits gefallen sei – dem widerspricht Polestar aber.

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Das Design bezeichnete Missoni als „Befreiungsschlag“ Polestars von der Mutter Volvo – optisch, aber auch als Marke. So will sich Polestar neben dem Design mit Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung profilieren und von Volvo abheben. „Das Auto ist keine Träumerei, sondern transportiert Ideen mit einem realistischen Hintergrund“, sagt Missoni. Beispiele sind etwa der Eyetracking-Sensor auf dem Armaturenbrett, der neue Bedien-Möglichkeiten für den Fahrer eröffnen soll. Oder ein veganer Innenraum, in dem eher Kork, Hanf und andere Naturfasern zum Einsatz kommen sollen – Leder soll es nur noch auf Nachfrage und ausdrücklichen Wunsch geben.

Während es sich bei dem Polestar 4 womöglich nur um Spekulationen handelt, ist die Serienfertigung des Polestar 3 bereits beschlossen. Das Performance-SUV Polestar 3 soll voraussichtlich Ende 2021 auf den Markt kommen. Bisher war noch unklar, ob es sich bei dem Polestar 3 mehr oder weniger um eine SUV-Weiterentwicklung der E-Limousine Polestar 2 handeln wird. Einen britischen Medienbericht zufolge soll der Polestar 3 jedoch stark von der Precept-Designlinie beeinflusst sein. „Die Designsprache dieses Autos ist etwas, das Sie in unseren zukünftigen Autos erwarten können und sollten, beginnend mit dem Polestar 3“, sagte Missoni dem Magazin „Autocar“. Technische Daten gibt es aber auch hier bislang nicht.
polestar.com, edison.media, autocar.co.uk

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