28.10.2020 - 10:52

Hinweis auf vorgezogenen Model-Y-Produktionsstart in Grünheide

Die Produktion des Tesla Model Y wird in Deutschland 2021 beginnen – das ist bekannt. Zur Frage, wann genau im kommenden Jahr, gibt es nun einen Hinweis darauf, dass der Produktionsstart im Werk Grünheide früher angesetzt sein könnte als bisher angenommen.

Während bislang der Juli 2021 als Startmonat kursierte, erhielt laut einem Bericht von „Teslarati“ nun ein niederländischer Reservierungsinhaber auf Nachfrage eine Information von Tesla, wonach er voraussichtlich bereits im ersten oder zweiten Quartal 2021 mit der Lieferung seines Model Y aus deutscher Produktion rechnen könne. Am Telefon hat der Reservierungsinhaber laut „Teslarati“ weiterhin erfahren, dass Tesla Niederlande gerade ein internes Update zum Bauprozess in Grünheide erhalten habe, auf dessen Basis die Aussage zum frühe Auslieferungsdatum getroffen worden sei.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Tesla vor seinem Zeitplan liegt. Bereits in den USA zog der Elektroautobauer das Datum für den Auslieferstart des Model Y von ursprünglich Ende 2020 erst auf Sommer und dann auf März 2020 vor. Offiziell nennt Tesla für den deutschen Standort pauschal das kommende Jahr als Starttermin für die Model-Y-Produktion. Dieses Statement haben die Kalifornier erst dieser Tage in ihrem jüngsten Quartalsbericht wiederholt.

Was den Stand der Bauarbeiten in Grünheide angeht, gibt es neue Augenzeugen-Schilderungen: Laut einem Beobachter, der sich auf Twitter @Gf4Tesla nennt, haben Kräne erste Komponenten der Lackierstraße in den dafür vorgesehenen Gebäudeteil gehoben. Während an dieser Stelle also offenbar schon Anlagentechnik integriert wird, ist Tesla an anderer Stelle noch mit Rohbauarbeiten und der Installation von Fundamenten beschäftigt. Die letzte offizielle Meldung zur Gigafactory 4 datiert von Mitte September. Zu diesem Zeitpunkt hatte Tesla die Rodung von nochmals 100 Hektar Wald (zusätzlich zur bereits gerodeten 90-Hektar-Fläche) beantragt. Aufhorchen ließ unterdessen vor wenigen Tagen die Entlassung von Evan Horetsky, dem Gesamtprojektleiter für den Bau der Gigafactory in Grünheide.
teslarati.com, twitter.com via teslamag.de

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13 Kommentare zu “Hinweis auf vorgezogenen Model-Y-Produktionsstart in Grünheide

  1. M3

    Könnte das nicht auch bedeuten, dass das Model Y für einen früheren Start aus China nach Europa kommt, so wie man aktuell auch das Model 3 SR+ verschifft ?

    • Niels

      Das ist sehr wahrscheinlich der Fall

    • Sebastian Schaal

      Lieber M3,

      im Artikel wird klar, was gemeint ist: Der niederländische Reservierungsinhaber hat von Tesla NL die Information erhalten, wonach er voraussichtlich bereits im ersten oder zweiten Quartal 2021 mit der Lieferung seines Model Y aus deutscher Produktion rechnen könne. Nicht aus chinesischer.

      Viele Grüße
      Sebastian Schaal

      • D-Tric

        Aber ist das überhaupt realistisch? Selbst wenn die Fabrik bis dahin komplett fertig ist wird es ja trotzdem noch ein paar Monate dauern, bis alle getestet ist und richtig rund läuft?

        • wer

          Das hat Tesla noch nie daran gehindert, die Autos trotzdem an die Betatester* auszuliefern 😉

          *auch Kunden genannt.

  2. Egon Meier

    Dass die in brandenburg früher anfangen als ursprünglich geplant wäre natürlich eine tolle Leistung.

    Ist aber auch dringend notwendig denn VW liefert den ID.4 ab Q1 an Endkunden aus und der Enyaq kommt ab Ende Q1/Anfang Q2

    Dann dürfte auch die Fertigung in Zwickau richtig rund laufen und die erforderlichen Stückzahlen liefern.
    Allerdings muss auch der US-Markt mit bedient werden.
    In China beginnt VW mit der entsprechenden Auslieferung auch Anfang 21 – produziert wird jetzt schon.

    • Alex

      Die Homöopathischen Mengen des Enyaq sind kein Grund sich sorgen zu machen. Der Kuchen ist noch groß genug für alle!

      • Egon Meier

        Dir ist bekannt, dass der Id.4 in die gleiche Kategorie fällt und auch schon in china vom Band läuft.
        Dass der Enyaq etwas kurz gehalten wird ist richtig – das ist die Verbeugung vor dem Herren Betriebsratsvorsitzenden in Wolfsburg.
        Dafür kriegt er auch noch eine 2 Produktionslinie in Zwickau und dann ist Emden dran mit der Umrüstung.

        Mir stinkt es auch ein bisschen, dass so wenige e-upmigos kommen aber auch da ist der Grund klar: man wartet auf den ID.1, der nicht nur Stückzahlen sondern auch Marge bringen wird.

  3. Pawlo Berlin

    Es werden noch keine Anlagenteile installiert, die vorläufige Baugenehmigung erlaubt nur den Rohbau. Die werden da erstmal nur gelagert.

  4. Tom

    Warten wir es einfach ab…die Pandemie und der bevorstehende Lockdown kann einen breiten Strich durch die Rechnung machen… 🙁
    Lt. Musk: für Europa ist doch eine andere Variante des MY vorgesehen da keine SR, die Preise sind angeblich zu hoch, Reichweiten zu gering; oder liege ich hier falsch?

  5. Sasha1991

    Es scheint mir so, als würde sowohl die Produktion als auch der Markt der „rollenden Elektriker“ an Fahrt aufnehmen.

    Waren es bis bis Anfang 2020 noch die vier größeren europäischen Platzhirsche (ich spreche in diesem Fall nur von Kompaktfahrzeugen, nicht von Kleinfahrzeugen): 1) Audi e-tron 2) Mercedes-Benz EQC 3) BMW i3 4) Jaguar i-Pace plus Tesla als internationalen Vertreter, so kommt nun langsam aber sicher immer mehr Bewegung in den Markt.

    Nun kommen als die nächsten deutschen Vetreter noch VW ID 3 & 4 sowie Polestar als internationaler Vertreter.

    Es geht zum Glück doch aufwärts mit der Elektromobilität, auch wenn selbstverständlich noch einige kritische Fragen offen bleiben, wie: 1) Wie lassen sich die Batterien (wieder-) verwerten oder 2) Wie sollen die Massen an Energie produziert und gespeichert werden, wenn Elektrofahrzeuge massentauglich werden sollen.

    • Christian Haunberger

      es gibt keine „offenen kritischen“ Fragen:
      zu 1: entweder als Hausspeicher oder ähnliches weiterverwenden oder recyclen z. B. jetzt schon durch die Firma Düsenberg oder Tesla in Zukunft
      zu 2. das ist kein Problem, frag irgendeinen Energieversorger oder schau nach Norwegen

  6. Peter Weber

    Die Ungeduld ist bekanntlich sehr Gross…warten auf das deutsche Model Y kann schon „schmerzhaft“ sein.
    Es wäre eine super Leistung, einen vorzeitigen Start der Produktion hin zu bekommen.
    Jedoch halte ich das zur Zeit eher als „Caffeesatz lesen“. Es gab auch schon viele falsche/ungenaue Infos aus den Servicecentern.
    Weiter halte ich einen überstürzten Start für die Produkt-Qualität abträglich. Gerade die Qualität soll doch der herausragende Grund für den Standort Deutschland sein.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/10/28/hinweis-auf-vorgezogenen-model-y-produktionsstart-in-gruenheide/
28.10.2020 10:24