27.01.2021 - 10:27

BMW stellt vier weitere PHEV der 3er und 5er Reihe vor

BMW erweitert ab März das Plug-in-Hybrid-Angebot für die 3er und 5er Reihe um jeweils zwei weitere Modelle. Konkret wird das Portfolio dann um den 320e und den 520e jeweils für die Limousinen- und Touring-Versionen der beiden Baureihen ergänzt. Die Preise liegen zwischen 47.450 und 55.900 Euro vor Förderung.

In der BMW 3er Reihe stehen damit künftig vier PHEV-Modelle zur Auswahl, von denen drei optional auch mit dem Allradantrieb BMW xDrive erhältlich sind. Die BMW 5er Reihe umfasst dann fünf PHEV-Modelle, von denen drei serienmäßig oder optional über den Allradantrieb verfügen.

Die Münchner bezeichnen die neuen Fahrzeuge als künftige Einstiegsvarianten. Gemeinsam haben sie das Plug-in-Hybrid-System mit 150 kW Systemleistung und 350 Nm Drehmoment, das sich aus einem 2,0-Liter-Verbrenner mit 120 kW und einem Elektromotor zusammensetzt. Die beiden Motoren übertragen ihr Antriebsmoment über ein 8-Gang-Getriebe an die Hinterräder beziehungsweise bei den Allradvarianten an alle vier Räder. Die Batterie aller Plug-in-Hybrid-Modelle der neuen BMW 3er und neuen BMW 5er Reihe ist unter der Fondsitzbank verstaut. Sie kommt auf ein Brutto-Energiegehalt von 12 kWh. Im rein elektrischen Fahrmodus können die neuen PHEV beider Baureihen eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h erreichen.

Für die einzelnen Modelle ergeben sich außerdem folgende Leistungsdaten und Preise: Die 320e Limousine kommt auf eine elektrische Reichweite von 48 bis 57 Kilometern nach WLTP, eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h und beschleunigt in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Den Kraftstoffverbrauch beziffert der Hersteller auf 1,8 bis 1,3 Liter/100 km (kombiniert), den Stromverbrauch auf 18,1 bis 16,1 kWh/100 km (kombiniert) und die CO2-Emissionen auf 41 bis 29 g/km (alle Angaben nach WLTP). Der Verkaufspreis in Deutschland startet ab 47.450 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Bei dem 320e Touring und dem 320e xDrive Touring gibt BMW eine E-Reichweite von 46 bis 54 Kilometer für Ersteren und 41 bis 51 Kilometer für Letzteren an. Während der Hinterrad-Antriebler in 7,9 Sekunden auf 100 km/h kommt und bis zu 220 km/h schnell fahren kann, lauten die analogen Werte beim Allrad-Antriebler 8,2 Sekunden und 219 km/h. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch beläuft sich auf 1,9 bis 1,4 Liter/100 km (320e) beziehungsweise 2,2 bis 1,5 Liter/100 km (320e xDrive), der kombinierte Stromverbrauch auf 18,6 bis 16,7 kWh/100 km (320e) beziehungsweise 19,5 bis 17,3 kWh/100 km (320e xDrive) und die kombinierten CO2-Emissionen auf 44 bis 32 g/km (320e) beziehungsweise 49 bis 35 g/km (320e xDrive). Preislich ruft BMW 49.000 Euro für Ersteren und 51.500 Euro für Letzteren auf.

Kommen wir zur 520e Limousine: Diese fährt 46 bis 55 Kilometer rein elektrisch, spurtet in 7,9 Sekunden auf 100 km/h und wird bis zu 225 km/h schnell. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch liegt laut Herstellerangaben bei 1,8 bis 1,3 Liter/100 km, der kombinierte Stromverbrauch bei 18,2 bis 16,3 kWh/100 km und die kombinierten CO2-Emissionen bei 41 bis 30 g/km. Zu haben ist die PHEV-Limousine für 53.700 Euro.

Bleibt noch der BMW 520e Touring, der es laut BMW auf 45 bis 51 elektrische Kilometer bringt, den Standardsprint in 8,2 Sekunden absolviert und auf ein Höchsttempo von 218 km/h kommt. Das Modell verbraucht 1,9 bis 1,5 Liter Kraftstoff/100 km, 18,4 bis 17,0 kWh Strom/100 km und stößt 43 bis 34 g CO2/km aus. Kostenpunkt: 55 900 Euro.

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Alle Modelle werden serienmäßig mit zwei Ladekabeln geliefert, mit denen die Batterie an herkömmlichen Haushaltssteckdosen, Wallboxen oder öffentlichen Ladestationen mit Energie versorgt werden kann. Bei einer maximalen Ladeleistung von 3,7 kW lässt sich der Hochvoltspeicher innerhalb von 2,6 Stunden von 0 auf 80 Prozent und in 3,6 Stunden von 0 auf 100 Prozent laden. Das Kofferraumvolumen beträgt je nach Modell 375 bis 430 Liter, bei den Touring-Modellen kann der Stauraum auf bis zu 1.560 Liter erweitert werden. Die maximal zulässige Anhängelast beläuft sich auf 1 500 Kilogramm für die Modelle der BMW 3er Reihe sowie auf 1 700 Kilogramm für die Modelle der BMW 5er Reihe.

Außerdem ist das Quartett für die um 50 Prozent reduzierte Dienstwagenbesteuerung qualifiziert und erfüllt die Voraussetzungen für eine kombinierte Förderung von in Summe 6.750 Euro für die 320e-Varianten und 5.625 Euro für die 520e-Versionen. Die Preise nach Förderung starten also ab 40.700 Euro (320e) beziehungsweise 48.075 (520e).

BMW gibt Kunden als Serienausstattung zudem das sogenannte Live Cockpit Plus einschließlich Connected Package Professional an die Hand – und damit den Zugang zu teils speziell für die Elektromobilität konzipierter digitaler Services. Dazu zählen BMW eDrive Zone zum emissionsfreien Fahren in speziell definierten Zonen („Geo-Fencing“) und BMW Points, einem Prämienprogramm zur intensiven Nutzung lokal emissionsfreier Mobilität. Gesammelte Punkte können anschließend in ein Guthaben umgewandelt werden, das sich beim Aufladen der Hochvoltbatterie an öffentlichen Ladestationen von BMW Charging einlösen lässt.

Ebenfalls an Bord sind moderne Assistenzsysteme, darunter das System „Aktiver Fußgängerschutz“, ein spezifisches Schaltprogramm des 8-Gang-Getriebes einschließlich Bremsrückschaltungen und Klimaautomatik (bei den 520e-Modellen mit erweiterten Umfängen).

Insgesamt bietet die BMW Group von März an 15 Modelle der Marke BMW und ein Modell von Mini mit Plug-in-Hybrid-Antrieb an. Die aktuelle Bis zum Jahr 2023 wollen die Münchner bereits 25 elektrifizierte Fahrzeuge im Portfolio haben. Für das Geschäftsjahr 2021 strebt der Konzern zudem eine Steigerung des Absatzes von Fahrzeugen mit elektrifiziertem Antrieb um rund 50 Prozent gegenüber 2020 an.
bmwgroup.com

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15 Kommentare zu “BMW stellt vier weitere PHEV der 3er und 5er Reihe vor

  1. Peter W

    Eine vollkommen falsche Strategie. PHEV werden keine 5 Jahre lang Käufer finden. Vor allem, wenn die Staatsgelder für die vermeintlich umweltverträglichen Betrügerkisten gestichen werden.

    • M. H.

      Seh ich auch als Frechheit diese PHEV. Vielleicht hilfts wenigstens dabei den Preis für gebrauchte (ungenutzte) Typ2 Kabel zu senken. 🙂

    • Thordam

      Aufgrund meines Arbeitgebers habe ich im 3 bis 5 Jahresrhythmus wechselnde Arbeitsorte. Derzeit ca. 800km von meinem Zuhause entfernt. Ich bin also Wochenendpendler. Für mich wäre so ein PHEV genial. Die 800km zum Zweitwohnsitz mit dem Verbrenner und unter der Woche täglich die ca. 9km ping-pong elektrisch zum Arbeitsplatz. Ich hasse es für die 9km den Verbrenner starten zu müssen. Ob ein BEV oder PHEV sinnvoll ist hängt von der individuellen Situation ab. Wer hier von “betrügerischen Kisten” und “Frechheit” spricht, zeigt nur wie beschränkt er ist auf sein eigenes ich.

      • Simon

        Prinzipiell ist das ja der Anwendungsfall für PHEV, aber wenn man mal die Gesamtbilanz sieht, fahren Sie pro Woche 1.600 km Autobahn mit dem Verbrenner und 90 km elektrisches pendeln. Da stellt sich schon die Frage, ob die 5% elektrische Strecke das Mehrgewicht auf der Langstrecke wirklich ausgleichen. Bei dem Profil wäre aktuell wohl noch der Diesel die beste Wahl.

        • Thordam

          Ja, da haben Sie natürlich recht. Vielleicht sollte ich voraus schicken das ich ein großer Freund der Elektromobilität bin aus mehreren Gründen. Rein vom Finanziellen betrachtet ist ein Diesel derzeit die effizienteste & günstigste Variante und einen solchen fahre ich auch noch. Die 9km Kaltstart sind aber Gift für den Diesel aus vielerlei Sicht, allem voran Verschleiß & Abgasreinigung, der Motor wird ja nicht richtig warm dabei. Den Elektroantrieb im PHEV würden wir auch für nutzen für die übrigen Wege wie Einkaufsfahrten usw. (alles was Kleinstrecken anbelangt). Ein BEV kommt für die Langenstrecken nicht in Frage. Ich kenne die 800km mittlerweile gut und 3 bis 4 Ladestops erhöhen theoretisch die Reisezeit um ca. 40% bis 50% (vorausgesetzt man findet einen freien Ladestellplatz). Ich fahre die Langstrecke aus Verkehrsgründen fast nur Nachts, von daher sehe ich (Pinkelpause etc.) das die Ladestellplätze gerne öfter mal von Transportern belegt sind (fast immer vor Corona). Aufgrund der Corona Situation ist es gerade entspannter in der Hinsicht. Natürlich ist ein PHEV Fahrzeug aufgrund der 2 Antriebe schwerer, das kostet Energie (ich müsste zwischendurch auch mal tanken) und doch macht der PHEV Sinn für mich in der Summe aller Abwägungen. Ist eine individuelle Entscheidung.

      • roland

        immer brav vollgeladen wegfahren und nicht mehr als 120km/h schnell oder viel spaß beim tanken auf den 800km autobahn etappen, der verbrenner tank ist so groß wie ein schnappsglas!

        • Thordam

          Ich müsste tatsächlich einen Tankstop einlegen, das stimmt. Während meiner Langstreckenfahrten fahre ich sowie kaum mal schneller als 120 km/h, das passt für mich (keine Sorge ich fahre rechts und nutze die mittlere Spur nur zum Überholen, die Mittelspurkriecher mag ich selber nicht).

        • Hermann

          @roland: Natürlich fahre ich immer vollgeladen los. Das Einstecken des Ladekabels meines PHEV in der Garage dauert keine 5 Sekunden und morgens ist der Akku voll. So schaffe ich mit meinem PHEV zu über 90% Elektro-Anteil. Der kommt zu ca. 40% aus der eigenen PV-Anlage, Rest ist Ökostrom.
          Für die 800km Autobahn müsste ich mit meinem “schnappsglas” einmal tanken. wie oft würden Sie tanken?

    • Anselm Schwarte

      Es kommt auf das Verbraucherverhalten an: PHEVs konsequent über Nacht aufladen.
      Das PHEV-Konzept ermöglich es in vielen Anwendungs-Szenarien im Jahresdurchschnitt 70 bis 80% elektrisch zu fahren.

      Eine berechtigtes Konzept, das nicht verunglimpft werden sollte.

  2. Birne

    Mit solchen kleinen Batterien kann man reale 30-40km fahren, nicht besonders toll…

    Mercedes geht da einen besseren Weg, größere Akkus und reale 50-80km Reichweite.

    So bleiben die BMWs nur Steuer(Betrugs)Fahrzeuge und Flotten CO2 Verringerer fürs Papier. ,… schade

    • Hermann

      Warum so polemisch? Wenn der Durchschnittsfahrer am Tag 38km zurücklegt, kommen Millionen von Autofahrern (wenn sie es wollen und eine Steckdose in der Garage haben) locker auf einen Elektro-Anteil von 90%. Bei mir geht das.
      Es ist mit Euch immer dasselbe. Über den eigenen Tellerand hinaussehen scheint für viele nicht mehr möglich oder nötig zu sein.

  3. Guido P

    Eine halbherzige Aktion am rechtlichen Minimum , das sind keine Aufbruchs- und Veränderungssignale aus München Warum nicht wenigstens eine 2. Batterieoption im Angebot mit ca. 80-100 Papier km
    Für echt interessierte Umsteiger könnte das ein Kaufargument sein!

    • Hermann

      Sorry, für einen Durchschnittsfahrer mit 38km/Tag wäre das nur unsinniger, teurer und ökologisch fragwürdiger Ballast.

  4. Udo

    Super wir können alle jubeln
    BMW baut 5 neue Verbrenner , achso hab da was vergessen die fahren wenn man Glück hat sogar elektrisch bis zum Bäcker und Metzger

  5. Alupo

    Als Neuwagen schon reif für das Museum.

    Die armen Käufer mit ihren geschundenen kleinen Akkus. Aber das ist der schnellste Weg etwas über Physik und Zellchemie zu lernen…

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27.01.2021 10:48