23.02.2021 - 08:00

Hyundai Ioniq 5: Hyundais Antwort auf den ID.4 sitzt

Mit dem Ioniq 5 hat Hyundai das erste Serienmodell auf Basis seiner E-GMP vorgestellt. Das E-SUV überzeugt auf dem Papier mit seinen technischen Daten – etwa der 800-Volt-Batterie. Das kantige Design wird hingegen wohl polarisieren. Los geht es zu Preisen ab 41.900 Euro vor Förderung.

Nach dem 2019 vorgestellten Concept 45 und den im Dezember 2020 veröffentlichten Informationen zu der neuen, modularen Elektro-Plattform, gibt es nun erste (halbwegs) konkrete Daten zu dem Serienmodell: Der Ioniq 5 soll mit zwei Batteriegrößen angeboten werden, die jeweils mit Heckantrieb und Allradantrieb erhältlich sein werden.

Die größere Batterie kommt auf einen Energiegehalt von 72,6 kWh, in der Heckantriebs-Version mit nur einem Elektromotor sollen Reichweiten von bis zu 500 Kilometern erreicht werden. Der kleinere Akku mit 58 kWh soll noch für rund 400 Kilometer Strom liefern. Offizielle WLTP-Werte gibt es hier noch nicht, da das Fahrzeug noch nicht homologiert ist.

Laut Hyundai ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen, vor allem an der Abstimmung des Fahrwerks wird wohl noch getüftelt. Daher sei die bisher angegebene Höhe vom 1,605 Metern noch nicht final, mit anders ausgelegten Federn und Dämpfern könnte sich die Fahrzeughöhe – und damit der Luftwiderstand und der Verbrauch – noch ändern.

Bereits fix sind aber die Leistungsdaten des Antriebs: Mit der kleinen Batterie leistet der RWD 125 kW, das Allrad-Modell kommt auf 173 kW. Mit dem großen Akku bietet die Version mit einem Motor eine Leistung von 160 kW, zusammen mit dem zweiten Motor an der Vorderachse kommt das Top-Modell der Baureihe auf 225 kW – also 306 PS in der alten Welt. Der Heckmotor bietet in allen Varianten 350 Nm Drehmoment, bei den Allradlern kommen nochmals 255 Nm hinzu, was 605 Nm System-Drehmoment ergibt. Das Top-Modell soll in 5,2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen, beim Einstiegs-Modell sind es 8,5 Sekunden. Alle vier Versionen sind mit einer Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h angegeben.

Der Ioniq 5 wird auch eine Anhängerkupplung erhalten. Für die Allrad-Versionen peilt Hyundai nach eigenen Angaben eine Anhängelast von 1.600 Kilogramm an, die Stützlast wurde aber nicht genannt. Auch die Zuglast der RWD-Versionen ist noch nicht bekannt.

Hyundai nutzt Lithium-Polymer-Akkus

Die Batterien arbeiten unabhängig von ihrer Größe mit 800 Volt Spannung – wie bei der E-GMP üblich. Dabei handelt es sich um „klassische“ Lithium-Ionen-Zellen. (Anmerkung der Redaktion: Bei einer Vorab-Veranstaltung hatten Hyundai-Manager von einer „Lithium-Polymer-Batterie“ gesprochen. Entsprechend hatten wir diese Information in unserem Artikel erwähnt. Inzwischen hat das Unternehmen aber klar gestellt, dass es sich nicht um eine solche Batterie handelt.)

Die maximale DC-Ladeleistung des Ioniq 5 ist mit 220 kW angegeben – bei dem größeren Akku. Beide Varianten sollen aber in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können. Bei dem großen Akku entspricht das einem Energiegehalt von 51,1 kWh und somit in diesem Ladebereich einer durchschnittlichen Ladeleistung von 170 kW – eine vielversprechende Ladekurve. Beim kleinen Akku werden in 18 Minuten 40,6 kWh geladen, was einer durchschnittlichen Ladeleistung von 135 kW entspricht.

Offen ist aber noch, mit welchem Lade-Angebot Hyundai in Deutschland den Ioniq 5 begleiten wird. Bei der Präsentation gab Hyundai Motor Europe an, dass über den von DCS betriebenen Ladedienst „Charge My Hyundai“ das Laden bei Ionity möglich sein wird – Hyundai-Kia ist bekanntlich dem Schnelllade-Joint-Venture beigetreten. Hyundai Motor Deutschland hat „Charge My Hyundai“ aber nicht eingeführt, da es hierzulande bereits eine Lade-Kooperation mit EnBW gibt. Und EnBW hat die Ionity-Ladesäulen nach der Preiserhöhung Anfang 2020 bekanntlich aus seinem Ladedienst entfernt.

Eine Entscheidung hierzu gibt es offenbar nur teilweise: Zwar hat Hyundai für den Ioniq 5 einen Ionity-Tarif angekündigt. Wie ein Sprecher von Hyundai Motor Deutschland gegenüber electrive.net betont, gilt dieser aber vorerst nur für das Sondermodell „Project 45“ (Details hierzu weiter unten). Kunden des Sondermodells können zwei Jahre lang für 0,29€/kWh bei Ionity laden – wer diese Konditionen über diesen Zeitraum hinaus nutzen will, muss 13 Euro pro Monat zahlen. Über das genaue Lade-Angebot für die regulären Versionen des Ioniq 5 sei noch nicht entschieden.

Kantige Karosserie mit aerodynamischen Details

Zurück zum Ioniq 5: Dieser hat – wie bereits durchgesickert war – viele Design-Merkmale des Concept Cars von 2019 übernommen. Die kantig gestaltete Karosserie wird wohl polarisieren. Hyundai-Designchef Luc Donckerwolke stellte aber klar, dass man in Zeiten „aufgeregter Flächen“ ein besonders ruhiges Design mit klaren Linien angestrebt habe. Eine Blaupause für andere Elektro-Hyundais wird der Ioniq 5 aber nicht sein. Man wolle jedem Fahrzeug einen eigenen Charakter geben und nicht dasselbe Design in verschiedenen Größen anbieten, ergänzte der europäische Design-Chef Thomas Bürkle.

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Wie in anderen Elektro-Fahrzeugen ist die Front beinahe komplett geschlossen. Am unteren Lufteinlass verfügt der Ioniq 5 sogar über aktive Lüfterklappen – diese öffnen sich nur, wenn die Batterie kühle Luft benötigt. Ansonsten wird der Einlass für die bessere Umströmung geschlossen. Auch die Fronthaube wurde so gestaltet, dass sie sich seitlich bis an die Radläufe zieht. Das soll unnötige Fugen vermeiden, die den Luftfluss stören würden. Aus diesem Grund hat Hyundai auch bündig abschließende Türgriffe verbaut. Anders als die Studie kommt das Serienmodell aber vorerst mit konventionellen Außenspiegeln – es gilt aber als wahrscheinlich, dass später Kamera-Spiegel angeboten werden.

Der optisch angedeutete Kühlergrill zwischen den Scheinwerfern ist eine geschlossene Sensorfläche. Der Ioniq 5 soll die am weitesten entwickelte Version des „Highway Driving Assist“ erhalten, damit sollen angeblich sichere Spurwechsel auf der Autobahn möglich sein.

Neben einem klassischen Metalldach wird es den Ioniq 5 wohl mit zwei Optionen geben: Bei der Vorstellung wurden sowohl ein Panorama-Glasdach als auch ein Solardach gezeigt. Die integrierten Solarzellen können direkt die Batterie laden. Bei Tests in Südeuropa sollen sie Strom für fünf bis sechs Kilometer Reichweite am Tag erzeugt haben, weshalb Hyundai bis zu 2.000 Kilometer pro Jahr angibt. In Deutschland wird es aufgrund des Wetters im Jahresmittel wohl etwas weniger werden.

Volldigitales Cockpit mit zwei Displays

Offen ist aber noch, wie genau die Angebote für die Dach-Optionen aussehen werden: Bei Hyundai können die jeweiligen Landesgesellschaften die Ausstattungslinien und -Optionen selbst auswählen. Es kommt also auf Hyundai Motor Deutschland an, ob das Glas- oder Solardach zum Beispiel an eine gewisse Ausstattung oder Motorisierung geknüpft sind oder ob sie frei zu jeder Version als Einzeloption geordert werden können. In der Regel versuchen die Landesgesellschaften, die jeweils gefragtesten Ausstattungen zu bündeln, um die Produktion und Logistik einfacher zu halten.

Fest steht aber, dass der Ioniq 5 über ein volldigitales Cockpit verfügen wird. Ab Werk sind zwei jeweils 12,25 Zoll große Monitore verbaut – einer als Instrumenten-Display für den Fahrer hinter dem Lenkrad, ein zweiter als Infotainment-Zentrale rechts daneben. Einige Funktionen, wie etwa die Klimaanlage, werden aber noch über Tasten gesteuert, die unter dem Infotainment-Touchscreen angebracht sind. Zudem wird es ein 44 Zoll großes Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktionen geben – aber auch hier kommt es auf die Modellpolitik von Hyundai Motor Deutschland an, wie und in welchen Funktionen das HUD bestellt werden kann. Selbiges gilt übrigens auch für die Wärmepumpe.

Der Innenraum selbst wurde laut Donckerwolke eher wie ein Wohnzimmer gestaltet. Die E-GMP bietet den Designern einen vollkommen ebenen Innenraum-Boden ohne Getriebetunnel. Zwischen dem Fußraum des Fahrers und Beifahrers gibt es keine Mittelkonsole. Die zwischen den Sitzen verbaute Ablage ist aber recht flexibel und kann auf unterschiedliche Art und Weise geöffnet und aufgeklappt werden, womit etwa aus der gepolsterten Armablage ein kleiner Tisch werden kann.

Liege-Sitze an der Ladestation

Die Vordersitze werden von Hyundai als „Zero Gravity“-Sitze bezeichnet – sie sollen sich bei Ladepausen in eine besonders komfortable Stellung bringen lassen. An den Sitzen fällt zudem die relativ dünne Rückenlehne auf, das soll die Beinfreiheit für Passagiere auf der Rückbank erhöhen. Die Rückbank selbst kann um bis zu 13,5 Zentimeter verschoben werden – je nach dem, ob gerade mehr Beinfreiheit oder Kofferraumvolumen gewünscht ist.

Mit einem Radstand von exakt drei Metern liegt der Ioniq 5 aber auf dem Niveau mancher Oberklasse-Limousinen und dürfte im Innenraum recht üppige Platzverhältnisse bieten. Die Gesamtlänge des Fahrzeugs liegt bei 4,63 Metern, die Überhänge vorne und hinten fallen extrem kurz aus.

Vergleichbarer Kofferraum zum VW ID.4

Der Kofferraum fasst in der Standard-Konfiguration 531 Liter, mit umgeklappten Rücksitz-Lehnen (im Verhältnis 60:40 möglich) steigt das Laderaumvolumen auf bis zu 1.591 Liter. Damit liegt der Ioniq 5 exakt auf dem Niveau des VW ID.4 – dieser kann zwischen 543 und 1.575 Liter fassen. Mit 4,58 Metern ist das E-SUV von VW allerdings etwas kürzer. Im Gegensatz zum ID.4 bietet der Ioniq 5 jedoch einen 57 Liter großen Frunk unter der Fronthaube (Allrad-Modelle: 24 Liter) – dort kann etwa das Ladekabel untergebracht werden.

Wie bereits bei der Vorstellung der E-GMP im Dezember beschrieben, verfügt die Plattform über eine sogenannte Vehicle2Load-Funktion. Die bidirektionale Integrated Charging Control Unit ersetzt den konventionellen AC-Onboard-Charger. Damit soll über den Ladeport des Ioniq 5 (der übrigens hinten rechts angebracht ist) zum Beispiel ein anderes Elektroauto geladen werden können. Über einen Adapter, der in den Ladeport gesteckt wird, sollen auch 220-Volt-Geräte mit bis zu 3,6 kW versorgt werden können – zum Beispiel Werkzeuge, aber auch beim Camping oder Picknick ein Elektro-Grill. Im Innenraum ist unter der Rückbank ebenfalls eine 220-Volt-Steckdose verbaut.

In Anlehnung an die Studie „Concept 45“ soll es zur Markteinführung eine limitierte Sonderedition namens „Project 45“ geben, die in ausgewählten Märkten – darunter Deutschland – angeboten werden soll. Das Sondermodell wird ausschließlich mit dem Long-Range-Akku und Allradantrieb gebaut. Der Preis hierfür beträgt 59.550 Euro vor und 49.980 Euro nach Förderung. Das Sondermodell kann ab sofort reserviert werden. Interessenten müssen aber schnell sein, das „Project 45“ ist auf 3.000 Fahrzeuge weltweit limitiert.

Basispreis für den Ioniq 5 liegt bei 41.900 Euro

Bekannt ist aber bereits der Einstiegspreis für das Modell: Das Heckantriebs-Modell mit kleiner Batterie soll 41.900 Euro vor Förderung kosten. Nach Förderung – da das Modell noch nicht angeboten wird, ist es noch nicht auf der BAFA-Liste der förderfähigen Fahrzeuge geführt – soll der Preis auf 32.330 Euro sinken. In Deutschland gehören zu dieser Basisausstattung der dreiphasige 11-kW-Lader, 19-Zoll-Felgen, das digitale Cockpit mit dem Hyundai-eigenen Navigationssystem und Apple CarPlay sowie Android Auto, Voll-LED-Scheinwerfer, eine Rückfahrkamera und bereits zahlreiche Assistenten, etwa eine Verkehrszeichen-Erkennung, ein Autobahnassistent sowie ein adaptiver Tempomat.

Die Produktion in Südkorea soll noch im ersten Quartal anlaufen. Die ersten Fahrzeuge des Sondermodells werden dann im Frühsommer in den Märkten erwartet.

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46 Kommentare zu “Hyundai Ioniq 5: Hyundais Antwort auf den ID.4 sitzt

  1. Christof Liechti

    Hammer, kein SUW, genügend Stauram, wenig Verbrauch, schnelles Laden und gute Assistenzsysteme. Ich freue mich auf eine Probefahrt und glaube kaum, dass es bei einer Probefahrt bleiben wird.

    • Peter

      Naja, 4,60m lang und ca. 1,60m hoch sind z.b. Ford-Kuga-Maße.

      • Michael

        Die Daten klingen überzeugend. Wird er AC dreiphasig mit 11kW laden können?

        • Ohli

          Wer lesen kann, hat mehr vom Leben…
          “In Deutschland gehören zu dieser Basisausstattung der dreiphasige 11-kW-Lader…”
          😉

          • Michael

            Danke… Hab ich offenkundig überlesen. Damit klingt das aber wirklich nach einer ziemlich “runden” Sache.

      • Kerry

        Das sind SUV Maße.

  2. M3

    Das könnte die erste echte Alternative zu Tesla werden.
    Anders als VW hat man gleich zum Start auch AWD und was ich gut finde, nicht nur in der Top-Variante.
    Mit vielen schönen Details und das ganz ohne “Tesla Standard”. Preislich scheint man sich aber schon an Tesla orientiert zu haben, bietet aber gleichzeitig mehr fürs Geld. Das heißt für Tesla nachbessern oder wieder mal den Preis senken.
    Der Verbrauch klingt niedrig, Hyundai Ioniq und Kona sind aber auch schon mit verdammt niedrigen Verbrauch aufgefallen.
    Bidirektionales Laden und das Solardach, das wird auch spannend.
    Hammer.
    Wenn man jetzt noch liefern kann und nicht nur in geringen Stückzahlen. Bei den 3000 zu Beginn wird es ja hoffentlich nicht bleiben.

    • Dominik

      inwiefern bietet man mehr fürs Geld als bei Tesla?

      Ich war richtig gespannt auf das Auto und finde das Äußere genial, leider hat man das Armaturenbrett versaut.

      Im Text steht nix von bidirektionalem Laden. Solardach mit 200 Watt und ein paar Km am Tag im Mittelmehrraum jetzt nicht gerade der Hit.

      Letzten Ende wird es interessant was wirklich für ein Preis bei welcher Ausstattung im Angebot beim Händler steht.

      • Hans

        Also ich hab das mit dem bidirektionalen Laden gefunden.
        Damit kann man 230 V Geräte bis 3,6 kW ran hängen und sogar andere Elektroautos aufladen.

    • Mayr S

      Schönes Auto, wenn ich da Audi und BMW anschaue schon sehr traurig was da vor allem in Bayern gebaut wird.
      Da müssen sich die deutschen Autobauer mal langsam anstrengen um den Anschluss nicht ganz zu verlieren, technisch wie auch optisch

    • US

      Solardach finde ich auch spannend…vor allem die Entscheidung: parke ich in der Sonne oder im Schatten 😉
      Den AWD Kommentar verstehe ich nur bedingt – Heckantrieb bei 50:50 Achslast ist mit schneller ASR für die meisten Situationen völlig ausreichend – und für richtigen Bums musst du da wohl doch die leistungsstarke Version wählen…

  3. libertador

    Es ist ein leider ein SUV. Aber damit verdienen die Hersteller gutes Geld. Ich bin gespannt auf die kommenden IONIQ-Modelle, die dann auch etwas kleinere Abmessungen haben könnten. Die Abmessungen sind hier sogar größer als beim Kona. Auf den Bildern kommt er mir auch weniger wuchtig vor, aber das scheint zu täuschen.

    • Stefan

      Naja, der is 10cm höher (Dach) als ein Passat und E-Autos haben halt die Batterie im Boden und müssen dadurch generell höher gebaut werden damit man ne angenehme Sitzposition hat. Damit is das noch kein SUV. Das is auch nicht als Ersatz für den Kona gedacht sondern eine klasse größer in der Hyundai momentan nur Verbrenner hat.

      • Vanellus

        E-Autos müssen keineswegs zwingend höher sein als Verbrenner, siehe Model 3

        • D-Tric

          Dafür haste beim M3 auf der Rückbank aber auch die Kniee unter’m Kinn 🙂

    • H. Ebel

      SUV hin oder her – ein geiles Fahrzeug

  4. Michael

    “Zudem wird es ein 44 Zoll großes Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktionen geben…”

    Taschen die dann die Frontscheibe aus, oder ist das ein Fehler?

    • Sebastian Schaal

      Hallo Michael,

      das ist eine offizielle Angabe von Hyundai. Der Projektor im Armaturenbrett wird wohl nicht 44 Zoll groß sein, sondern das in die Scheibe projizierte Bild wird 44 Zoll sein.

      Viele Grüße
      Sebastian Schaal

  5. Joachim Sann

    Zum Thema “Lithium-Polymer-Batterien”: Ich denke, dass das hier ein Marketing-Missverständnis ist. Man kennt das auch von den “LiPo”-Zellen aus dem Modellbau, hierbei handelt es sich zumeist um sog. “Pouchbag”-Zellen, d.h. Zellen, die kein festes Zellgehäuse haben, sondern in einer Plastiktüte (Pouch) eingeschweisst sind. Diese Plastiktüten bestehen natürlich aus “Polymeren”, daraus hat irgendwann ein pfiffiger Marketingmensch mal die “LiPo”-Zellen erschaffen. Meines Wissens ist der Elektrolyt bei den koreanischen Herstellern genauso flüssig wie bei allen anderen…

  6. Autojoe

    Da ist Hyundai wieder einmal ein künftiger Renner gelungen. Das Design passt exakt für den europäischen Geschmack die Abmessungen liegen auch dort wo der Mainstream liegt und das übrige ein technischer Leckerbissen. Über die endgültigen Preise lasse ich mich noch überraschen, sind auch der Kona und der IONIQ2 letztlich auch keine Schnäppchen.

  7. Volker Adamietz

    Tolles Autos mit vielen interessanten Features, wenn mir auch der Prototyp etwas besser gefallen hat.

    Li-Po-Akkus. Was sagt ihr dazu? Das überrascht mich. Meines Wissens das erste Elektroauto mit Lithium-Polymer-Akkus.
    Ich fahre jetzt das 8. Jahr Elektroauto, aber Li-Po-Akkus hätte ich nicht so gerne unter dem Sitz. Wird im RC-Modellbau viel verwendet und da gibt es jede Menge feuerfeste Koffer zu kaufen, falls beim Laden was passiert.

    Was sagt ihr dazu? Li-Po ist auf jeden Fall viel empfindlicher was das Laden, Temperaturen und Beschädigungen anbelangt.

    Elektroautor.com

  8. Vanellus

    Da ist ihnen ein gutes Auto, innen wie außen, gelungen. Ohne die “aufgeregte” (passender Ausdruck!) aggressive Krawalloptik vieler anderer Antos.

  9. Tim

    Sensationell!!

    Ich kriege mich kaum ein wie geil dieses Auto ist 😀

    chapeau Hyundai!

  10. Zettmaster

    Also innen wirkt er futuristisch und die Sitze scheinen Ultra bequem zu sein. Leider habe ich schon einen Stromer bestellt, aber es freut mich, dass da ein richtig schönes und gelungenes Auto auf den Markt kommt.

  11. Birne

    Das ist der ID Killer. (Von MB und BMW garnicht erst zu reden)

    Tolle Leistungsdaten und prima Schnellladefähigkeit auf Tesla Niveau.

    Super. Hoffentlich auch in hohen Stückzahlen verfügbar

    • Sebastian

      Tesla ist was laden angeht schon lange kein benchmark mehr!

      • Julian

        Ach, gibt es mittlerweile noch mehr Hersteller, die bereits ein existierendes weltumspannendes schnelladenetz für ihre Fahrzeuge haben? 250kW Ladeleistung, automatische Identifikation etc.?
        Das ist ja cool

        • Sebastian

          ob ich jetzt den Stecker in die Hand nehme, ohne davor für 1 Sek. eine karte hinzuhalten… ist jetzt bitte welche geistige Herausforderung? Nur von der Tesla Seite kommt das mit dem charge now… sonst interessiert sich niemand, NOBODY, dafür. Wichtig ist das Strom kommt.. und der kommt über die EnBW App 100x öfters als bei Desla.

          und übrigens… kein Tesla lädt konstant 250 kW.

    • Michael

      Das Problem ist leider, dass sehr viele Leute sich einen MB oder BMW kaufen, weil es ein BMW oder MB ist. Die schauen nur auf schöne Prospekte und nicht auf die harten technischen Daten und Fahrtests, die aber beim EV so wertvoll sind um es zu beurteilen.

  12. RL

    Super Fahrzeug. Hyundai versteht die Wünsche von E-Autoskeptikern auszumerzen: echte Schnellladetechnik. Das passt es gut ins Bild das Aral bundesweit 350Kw-Ladestationen errichten will.
    Leider hat sich Hyundai, wie so viele andere E-Auto-Hersteller die Platzierung der Ladebuchse nicht gut überlegt. Zumindest für Leute mit einer Standard-Garage (3m breit) dürfte das laden mit Verrenkungen einhergehen.

    • D-Tric

      Man kann nur hoffen, dass Hyundai weiss, was sie das tun. Solch hohe Ladeleistung bei der Akkugröße sind recht suspekt. Am Ende kommt es aber eh nicht auf die Spitzenladeleistung an, sondern wie sich die Ladekurve insgesamt darstellt.

  13. Gerd

    So ein Auto hätte man früher von BMW oder Daimler erwartet.
    Inzwischen erwartet von denen kaum noch jemand etwas.

  14. Sebastian

    Über die Eckdaten braucht man nicht reden, die sind ein Meilenstein. Der Innenraum ist Premium deluxe im Quadrat. Der Preis für alles mehr als okay. Meine Frage, warum gibt es die Founder Edition nicht dauerhaft und welche Stückzahlen kann Ioniq liefern? Ich hab keine Lust 9 bis 18 Monate auf ein Auto zu warten! Angucken, ordern und max. 3 Monate später geliefert. Alles andere ist Käse!

    • Hans

      Das mit der Lieferzeit wird schon werden. Als ich meinen Kona im Juli 2019 bestellt habe, hieß es, Lieferzeit ca. 12 Monate. Geholt habe ich ihn dann Mitte Januar 2020, also nach 6 Monaten. Heute sind schon viele sofort lieferbar.
      Allerdings denke ich, dass der Ioniq 5 bei den Kunden noch beliebter wird als der Kona.

  15. daniel

    tolles Auto! einzig das Armaturenbrett samt Lenkrad wirkt irgendwie etwas altbacken, und die displays etwas unharmonisch … wenn er ein halbes Jahr eher gekommen wäre, hätte ich vielleicht den bestellt – jetzt wirds ein ID4. aber auch der ist schön. wenn Hyundai die technischen Versprechen alle hält, ist er allerdings echt weit vorraus! Besonders gut gefällt mit dei Solarzelle aufm Dach… das hätte man beim ID4 eigentlich auch machen können …
    LG daniel

  16. Markus Müller

    Sieht toll aus. Aber zu breit – für mich (in der Schweiz).
    Ich hoffe, es wird dann mal etwas Ähnliches etwa 10 cm schmaler geben.

  17. Ein Zweifler

    Okay, optisch hübsch anzusehen…ABER ein paar kurze Fragen: Wer und vorallem wo werden die Batterien am Ende entsorgt? Was geschieht im Falle eines Unfalls mit der Batterie, wer kümmert sich dann um die Entsorgung? Wer trägt die Koste? Und last but not least: Ist der Ausbau des “Aufladungsnetzes” schon soweit fortgeschritten, dass man sich “frei& uneingeschränkt” mit einem Elektroauto deutschland- & europaweit problemlos bewegen kann, ohne Reichweitenängste ausstehen zu müssen? Selbst in gewissen Einöde, fern der großen Ballungszentren? Sinn macht ja nur Sinn, wenn die Chance auf Sinn gegeben ist….

    • Hans

      Die Batterien werden nicht entsorgt. Wenn sie für das Elektroauto nicht mehr taugen, dann werden sie z.B. als Pufferspeicher für PV Anlagen genutzt. Wenn sie auch dazu nicht mehr zu gebrauchen sind, dann werden sie recycelt, derzeit bis zu 91 % möglich (z.B. Fi. Düsenfeld).
      Die Kosten bei einem Unfall trägt deine Versicherung. Nur wenn du selber Mist baust, z.B. vollständige Entladung oder sowas, dann zahlst du selber oder brauchst eine extra Versicherung für die Batterie.

    • Hans Herbert

      Man kann nicht die Freuden einer Pioniertechnologie genießen und gleichzeitig zweifeln. Das funktioniert einfach nicht.

  18. Djebasch

    Ich versteh eines nicht …
    Wann kommt der Wagen?
    So wie ich das Verstanden habe ist viel von dem was vorgestellt wurde nicht fertig entwickelt oder nicht zugelassen…

    • Sebastian Schaal

      Hallo Djebasch,

      das Sondermodell soll ab Frühsommer 2021 in Deutschland ausgeliefert werden, die regulären Modelle kurz danach.

      Viele Grüße
      Sebastian Schaal

  19. Alupo

    Eines verstehe ich nicht: Die 800 V Technik passt so gar nicht zu der verbauten Akkugröße. Selbst die 400 V Technik ist bei diesem Akku nicht ausgereizt, auch wenn man für BEVs sehr hohe 3C Ladeleistung annimmt.

    Ich kann nur hoffen, dass die anderen Komponenten besser aufeinander abgestimmt sind. Nicht nur wegen der Kosten bzw dem Preis.

    • NIKB

      Kannst du das etwas begründen? – Was hat die Spannung des Akkus mit seiner Größe (meinst du Kapazität?) zu tun?
      3C sind bei 72 kWh Akkukapazität 3×72…egal welche Spannung das System hat.

      Bei 800 V kannst du aber mit mehr als 200 kW laden, ohne die 500 A Grenze praktisch aller verfügbaren HPC zu sprengen. Das ist ja der Grund, weshalb Tesla’s Model 3 nur an SuC V3 auf 250 kW kommt. Alle anderen Stationen können die hohen Ströme nicht liefern, die für diese Leistung bei der geringen Spannung erforderlich sind.

  20. Roman

    Außen wie innen einfach nicht schön. Aber das liegt zum Glück immer im Auge des Betrachters. Bei der Preisgestaltung geht mir nicht hervor, wie man gegen VW und Tesla Argumente für einen Kauf sammeln möchte. Aber gut. Unterm Strich ist es schön zu sehen, dass Hyundai mutig genug ist und das Konzept auf die Straße bringt. Die 800 Volt Technik ist sinnvoll für schnelles und “zellenschonendes” aufladen und wird in Zukunft sicher zum Standard werden. Und endlich kann man beim Aufladen unterwegs entspannen. Darauf hat die Welt gewartet (Zwinkersmilie). Mich freut es für Hyundai.
    Bei der Preisgestaltung mit Ionity ist zu sehen, was möglich ist. Genau so gewinnt man Kunden. Es wäre schön, wenn alle Hersteller im Ionity-Verbund endlich mit gesitteten Preisen, ohne Grundgebühren und ohne Ladekarten-Wirrwarr den Kunden ein adäquates Ladenetz zur Verfügung stellen. Anstecken und laden muss das Ziel sein. Das ist nach wie vor der größte Faktor für potentielle Umsteiger. Nach der Reichweitenfrage kommt immer als nächstes “…wo lädtst du auf und wie lange dauert das”. Das ist eben so und gehört als Hemmschuh flächendeckend aus der Welt geschafft.

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https://www.electrive.net/2021/02/23/hyundai-ioniq-5-hyundais-antwort-auf-den-id-4-sitzt/
23.02.2021 08:07