01.05.2021 - 22:18

Projekt FlexHub: Potenzial von E-Autos am Flexibilitätsmarkt

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In einer Live-Demonstration im Rahmen des Projekts FlexHub haben Kiwigrid, EnergieDock und Mitnetz Strom veranschaulicht, wie Nutzer eines Heim-Energiemanagementsystems ihr Elektroauto zur netzdienlichen Nutzung auf einem Flexibilitätsmarkt bereitstellen können.

Das vom BMWi geförderte Projekt „FlexHub – Verteiltes Flexibilitätsdatenregister für Strommärkte der Energiewende“ erforscht grundsätzlich, wie sich vorhandene Netzstrukturen durch die Steuerung von Stromverbrauchern effizienter nutzen lassen. Dazu führt das Trio aus Kiwigrid, EnergieDock und Mitnetz Strom an, dass 2019 insgesamt 6.482 Gigawattstunden an Erneuerbarer Erzeugung deutschlandweit im Rahmen von Einspeisemanagement-Maßnahmen verloren gingen. „Die einhergehenden Kosten von knapp 710 Millionen Euro wurden über Netzentgelte auf die Stromkunden umgelegt. Im Jahr 2020 gab es gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Anstieg von Abregelungen erneuerbarer Anlagen“, so Kiwigrid in einer Mitteilung.

Ziel des Projekts ist es deshalb, die Einspeisung zu maximieren und die resultierenden Entschädigungen gegenüber Anlagenbetreibern zu vermeiden. Innerhalb von FlexHub wird deshalb ein Flexibilitätsdatenregister mit einem Energiemarkt für flexible Verbraucher und Erzeuger entwickelt. Die Partner des Forschungsvorhabens sind Konsortialführer FGH e.V., Fraunhofer FIT, Fraunhofer FKIE, EnergieDock UG im Unterauftrag der HAW Hamburg, Kiwigrid GmbH, RWTH Aachen und Mitnetz Strom.

In einer Live-Demo wurde nun die netzdienliche Steuerung von Elektroautos vorgeführt. Zum Einsatz kamen dabei die Energy-Service-Plattform und das Heim-Energiemanagement-System von Kiwigrid in Kombination mit einer Softwareplattform für die marktgestützte Beschaffung von Flexibilitäten der HAW Hamburg-Ausgründung EnergieDock. Der Verteilnetzbetreiber Mitnetz Strom meldet wiederum die Notwendigkeit einer erhöhten Stromnachfrage an (etwa weil für den Folgetag ein Überschuss an Erzeugung prognostiziert wird).

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Als Resultat hält das Trio fest, dass eine zeitlich koordinierte Nutzung steuerbarer Verbraucher neue Geschäftsszenarien eröffnet – und zwar für Verteilnetzbetreiber, Aggregatoren und Bilanzkreisverantwortliche gleichermaßen. Endkunden profitierten von niedrigeren Stromkosten und neuen Energieangeboten.

„Flexibilität ist ein entscheidender Faktor für die Energiewende, denn nur mit ihr lässt sich die Nutzung Erneuerbarer maximieren“, sagt Frank Schlichting, CEO von Kiwigrid. Um sie in das Energiesystem einzubinden, bedürfe es einer leistungsfähigen, hochsicheren Plattform für den Energiesektor und darauf laufender Energieprodukte. „Nachdem wir im Forschungsprojekt FlexHub mit der erfolgreichen Erprobung einen wichtigen Meilenstein erreicht haben, freuen wir uns jetzt auf den Roll-out dieser fortschrittlichen Technologie.“

Tim Dethlefs, Gründer und CEO von EnergieDock, betont, dass die Lösung seines Unternehmens Netzbetreibern die Chance biete, flexible Verbraucher zu koordinieren statt abzuregeln und so eine Wertschöpfung von netzdienlicher Flexibilität zu ermöglichen. „Als Startup schaffen wir so einen fairen Energiemarkt für alle Stakeholder. Das FlexHub-Projekt erlaubt uns die Umsetzung dieser Vision mit starken Partnern.“

Steve Bahn von Mitnetz Strom ergänzt, dass die netzdienliche Steuerlogik auch für die marktdienliche Integration in andere Use-Cases geeignet sei. „Innerhalb unseres Netzgebietes werden Pilotkunden mit Elektromobilen im Rahmen eines Demonstrators ab diesem Jahr diese Technologie testen. Somit zeigen wir die technische Machbarkeit auf und generieren wertvolles Kundenfeedback.“
kiwigrid.com

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