25.05.2021 - 13:30

VW erhöht ID.3-Basispreis / Höhere Ladeleistung für kleine Akkus

Volkswagen hat das Modellangebot für den ID.3 in Deutschland angepasst. Das Angebot wurde vereinfacht, der Basispreis ist jedoch um 465 Euro gestiegen. Interessanteste Änderung: Die DC-Ladeleistung für die beiden kleineren Akkus steigt.

Der 45 kWh große Akku des Basismodells ID.3 Pure kann weiterhin serienmäßig nur mit 50 kW geladen werden. Gegen 650 Euro Aufpreis sind aber nun maximal 110 kW statt bisher 100 kW möglich. Beim ID.3 Pro mit 58-kWh-Akku sind sogar 120 statt 100 kW möglich. Für das Ladefenster von fünf auf 80 Prozent soll sich mit dem Upgrade die Ladezeit um drei Minuten verkürzen – von 38 auf 35 Minuten.

Obwohl die erhöhte Ladeleistung ein optionales Extra ist, wurde der ID.3 Pure mit der jüngsten Umstellung um 465 Euro teurer. Das Basismodell (mit 50 kW Ladeleistung) steht jetzt mit 31.960 Euro vor Förderung statt 31.495 Euro in der Liste. Dafür gibt es an anderer Stelle mehr:

Auch beim ID.3 Pro S, also dem Topmodell mit 77 kWh, gibt es eine Änderung – jedoch nicht bei der Ladeleistung. Das Modell ist nun wahlweise als Viersitzer (ab 42.460 Euro) oder als Fünfsitzer (ab 46.620 Euro) erhältlich. Zum Start war der ID. 3 Pro S – wohl wegen des höheren Batteriegewichts und der damit geringeren Zuladung – nur als Viersitzer zugelassen. Auch die optionale Anhängerkupplung (nur für Fahrrad-Träger, nicht für den Anhängerbetrieb) wird weiterhin nicht angeboten.

– ANZEIGE –


Ein Blick in die technischen Daten zeigt, dass der Pro S als Fünfsitzer auf ein etwas höheres zulässiges Gesamtgewicht kommt (2.300 statt 2.280 Kilogramm), aber vor allem auf eine höhere Zuladung: Der Fünfsitzer wird mit 398 bis 447 Kilogramm angegeben, der Viersitzer mit 343 bis 421 Kilogramm.

Die Ladeleistung des Pro S liegt weiterhin bei maximal 125 kW. Hier gibt es Gerüchte, dass diese noch in diesem Jahr auf bis zu 170 kW angehoben werden könnte – auch bei anderen MEB-Modellen wie dem Skoda Enyaq. Allerdings ist hier noch nicht klar, ob das auch per Software-Update bei den Bestandsfahrzeugen möglich sein wird. Auch bei dem Update der Ladeleistung der beiden kleineren Batterien ist nicht bekannt, ob bereits ausgelieferte Fahrzeuge davon profitieren können. Sobald Volkswagen auf unsere Anfrage hierzu antwortet, werden wir die Information an dieser Stelle nachreichen.

Eine Änderung betrifft alle Varianten unabhängig von der Batterie: Den ID.3 gibt es jetzt auch in rot. Die Lackierung „Kings Red Metallic“ mit schwarzem Dach kostet 810 Euro Aufpreis, also genau so viel wie das „Makena-Türkis“. Die kostenlose Basisfarbe ist weiterhin „Mondsteingrau“, die vier weiteren Metallic-Lackierungen (Gletscherweis, Mangangrau, Scale Siver und Stonewashed Blue) kosten jeweils 660 Euro.

Zudem wurde die Angebots-Struktur grundsätzlich umgestellt: Die vordefinierten Ausstattungspakete, welche die Produktion zu Beginn vereinfachen sollten, sind nun verschwunden. Der Kunde muss zu Beginn also nicht mehr zwischen Begriffen wie „City“, „Style“, „Business“, „Family“ oder „Tour“ wählen. Stattdessen umfasst die Grundauswahl die Batterievarianten, also den ID.3 Pure mit 45 kWh, den Pro mit 58 kWh und den Pro S mit 77 kWh – letzteren aber als Vier- oder Fünfsitzer. In der Folge kann dann Exterieur, Interieur und Sonderausstattung nach Wunsch gewählt werden.
insideevs.de, volkswagen.de (Konfigurator)

– ANZEIGE –


Stellenanzeigen

Solution Consultant – E-Mobility (w/m/d)

Zum Angebot

Projektmanager/in Lade-Infrastruktur (w/m/d)

Zum Angebot
bp

EV Team Assistant for Germany and Spain (m/f/d) – Aral Pulse

Zum Angebot

14 Kommentare zu “VW erhöht ID.3-Basispreis / Höhere Ladeleistung für kleine Akkus

  1. Tobias Pahl

    Wie jetzt, keine AHK fürs Bike?
    So katapultiert sich VW bei mir raus.
    Wo bleibt der sinnvolle Zwischenschritt zwischen Kleinwagen und dem ganzen SUV-Wahnsinn? Wie wäre es zB endlich mit einem ID.3 Variant? Aber bitte mit AHK und Dachreling. Zum Brötchen kaufen nehme ich das Fahrrad.

    • panib

      Schön, dass VW seine Konfiguration geändert hat. Die Paketlösung war, für mich, eine völlig wirre und verwirrende Sache. Ich habe sehr schnell meine Versuche aufgegeben, einen ID3 und ID4 zu konfigurieren.

  2. Tom 1

    Für 3 min. schneller Laden hunderte von Euros bezahlen, das ist doch ein Druckfehler, oder!!?
    Das große Ganze um emobilität wird immer mehr bekloppter.

    • Matthias

      Nein, das haben Sie falsch verstanden.
      Beim kleinen Akku ladet man serienmäßig nur mit max. 50 kW. Bisher konnte man optional eine Ladeleistung von 100 kW kaufen. Diese wurde nun auf 110 kW erhöht. Die Zeitersparnis zwischen 50 und 110 kW dürfte ganz erheblich sein.

      Die Ersparnis von 3 Minuten bezieht sich auf die Erhöhung von 100 kW auf 120 kW beim mittelgroßen Akku.

    • Alex

      Hallo Tobias,
      Das ist ein Missverständnis, die Anhängerkupplung für Fahrräder gibt es optional in allen Varianten, ausser der mit 77kWh.
      Grüße
      Alex

  3. Esmarty2020

    VW ist neben Smart bei mir jetzt endgültig als BEV Anbieter „ausgelistet“:
    Kein praktikabler Kleinwagen (mind. 4 Personen, max 3,75 lang, Dachträger und mit Kupplung für Radtransport).
    Die alte A Klasse von Mercedes konnte 5 Personen befördern, riesiger und variabler Innenraum, Dachlast 100 kg, AHK etc. Bei 3,57 cm Außenlänge. Mit den ursprünglich geplanten Batterien im Doppelboden wäre der beim „Elchtest“ auch nicht umgekippt.
    Wo bleibt die deutsche Ingenieurskunst?
    Wahrscheinlich muss ich doch einen Franzosen oder Fernostler kaufen.
    Die deutschen Hersteller kennen leider nur noch große SUV mit toller Werbung und Prospekten.
    Schade um den Industriestandort Deutschland.

  4. Daniel

    Welcher Fernostler ist 3,75 m lang, die bauen doch auch nur überdimensionierte Suffs.

    • Djebasch

      Schau mal nach dem Hersteller ORA

  5. Djebasch

    Lol und vor einem Jahr wurde bei Tesla wegen seiner ständig ändernden Preise beschrien und jetzt macht VW das gleiche und in den Medien regt sich keiner auf 🙂

    • panib

      Tobias, genau mein Gedanke. Als die ID3 Daten bekannt wurden, war ich ziemlich enttäuscht. Großer Innenraum- schön. Und wohl auch sinnvoll für den Alltag. Aber der Kofferraum ist mit seinen 380 Litern einfach lächerlich klein. Aber, ich wiederhole mich, VW weiß genau, was sie da machen. Hätte der ID3 120 l mehr Kofferraum, würde niemand mehr einen ID 4 kaufen. Und mit zusätzlichem Blech für marginale Kosten lassen sich halt sehr leicht 5.000.- € mehr verdienen.
      Meine Option wird vermutlich dennoch der ID3 werden. Für unsere jährliche Fahrt in die Provence mit vier Personen und viel! Gepäck mieten wir halt in Zukunft einen Leihwagen. Im Alltag ist ein kleines Auto wie der ID3, ja, für mich ist der klein, ideal. Allemal solange die Strichemaler auf unseren Parkplätzen noch nicht begriffen haben, dass z.B. der VW Polo so groß ist wie der Golf I zu Beginn seiner Bauzeit in den 70er Jahren. Und weil gefühlten 70 % unserer Mitautofahrer scheißegal ist, wie der Nebenmann in seine Parklücke kommt, Hauptsache er selbst kommt gut aus seinem Auto, ist ein kleines Auto allemal von Vorteil.

  6. Fußgänger

    Ich habe das mal konfiguriert. In der Bildergalerie sah der Innenraum so aus, als hätte man jetzt auf die Klavierlackelemente verzichtet. Wurde der Innenraum verändert?

  7. wienerroither

    Wann bzw. warum wird bei ID.3
    nicht für ältere Mitbürger
    ein höherer Ein-bzw. Ausstieg gefertigt.

    War doch bei Golf auch möglich.

    • Matthias

      Wegen der Batterie im Fahrzeugboden ist das Sitzniveau bereits deutlich höher als im Golf und damit auch für ältere Mitbürger optimal.

  8. Wolfram

    Ohne die Möglichkeit einer Anhängerkupplung kommt der ID.3 für mich nicht in Frage, und ich muss mich nach einem Konkurrenten mit AHK umsehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/05/25/vw-erhoeht-id-3-basispreis-hoehere-ladeleistung-fuer-kleine-akkus/
25.05.2021 13:02