14.08.2021 - 11:02

Laschet fragt Musk nach Wasserstoff-Autos

Bei seinem Besuch auf der Baustelle der Tesla-Gigafactory in Grünheide hat CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet auch Elon Musk getroffen. Bei einem gemeinsamen Statement vor der Presse fragte Laschet den Tesla-Chef, was die Zukunft des Antriebs für Autos ist: Wasserstoff oder Batterie-elektrisch – sehr zu Musks Amüsement.

Laschet, der sich in der Vergangenheit in seiner Rolle als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen bereits mehrmals für Wasserstoff-Projekte stark gemacht hat, gilt als Vertreter der Technologieoffenheit. Laschet behauptete zudem, es gebe über diese Frage einen „wissenschaftlichen Streit“ – dabei sind die letzten Studien zu dem Thema eindeutig. Siehe etwa die Veröffentlichung des ICCT von Ende Juli.

Das sieht auch Elon Musk so und antwortete mit einem Lachen, dass es sicher der Batterie-elektrische Antrieb sei. Kein Wunder, schließlich bietet Tesla nur Batterie-elektrische Autos an und Musk selbst gilt nicht gerade als Wasserstoff-Freund.

Als der Video-Mitschnitt der Szene längst durchs Netz geisterte, ließ Laschet per Twitter wissen, bei dem Gespräch mit Musk sei es um Lkw gegangen. „Bei PKW ist klar: Elektro! Fahre ja selbst @eGO_Mobile_SE :-)“, antwortete Laschet auf einen Tweet des Grünen-Politikers Cem Özdemir.

Möglicherweise haben die beiden auch über Lastwagen gesprochen. In dem Video ist allerdings klar zu hören, was Laschet Musk fragt: „What is the future of cars?“
twitter.com, twitter.com (Laschet-Reaktion)

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34 Kommentare zu “Laschet fragt Musk nach Wasserstoff-Autos

  1. Jakob Sperling

    Genau in der im Artikel verwiesenen ICCT-Studie kommen Wasserstoff-PKW extrem gut weg. Die Studie zeigt primär, dass BEV besser weg kommen als Verbrenner. FCEV mit grünem H2 – was bisher überall so ist – kommen aber etwa gleich gut weg.
    Ich weiss, dass das in Tesla-lastigen Foren niemanden interessiert, aber wenn man eine Studie schon zitiert, könnte man sie vielleicht auch anschauen.

    • Djebasch

      Nun wir benötigen aber bereits für den Wechsel zu BEV 250TWH Stunden, für den Wasserstoff Bereich benötigen wir 75 TWH mehr die wir eher in unserem Stromnetz gebrauchen könnten, auch das kann man in Studien nachlesen…

      • Tobias

        Dieser Logik liegt immer noch zugrunde, dass wir im Winter die Gesamte Energie durch Wind-, Wasser und Sonnenenergie decken können und nicht im Sommer mehr als 90% vom Strom wegwerfen müssen, weil es keine Abnehme in der Größenordnung gibt.

        Soviel zum Thema “Ideologie und Naivität”.

        • klaus

          im Winter wird ja Wärme gebraucht, wieso diese mittels BZ-PKW verwenden um die frische Winterluft aufzheizen anstatt z.B. Fernwärme?? Naivität..

        • Andreas V.

          Und wie lautet die Lösung??

  2. R.Martin

    Nach den Eigenheimladern/Zweitwagen wird der Verkauf stoppen.
    Wer fährt im Urlaub/Wochenende in die Firma zum Laden. Wer sucht zweimal einen Platz zum Laden, dann zum Wegstellen. Wer geht nachts in der Kälte nach draussen zum Wegstellen? Dann wohin? Wer geht dazu weite Wege, wenn schon besetzt, oder geht nochmal raus wenn (wann?) frei? Wer zahlt Strafe wenn nicht nach dem Laden bald freigemacht wird? Dauerparkraum wird weniger durch die Ladeplätze, verschärfte Parkraumnot. Keiner will’s hören und eine Antwort geben. Ergebnis: gespaltene Gesellschaft: Eigenheimlader / weiter Verbrennerfahrer-ÖPNV-eRoller-Radfahrer

    • Gabir Reiter

      Die Zeit wird das alles lösen. Exponential denken. nicht linear. Guck mal 20 Jahre in die Vergangenheit und du hättest diese Zeilen nicht mal schreiben können.

    • mike

      einfache Steckdose an jeden 2. Bahn- und Supermarkt-Parkplatz….so günstig, da steht niemand auf zum umparken.
      Mit “Überstromtarif” und Steuersignal sogar netzdienlich, zu geringsten Investitionskosten!

  3. Hans Herbert

    Der Fortbestand des Blödsinns in der deutschen Regierung gilt als gesichert. Jedenfalls wenn die CDU die Mehrheit gewinnt.

  4. Peter Tremmel

    Die verlinkte Studie geht um verbrenner vs. elektro. Und was niemand richtigstellt: Wasserstoff-Autos nutzen auch Elektromotoren. Es wird nur Wasserstoff getankt statt 3h an der Ladesäule zu stehen. Damit wird dann Strom erzeugt. Es ist nur eine andere Art Akku. Wenn man von “Elektroautos” spricht, sollte das also Wasserstoffautos einschließen. Man könnte das Tankstellennetz einfach für Wasserstoff erweitern. Stattdessen bauen wir das Stromnetz aus und verschleißen Lithium und andere seltene Elemente.

    • Gabor Reiter

      Erstens steht man keine 3 Stunden irgendwo rum. Zweitens braucht man für die Herstellung von 1 kg Wasserstoff ca. 50kWh Energie, womit ein Wasserstoff-Auto gerade mal 100 km weit kommt, aber ein BEV ca. 300km und drittens sind seltene Erden gar nicht do selten und Lithium erst gar nicht. Und viertens gibt es auch recycling.

      • Tobias

        Die Energie ist aber eben immernoch zu falschen zeit verfügbar. und das wird das Problem sein. Scheinbar fällt es den meisten immernoch schwer in mehr als einer Variablen zu denken.
        Komisch nur, dass sich alle Experten einig sind, dass die Energiewende ohne Wasserstoff-Wirtschaft oder andere eFuels gar nicht funktionieren kann.

        Aber der Stammtisch hier weiß es natürlich besser mit seiner eindimensionalen Argumentation.

        • Klaus

          Wasserstoffwirtschaft ist das eine, Chemielabor im kostengünstigen PKW ist das andere!
          Die H2 Freunde verwechseln dies viel zu oft…naja wird ja ordentlich subventioniert.

          • Jakob Sperling

            Schlecht informiert.
            Eine Li-Ion-Batterie ist um ein Vielfaches mehr ‘Chemielabor’ als eine Wasserstoff-Brennstoffzelle. Wenn schon ist das H2-System mehr Physik als eine Batterie.

    • Djebasch

      Lithium ist nicht selten es ist nur nicht erschlossen weil wir es bisher nicht brauchten…
      Wasserstoff Autos brauchen wir nicht, der Energieverbrauch ist bis zu 3-4x höher als mit reinen BEV, das können wir uns nicht leisten.
      Das Tankstellennetz ist für Wasserstoff nicht brauchbar!
      Die Wartung und Sicherheit ist bei Wasserstoff 10x so teuer und intensiv.
      usw. usw.

    • Florian

      Ich habe noch nie auf mein E-Auto 3 Stunden gewartet, damit es geladen ist und ich fahren keinen Tesla und sogar mit 4 Personen ins Ausland in Urlaub.
      Informiere dich mal, wo Wasserstofftankstellen überhaupt gebaut werden dürfen. Im urbanen Raum an normale Tankstellenstandorten, dürfen in 98% aus Sicherheitsgründen, gar keine Wasserstofftankstellen errichtet werden. Das heißt, du müsstest meistens Umwege fahren oder extra Fahrten durchführen, um dein Wasserstoff-Auto tanken zu können. Es gibt Verkehrsbetriebe, die haben ihre Busdepots auf Wasserstofftankstellentauglichkeit geprüft und haben wegen obigen Umstand die Wasserstoffthematik ganz schnell wieder begraben.
      Aber kauf dir dein Wasserstoff-Auto und werde glücklich damit.

      • Jakob Sperling

        Grösstenteils frei erfunden.

  5. Peter Bücheler

    Da sieht mal ja wiederholt, wie man Menschen steuern kann mit einfachen Argumenten ohne dass sie darüber nachdenken. Wasserstoffgetriebe Fahrzeuge haben einen Wirkungsgrad der etwas besser ist als Verbrenner (ca. 25-30%) E-Fahrzeuge haben einen Wirkungsgrad von mehr als 70%. An diesem Argument führt kein Weg vorbei.
    Die Physik ist das Gesetz, alles Andere sind nur Vorschläge!
    Für die wirklich Interessierten zum nachlesen die Studie zur E-Mobilität von Prof. Dr.-Ing. Martin Doppelbauer

    • Simon

      Nur das es am Ende des Tages nicht nur um Effizienz geht sondern um Kosten.

      Wenn der Wasserstoff mit PV in der Wüste oder offshore Wind in Island mit samt Transport so günstig hergestellt werden kann, dass der Preis pro Strecke am Ende gleich oder günstiger ist, ist es sehr wohl konkurrenzfähig.
      Ich denke allerdings, dass der Aufbau dessen noch ein paar Jahrzehnte braucht und bis dahin ist das BEV sowie Ladeinfrastruktur schon längst etabliert.

      • mike

        Brennstoffzellensysteme werden in Kleinverbrauchern wie PKW immer zu teuer bleiben, zu viele Teile, zu viele Montageprozesse, Wasserstoff am Produktionsband….

    • Jakob Sperling

      Sie wissen aber, dass Strom in Europa manchmal 20, manchmal 10, manchmal 5, manchmal 0 und manchmal -5 cents pro kWh kostet?
      Aufgabe: Sie fahren mit einem Wirkungsgrad von 70% mit Strom für 20 cents und ich fahre mit einem Wirkungsgrad von 30% mit Strom für -5 cents. Wer hat nach 10’000 km mehr Geld ausgegeben?
      Das ist zwar im Normalfall nicht so extrem, aber ob ich Strom zu genau einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort brauche (Batterie laden), oder ob ich Strom irgendwann irgendwo verwenden kann, ist eben schon ein riesiger Unterschied und setzt die naive Vorstellung von Physik, wie Sie sie haben, locker ausser Kraft.

      • Simon Saag

        Wie oft können Sie mit -5 Cent tanken? Wenn sie mit ihrem miesen Wirkungsgrad auch mal bei +20 Cent oder mehr Wasserstoff erzeugen müssen, geht das schnell ins Geld. Bitte keine Best-Case-Szenarien!

        Ich stimme da Simon (nicht nur wegen des Namens) zu: Wasserstoff dauert noch, wird aber für einige Anwendungen kommen. Bei PKW hat sich bis dahin die Batterie durchgesetzt (hat sie in meinen Augen jetzt schon, siehe die Pläne der OEM). Und dann können wir als Gesellschaft auch die Vorteile der H2-Erzeugung bei Stromüberschuss genießen

        • Tobias

          System nicht verstanden.
          Wasserstoff wird nicht hergestellt mit einem Strompreis von 20ct.

          Je weiter der Ausbau der regenerativen Energie geht, desto häufiger und extremer werden die Preisausschläge gehen und da wird jede Wasserstoffproduktion wirtschaftlich darstellbar sein. Die permanente Verfügbarkeit von Strom allerdings immer teurer.

          Alternativ wird der Wasserstoff in der nähe des Äquator viel günstiger herzustellen sein als hier.

          • klaus

            “Auto” nicht verstanden. hier geht es um “Auto”.

            es muss nicht überall krampfhaft Wasserstoff eingebaut werden, nur weil man die Knallgasreaktion noch aus er Schule kennt.

      • Djebasch

        Schonmal gehört das Ihnen jemand was schenkt…

        • Jakob Sperling

          Sie Schweizerischen Bundesbahnen schalten gelegentlich an schönen Sommertagen die Gleisheizungen ein und verdienen sich damit Geld (aus Deutschland), weil dort Stromüberfluss herrscht.
          Rein 2019 hat Deutschland 5 TeraWatt Windenergie wegen Überfluss abgedrosselt (und übrigens trotzdem bezahlt, weil das so garantiert ist).
          Stellen Sie sich die Schankungen vor, wenn man in den kommenden Jahren die Wind- und Solarproduktion für die Energiewende noch etwa Verfünffachen wird.

      • mike

        ich würde mein E-Auto, welches 20 h am Tag steht, wie die Waschmaschine oder den Nachtspeicherofen am Zweitarifzähler laden, guten Wirkungsgrad und niedrige Strompreise nutzen. Solche Speicher sind jedenfalls schneller zu Regeln als Elektolyseure.

    • John

      Nun ja, wen hat der Wirkungsgrad bei den Verbrennern interessiert?
      Der Wirkungsgrad ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für BEV. Nur ist das nicht der alleinige. Weitere Erfolgsfaktoren sind mit SIcherheit (wenn auch noch nicht komplett verstanden) ein minimaler sozioökologischer Fußabdruck, Kosten (Economies of Scales aber bitte mit Infrastukturausbau) und Betankungsdauer.

  6. three e's

    … selten so etwas Inkompetentes gelesen!
    Bei solchen Stammtischschenkelklopfern schwillt mir der Kamm!
    Für ein ein H2 Auto muss 3-4 fach soviel Strom bereit stehen…
    Eine H2 Tankstelle kostet > 2 Mill. €, ein Schnelllader 30.000! Nur eine Randbemerkung…
    Lithium und dergl. werden nicht verschlissen! Ein Akku speichert per se nur Energie und verbraucht GARNICHTS!
    Wenn man das mal verstanden hat, werden solche Kommentare zukünftig nicht mehr gepostet.
    Recherche ist alles…

    • Tobias

      Auch dieser Kommentar enthält viele Falschaussagen.

      Es werden kosten einer Wasserstofftankestelle angegeben, wo der Wasserstoff lokal erzeugt wird, was ja aber nicht die Lösung ist.
      Eine Schnelladesäule kostet übrigens auch viel mehr als 30.000 EUR und man rechnet nicht das Kraftwerk mit dazu.
      Zusätzlich verbraucht auch ein Akku Strom, nämlich Verlustleistung beim Laden und entladen.
      Zudem ist die Wirtschaftlichkeit sehr gut, wenn es um die Speicherung von Energie geht, die immer stärkere Rolle Spielen muss.

      Nur zur Erinnerung:
      Heute (Zahlen von 2019) decken Wind-, Solar und Wasserkraft 5,4% des Primärenergiebedarf in Deutschland. Im Winter nahezu 0% im Sommer 15%.
      Baut man diese soweit aus dass im Winter die Versorgung sichergestellt ist, so hat man im Sommer 99% übrig – der Strom wird nahezu verschenkt werden, während er im Winter immer unbezahlbarer wird… Da rechnet sich Wasserstoff der gespeichert oder aus Afrika importiert wird in Null Komma nichts.

      Also wer argumentiert hier inkompetent?

      • klaus

        wenn jemand 3 Fimen hat, welche über Wasserstoffsubvetionen Geld bringen (ohne nennenswerte Umsätze echter, ausgereifter Produkte), mit welchen Kompenentcen argumentiert so jemand???

  7. Jakob Stickler

    In 5-6 Jahren werden Stromer Vergangenheit sein da unser Stromnetz das nicht hergeben wird.
    Die Zukunft ist das Wasserstoff Auto

    • Andreas V.

      Dürfen komplett Ahnungslose jetzt schon öffentlich Prognosen abgeben??

    • Dieter Schleenstein

      Hallo, wir können allein mit dem Strom, der im letzten Jahr abgeregelt und bezahlt wurde eine Mio. BEV laden.
      Wieviel unbezahlt abgeregelt wurde, weiß niemand so genau, aber jede private PV-Anlage darf nur 70% ihrer Nennleistung einspeisen. Die Zukunft ist ein intelligentes Netz, das natürlich auch die Speicher der BEV nutzt. D. h., das BEV ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/08/14/laschet-fragt-musk-nach-wasserstoff-autos/
14.08.2021 11:38