BYD startet Vorverkauf des Dolphin

BYD hat in China den Vorverkauf seines Kompakt-Stromers Dolphin aufgenommen, der auf der neuen e-platform 3.0 mit Blade-Batterien basiert. Damit sind nun die technischen Daten und Preise bekannt.

Das Basismodell des Dolphin verfügt wie zuvor berichtet über einen 70 kW starken Motor. Nun steht fest, dass diese Variante für 96.800 Yuan nach Abzug der staatlichen Förderung angeboten wird, das entspricht umgerechnet 12.685 Euro. Von der mittleren Variante (ebenfalls mit dem 70-kW-Motor) soll es zwei Ausstattungsversionen geben, die mit 13.995 Euro bzw. 14.650 Euro in der Liste stehen. Das Top-Modell mit einem 130 kW starken Antrieb beginnt bei 124.800 Yuan oder 16.355 Euro.

Während das Basismodell über eine lediglich 30,7 kWh große Batterie (für 301 NEFZ-Kilometer) verfügt, verbaut BYD in den anderen drei Versionen einen 44,9 kWh großen Stromspeicher. Dieser soll für eine NEFZ-Reichweite von 405 Kilometern reichen. In allen Fällen handelt es sich um die BYD-eigene Blade-Batterie, eine LFP-Batterie mit sehr großen Zellen, die ohne Zwischenschritt über die Module direkt in dem Batterie-Pack verbaut werden.

Was beim Blick in die technischen Daten auffällt, ist die maximale DC-Ladeleistung von 60 kW bei der großen Batterie, der 30,7-kWh-Akku kann maximal mit 40 kW geladen werden. Die e-platform 3.0 von BYD ist als 800-Volt-Plattform ausgelegt. Damit kann BYD zwar wohl geringere Kabelquerschnitte realisieren. Den oft zitierten Vorteil der so höheren Ladeleistung können die Chinesen hier nicht ausspielen – womöglich begrenzen die relativ kleinen LFP-Akkus hier die maximale Ladeleistung.

In beiden Fällen soll der Ladevorgang von 30 auf 80 Prozent rund 30 Minuten dauern. Die AC-Ladeleistung liegt bei maximal 7 kW. Die 70-kW-Varianten können maximal 150 km/h schnell fahren, das Top-Modell mit 130 kW schafft zehn km/h mehr. Bei beiden Antrieben handelt es sich um an der Vorderachse montierte PSM.

Der Dolphin hat einen Radstand von 2,70 Metern, was für seine Gesamtlänge von 4,07 bis 4,15 Metern sehr viel ist. Offenbar verfügen die drei Varianten des Dolphin über jeweils angepasste Stoßstangen, denn sie sind bei der Länge mit 4,07 Metern, 4,13 Metern und 4,15 Metern angegeben. Breite (1,77 Meter) und Höhe (1,57 Meter) sind bei allen Varianten gleich, zudem sind alle Modelle mit einer Wärmepumpe ausgestattet.
insideevs.com, pushevs.com, cnevpost.com

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15 Kommentare

zu „BYD startet Vorverkauf des Dolphin“
Peter Weber
17.08.2021 um 10:13
Wenn dieses Fahrzeug auch später nach Europa kommt wird es für den Dacia Spring aber eng.
Stromer
17.08.2021 um 11:35
Ich will den auch. Hoffe das der bald nach Europa und der Schweiz kommt.
Daniel S.
17.08.2021 um 22:02
Der Dolphin entspricht bei Motorleistung, Akkugröße und Reichweite ziemlich genau dem Seat Mii electric / Skoda Citigo eV bzw. VW e-Up. Mehr Auto braucht kein Mensch. Auch der Preis ist/war abzüglich der Förderung identisch. Ich bin einer der Glücklichen, die den Mii letztes Jahr kaufen konnten. Wie hätte VW den Markt dominiert, wenn sie diese tollen kleinen Flitzer nicht unverständlicherweise aus dem Programm genommen hätten. Diese dumme Geschäftspolitik versteht Mensch. Jetzt übernehmen die Franzosen und Chinesen :/
1000 Ionen immer weiter
18.08.2021 um 00:07
Die legen da Geld drauf, weil nicht auf MEB. Es gab nur genug, um die EU Grenzwerte zu treffen. Keinen mehr und keinen weniger.
Bjoern Rauhut
18.08.2021 um 14:03
Genau richtig. Das eine ist anbieten zu einem marktfähigen Preis, das andere ist das Geld verdienen. Tesla verkauft viele EV, aber macht bis heute kein bis -sehr- wenig Geld.
kph130
19.08.2021 um 18:10
LOL...Tesla macht also bis heute kein (bis wenig) Geld? Dann hat aber jemand die letzten x Quartalsergebnisse nicht mitbekommen! Btw: Nicht vergessen, dass Tesla auch sehr viel reinvestiert statt auszuschuetten...das gigantische Supercharger-Netzwerk baut sich nicht von alleine!
Jörg
18.08.2021 um 19:49
Das stimmt so nicht. Als Konzern kommt Tesla jetzt so langsam ins verdienen. Je Auto haben sie das von Anfang an. Das gerade in diesem Geschäft als Neugründung eine gewisse Durststrecke anfällt bis die Skaleneffekte eintreten ist normal. VW hat mit dem e-up nicht Mal mit dem Verbrenner Up wirklich Geld verdient...
Air
18.08.2021 um 17:41
@Bjoern Rauhut: Die Aussage, dass Tesla kein Geld bei den Fahrzeugen verdient stimmt so nicht. Pro verkauften Model3 wird die durchschnittliche Marge auf mindestens 30% beziffert bezogen auf Materialkosten zu Verkaufspreis. Wenig ist das ebenfalls nicht. Quelle: Analyseergebnis vom Experten Sandy Munro.
offgrid
24.08.2021 um 12:46
Will haben (im Unterschied zum Dacia Spring), wann kommt BYD in die Schweiz?
Udo
07.11.2021 um 10:54
Wenn der nach Europa kommt, werde ich mal ernsthaft über ein Elektrofahrzeug nachdenken.
Peter
24.12.2021 um 10:51
Den will ich auch haben - sofern der Akku auch als Stromspeicher in der hauseigenen Infrastruktur genutzt werden kann (Vehicle-to-Home). Weiss jemand, ob dies vorgesehen ist?
dihu94
28.04.2022 um 10:26
Der Kommentar kommt vielleicht etwas spät, aber ja - wie alle anderen E-Autos und PHEV von BYD.
Guenter
30.08.2022 um 10:29
Wenn die 70kW / 44,9kWh / 150kmh Variante verfügbar wäre würde ich SOFORT bestellen!
Guenter
30.08.2022 um 10:30
Frage: ist der schon irgendwo reservierbar?
Matthias
30.08.2022 um 11:34
Schön dass auch noch normalgroße E-Autos angeboten werden, mit marktfähigen Preisen. Mit verbrennertypischem Frontantrieb und für Europa bescheidenen 70kW ist der Wagen allerdings auf Niveau des Renault Zoe von 2013. AC Ladung 7kW, vermutlich einphasig, sollte wegen Schieflast gar nicht mehr zugelassen werden, hier gehört 11 kW dreiphasig rein. Und wo bleibt die bidirektionale (Ent)Ladefähigkeit über CCS?

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