02.09.2021 - 11:07

Tesla verschiebt den Roadster 2 auf 2023

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Tesla hat einen neuen Termin für den Auslieferungsbeginn des Roadster 2 genannt. Auf Twitter gab CEO Elon Musk an, dass der Elektro-Sportwagen 2023 auf den Markt kommen soll – Musk schob aber auch gleich eine Einschränkung hinterher.

„Sollte 2022 kein Megadrama werden, sollte der neue Roadster 2023 ausgeliefert werden“, twitterte Musk. Mit dem „Megadrama“ spielt der Tesla-CEO offenbar auf die globalen Lieferengpässe, vor allem bei den Halbleitern, an. „2021 war ein Jahr verrückter Lieferkettenengpässe, und selbst wenn wir 17 neue Produkte hätten, würde das nichts nützen, weil sie nicht an die Kunden gehen könnten“, so Musk.

Tesla hatte die zweite Generation des Roadster bereits 2017 vorgestellt. Bei dem Event damals wurde eigentlich der E-Lkw Semi präsentiert – bis zum Ende der Show ein Prototyp des Roadster aus dem Anhänger fuhr. Damals wurde ein Produktionsbeginn 2020 genannt – der Semi sollte 2019 in Serie gebaut werden.

Das ist bekanntlich bei beiden Modellen nicht geschehen – es kam unter anderem die Corona-Krise dazwischen, aber auch Verzögerungen bei der Batterie-Versorgung. Sowohl der Semi, als auch der Cybertruck und der Roadster sollen wohl die neuen 4680-Zellen nutzen. Derzeit hat Tesla aber nicht genügend dieser neuen Zellen, um sie in das bestehende Serienmodell Model Y einzubauen – ursprünglich sollten die Model Y aus der Giga Texas nahe Austin und auch die Fahrzeuge aus der deutschen Gigafactory in Grünheide mit diesen Batterien und den strukturellen Batteriepacks ausgeliefert werden. Inzwischen arbeitet Tesla hier an einem „Plan B“ – also vermutlich mit 2170-Zellen.

ZF

Bereits im Januar 2021 hatte Tesla bestätigt, dass sich die Produktion des Roadster 2 auf 2022 verschieben werde. Inzwischen ist aber auch Tesla wohl stärker von dem Chip-Mangel betroffen, anfangs kamen die Kalifornier deutlich besser als andere Autobauer durch die Krise.

Dass bei weiteren Problemen oder Verzögerungen der Roadster als erste Baureihe verschoben wird, ist bekannt. Musk hatte den Roadster in der Vergangenheit mehrmals als „Dessert“ bezeichnet – das erst nach dem Hauptgang kommt. Der globale Hochlauf der Model-Y-Produktion in mehreren Werken, der Cybertruck und Semi haben also Vorrang. Auch der „Baby-Tesla“ für 25.000 Dollar, oft bereits als Model 2 bezeichnet, könnte noch vor dem „Nachtisch“ kommen.
automobilwoche.de, teslamag.de

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11 Kommentare zu “Tesla verschiebt den Roadster 2 auf 2023

  1. Hans Herbert

    Eigentlich klar, dass einem “Roadster” kein Vorrang eingeräumt werden kann. Tesla hat in der Tat wichtigere Projekte am Laufen, sodass diese Entscheidung (bei Ressourcenmangel) keine Schwäche darstellt sondern einfach nur richtig ist. Der Traum ist halt öfter größer als die Wirklichkeit.

    • Paul

      Der Roadster wäre das teuerste Modell. Viel Prestige und vermutlich auch höhere Einnahmen als bei einem M3 SR+. Die Begründung “Ressourcenmangel” ist einfach haltlos.

      • Hans Herbert

        Der Roadster ist ein Steckenpferd von Elon, das zeigen seine vergeblichen Versuche am Nürburg-Ring. Nur gut, dass er es hintan gestellt hat. Letztlich ist das Prestige von Tesla der Nutzen für Viele, das haben viele nicht richtig verstanden.

      • Peter

        O hier spricht ein Experte

    • gerd

      Die traditionellen sind gerade bei der Vorspeise….

  2. Daniel

    Echt, glaubt die Geschichte wirklich jemand, Ressourcenmangel? Man, Tesla sitzt in den USA. Die haben genug Chips. Ist das noch niemandem aufgefallen?
    Volvo kann ebenfalls Fahrzeuge liefern. Warum? –> siehe Mutterkonzern.

    Tesla war noch nie in der Lage Termine zu halten und das erschüttert doch auch niemanden mehr.

    Grundlegend war die Entscheidung doch auch klar. Die Batterien sind einfach noch nicht so weit, dass die vorgestellten Traumwerte erreichbar sind. Und dann schiebt man das halt alles ein wenig. Corona ist doch aktuell der Dauerbrenner bei der Findung von Ausreden.
    Das ist auch ok, Tesla kann sich sowas glücklicherweise erlauben. Bei anderen Großkonzernen wären die Verantwortlichen bereits raus aus der Verantwortung ;o)

    Wir bleiben gespannt.

    • Philipp

      Völliger Unsinn. In den USA sind GM und Ford genauso von den Engpässen betroffen und haben große Produktionsfälle.
      Klar ist, dass so ein Nischenprodukt den Aufwand nicht wert ist und andere Themen (Cybertruck und Model Y hochlauf und vermutlich sogar der Semi) einfach wichtiger sind.

    • alupo

      Du scheinst echt nicht auf dem laufenden zu sein.

      Wie sieht die Liefersituation bei der Sony Playstation aus?

      Welcher Chip ist im MS Bordcomputer eingebaut?

      Wenn Du diese beiden Fragen korrekt beantworten kannst hast Du die richtige Antwort auf das Problem von Tesla und musst nicht seltsame Behauptungen aufstellen.

  3. ManfredO

    Eigentlich erstaunlich, die Kiste basiert doch auf dem Model S mit der aktuellsten technologie und sollte unbedingt auch als Cabrio kommen!!! Gerne auch auf verkürztem Chassic als Roadster mit etzwas weniger BAtteriekapazität dann unten drin!

    • alupo

      Der Roadster bassiert doch nicht auf dem MS.
      Alleine schon weil er kürzer ist und 1000 km Reichweite bekommen soll geht das geometrisch nicht.

  4. Matthias

    Panasonic will 4680er Zellen erst 2022 in den PROTOTYPEN-Statuts bringen.
    Tesla ist da nicht weiter. Elon hat einfach den Mund wieder mal viel zu voll genommen.

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