15.11.2021 - 12:08

Land Berlin tauscht Diesel- gegen Elektro-Dienstschiff

Das Land Berlin will sein 60 Jahre altes Diesel-Dienstschiff „Glienicke“ durch ein ausschließlich mit Solarstrom betriebenes Schiff ersetzen. Einsatzbereich des neuen Exemplars ist weiterhin die ökologische Gewässerüberwachung samt Probeentnahmen.

Gebaut wird das Elektro-Schiff auf der Schiffswerft Bolle in Elbe-Parey in Sachsen-Anhalt. Dort erfolgte dieser Tage die sogenannte Kiellegung, sprich der offizielle Baubeginn. Durch den Betrieb des neuen Schiffs und die Ausmusterung der dieselbetriebenen „Glienicke“ will das Land Berlin nach eigenen Angaben Emissionen in Höhe von rund 11,3 Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr vermeiden. Der Zeitpunkt des Stapellaufs und der Überführung nach Berlin steht aktuell noch nicht fest.

Spruchreif ist dagegen bereits, dass das neue Schiff durch „den Einsatz modernster Akku-Technik“ bis zu acht Stunden betrieben werden kann. Details zur Batterie sucht man in der Mitteilung des Landes allerdings vergeblich. Dort heißt es lediglich, dass der Strom mit einer Photovoltaikanlage auf dem Schiffsdach sowie einer weiteren auf dem Dach des Bootshauses am Dienstsitz Baumschulenweg am Plänterwald an der Spree generiert werde. Und: „Ein Großteil der produzierten Energie wird direkt fürs Aufladen der Batterien genutzt. Überschüsse werden ins Netz eingespeist, bei Bedarf wird Ökostrom zum Nachladen aus dem Netz bezogen.“

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Für die Herstellung des Elektro-Schiffs suchte das Land per europaweiter Ausschreibung nach einem Unternehmen. Den Zuschlag erhielt die oben erwähnte Werft Bolle. Neben dem reinelektrischen Antrieb wird das neue Dienstschiff auch neueste Mess- und Probenentnahme-Technik, eine digitale Navigation sowie Equipment zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Laborkräfte erhalten. Durch den Einsatz eines innovativen Ringpropellers werde der Betrieb zudem geräuschlos und extrem vibrationsarm ausfallen, teilt das Land mit.

Zur Finanzierung der geschätzten Kosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro tragen Fördermittel des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) und EU-Mittel aus dem “Operationellen Programm des EFRE Berlin 2014-2020” bei. „Dieses Projekt hat Modellcharakter auch für andere Behörden und Unternehmen, die Wasserfahrzeuge betreiben“, betont Regine Günther, Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. „Wir zeigen so, dass emissionsfreie Schifffahrt funktioniert und gehen als Land mit gutem Beispiel voran.“
berlin.de

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15.11.2021 12:31