07.12.2021 - 13:47

Heidelberger Druck übernimmt AC-Ladesäulentechnologie von EnBW

Die auch als Wallbox-Hersteller aktive Heidelberger Druckmaschinen AG hat die AC-Ladesäulentechnologie von EnBW übernommen. Neben den bekannten Lösungen für den Heimbereich will Heidelberger Druck so sein Lade-Angebot auch auf den halböffentlichen und öffentlichen Bereich ausweiten.

Wie die Heidelberger Druckmaschinen AG mitteilt, habe man einen entsprechenden Kaufvertrag mit der EnBW unterzeichnet. Finanzielle Modalitäten und weitere Details zu der Vereinbarung gehen aus der Mitteilung nicht hervor. Nur so viel: Mitte 2022 soll der Verkaufsstart für die öffentliche AC-Ladesäule von Heidelberg erfolgen.

Die EnBW hatte die AC-Ladesäulen intern entwickelt und im August 2019 für zwei Modelle (LS 3.2-ER und LS 4.0) das Eichrechts-Zertifikat erhalten. Die 22-kW-Modelle sind barrierefrei – sofern passend aufgestellt – und verfügen jeweils über zwei AC-Ladeports. Da Heidelberg in der Mitteilung angibt, dass die Säule für den Endverbraucher „ein 10-Zoll-Klartextdisplay“ und eine „bequeme und einfache Menüführung für den Ladevorgang“ biete, geht es hier offenbar vor allem um die LS 4.0.

Im Januar 2021 hatte EnBW-Vertriebschef Timo Sillober bei seinem Auftritt bei der Online-Konferenz „electrive.net LIVE“ erklärt, dass sich der Energieversorger „nach ausführlichen Analysen“ auf das Hochleistungsladen konzentrieren und keine neuen öffentlichen AC-Ladepunkte errichten werde. Somit war eine Trennung – oder Schließung – von dem AC-Ladesäulengeschäft nur eine Frage der Zeit.

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In Heidelberg hat der Karlsruher Energieversorger einen Käufer gefunden. „Wir bauen unser Portfolio im boomenden Markt für Elektromobilität Schritt für Schritt aus“, sagt Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. „Mit dem Angebot an intelligenten Ladesäulen erschließen wir uns ein neues Marktsegment für unser Zukunftsfeld. Damit werden wir Umsatz und Profitabilität in diesem Bereich weiter steigern können.“

Heidelberg hatte kürzlich eine strategische Zusammenarbeit mit SAP zu deren eMobility-Cloud geschlossen. Mittels der SAP-Software sollen Ladestationen betrieben, überwacht und die Ladevorgänge abgerechnet werden können. Mit dem bisherigen Heidelberg-Portfolio (bis zu 16 Wallboxen im Lastmanagement) wäre gerade die Abrechnung nur in wenigen Fällen nötig gewesen. Mit dem Einstieg in das halböffentliche und öffentliche Laden hat sich der Bedarf nach einer ganzheitlichen Software-Lösung natürlich geändert.
heidelberg.com

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07.12.2021 13:37