Niederlande planen Park-Priviliegen für E-Autos

Bild: Daniel Bönnighausen

Niederländische Kommunen sollen ab dem kommenden Jahr die Möglichkeit erhalten, für reine Elektroautos und Wasserstoffautos die Parkgebühren zu senken. Das Kabinett plant, hierfür das Gemeindegesetz zu ändern.

Das gab Infrastruktur-Staatssekretärin Vivianne Heijnen in einem Brief an das Parlament an. „Die Kommunen erhalten damit ein zusätzliches Instrument, um in ihrer Stadt oder Gemeinde an sauberer Luft und weniger Verkehrslärm zu arbeiten. Ich denke, das ist wichtig“, heißt es in dem Schreiben von Heijnen.

Es soll aber keine Vorgabe werden, sondern den Kommunen die Möglichkeit dazu geben. Um die Parksituation den den Städten und Vierteln zu steuern, können die Kommunen in den Niederlanden die Preise selbst festlegen. Nun soll die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen werden, dass die Kommunen emissionsfreien Autos einen Rabatt gewähren können. „Abhängig von der Situation in ihrer Gemeinde können sie selbst entscheiden, ob sie dies nutzen möchten“, so Heijnen.

Derzeit sind in den Niederlanden knapp 300.000 BEV und FCEV zugelassen. Hybridmodelle oder besonders sparsame Verbrenner sollen nicht berücksichtigt werden. Die Niederlande planen, bis 2030 zwei Millionen emissionsfreie Fahrzeuge auf den Straßen zu haben, 2050 soll der Verkehr komplett emissionsfrei sein.

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Kaufprämie für neue E-Autos in den Niederlanden für 2022 bereits ausgeschöpft ist – neue Anträge sind erst 2023 wieder möglich. Für gebrauchte E-Autos ist die Förderung in diesem Jahr aber noch verfügbar.
nltimes.nl, dutchnews.nl

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