Nio steigt bei Lithium-Förderer Greenwing Resources ein

Der chinesische Elektroauto-Hersteller Nio hat sich am australischen Lithium-Unternehmen Greenwing Resources beteiligt. Nio wird über seine Tochtergesellschaft Blue Northstar 12 Millionen Australische Dollar an Greenwing zahlen und dafür rund zwölf Prozent der Anteile des Unternehmens halten.

12 Millionen AUD entsprechen nach aktuellem Wechselkurs etwa acht Millionen Euro. Wie die „CN EV Post“ berichtet, ließ die Vereinbarung den Aktienkurs von Greenwing um in der Spitze mehr als 60 Prozent steigen. Nio darf zudem ein Mitglied in den Verwaltungsrat von Greenwing entsenden, solange es mehr als zehn Prozent der Anteile hält.

Wie Greenfield weiter mitteilt, soll eine außerordentliche Hauptversammlung am 30. November 2022 über die Transaktion entscheiden. Nickt das Gremium das Investment ab, soll die Transaktion bis zum 21. Dezember 2022 vollzogen werden.

Darüber hinaus verfügt Nio über eine Kaufoption zum Erwerb von 20 bis 40 Prozent des ausgegebenen Kapitals des Unternehmens Andes Litio, das die Rechte am Lithiumprojekt San Jorge in Argentinien besitzt. Nach Ausübung der Kaufoption würde Nio laut Greenwing über direkte Produktionsrechte an dem Lithiumprojekt verfügen.

Nio kann die Kaufoption innerhalb von 365 Tagen nach der Veröffentlichung des JORC-Berichts zu San Jorge ziehen. Diesen will Greenwing laut der Mitteilung bis spätestens zum 31. Dezember 2023 vorlegen. Das „Joint Ore Reserves Committee“ (JORC) wurde 1971 gegründet und wird von der australischen Bergbauindustrie und ihren Berufsverbänden finanziert.

Das Projekt in San Jorge gehört allerdings nicht Greenwing alleine. Das Projekt besteht aus 15 erteilten Explorationslizenzen im San Francisco Salar. Auch andere Lithium-Förderer wie Snow Lake Lithium, NeoLithium oder LithiumAmericas halten dort Lizenzen. Potenzielle Fördermengen werden in der Mitteilung zu dem Nio-Deal nicht genannt.
greenwingresources.com (PDF)

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