GM startet Produktion von Elektroautos in Brasilien

Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) hat in dem gemeinsam mit der Comexport-Gruppe betriebenen Automobilwerk im brasilianischen Bundesstaat Ceará mit der Produktion von Elektroautos begonnen. Ab sofort läuft der neue Elektro-SUV Chevrolet Spark EUV vom Band, 2026 soll der Chevrolet Captiva EV folgen.

Produktions beginn chevrolet spark euv in brasilien mit praesident luiz inacio lula da silva
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva beim Produktionsstart
Bild: GM

Anfang des Jahres hatte GM eine Investition von 7 Milliarden Reais (aktuell rund 1,1 Milliarden Euro) in sein Brasilien-Geschäft bekanntgegeben, wovon ein Teil in die Elektrifizierung der ehemaligen Fabrik des brasilianischen Geländewagenherstellers Troller geflossen ist. General Motors nutzt die bestehende Anlage im Rahmen einer Kooperation mit der Ceará Automotive Plant (PACE), die Teil der Comexport-Gruppe ist, und hat das Werk entsprechend für die E-Auto-Produktion umgerüstet. 

Nun hat GM die Elektroautoproduktion im PACE-Werk im Beisein des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva eingeweiht. Zum Auftakt wird dort der dieses Jahr eingeführte Chevrolet Spark EUV gebaut, der nichts gemeinsam hat mit dem 2017 eingestellten E-Kleinwagen Spark EV, einer Weiterentwicklung des Daewoo Matiz.

Beim neuen Spark EUV handelt es sich vielmehr um ein dieses Jahr vorgestelltes Elektro-SUV, das das chinesische Joint Venture SAIC-GM-Wuling entwickelt hat. Er basiert auf dem Baojun Yep Plus, einem Elektroauto, das an einen kleinen Jeep erinnert.

Zudem will GM in dem brasilianischen Werk ab dem kommenden Jahr auch den neuen Chevrolet Captiva EV bauen, der wiederum baugleich zum Wuling Starlight S ist und entsprechend ebenfalls chinesische Wurzeln hat. Der mittelgroße SUV bietet laut GM einen großzügigen Innenraum für bis zu fünf Personen und hat eine Reichweite von 304 km im Metro-Zyklus. Das Modell soll in Südamerika, Mexiko und dem Nahen Osten verkauft werden.

Santiago Chamorro, Präsident von GM Südamerika, sagt zum Produktionsbeginn: „Die Produktion des Spark EUV und des Captiva EV nach Brasilien zu holen, ist ein Schritt, der mit allem übereinstimmt, wofür wir uns für die nationale Industrie einsetzen: Wettbewerbsfähigkeit, Technologie und Weitsicht. Das Land verfügt über die Kapazitäten, die Größe und das Talent, um die Elektrifizierung voranzutreiben, vorausgesetzt, die Maßnahmen sind verantwortungsbewusst und auf die Marktentwicklung abgestimmt.“

gmauthority.com, gm.com.br (Portugiesisch), gm.com.br (Captiva EV – Portugiesisch)

1 Kommentar

zu „GM startet Produktion von Elektroautos in Brasilien“
Dieter Bruppach
09.12.2025 um 10:39
Troller war ein kleiner Nischenhersteller von Geländewagen. Das "Werk" ist nicht mehr als eine grosse Lagerhalle. Hoffentlich wurde dort nur ein Bruchteil der 1,1 Mia. Euro Investitionen eingesetzt. Das hfür die Eröffnung sogar der brasilianische Präsident antanzt???

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