13.700 Kilometer durch Afrika mit dem Elektrobus

Kiira Motors hat seine im November gestartete Tour mit einem E-Reisebus über 13.000 Kilometer durch sechs afrikanische Länder erfolgreich abgeschlossen. In 39 Tagen ging es von Uganda aus bis nach Kapstadt – und wieder zurück.

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Bild: Kiira Motors

Zum Einsatz kam dabei wie zum Start der „Made in Uganda Grand Trans-Africa Electric Expedition“ berichtet ein in Afrika entwickelter Elektro-Bus, konkret das Modell Kayoola Electric Coach 13M des Herstellers Kiira Motors. Bei der Technologie setzt das Unternehmen aus Uganda aber stark auf Komponenten aus China. Es handelt sich dabei um einen vollelektrischen Überlandbus, der „den Bedarf an neuartigen und innovativen Transportmitteln decken soll“.

In der Praxis sind also eher Einsätze von weniger als 500 Kilometern wahrscheinlich, auch wenn – mit etwas Vorbereitung und Hilfe – wie demonstriert deutlich längere Touren möglich wären. Für die 13.000-Kilometer-Fahrt wurden aber teilweise mangels vorhandener Infrastruktur mobile Ladestationen genutzt, um den Elektrobus wieder aufzuladen. Mit der PR-Tour wollte der Hersteller aber beweisen, dass Elektromobilität in Afrika auch grenzübergreifend funktionieren kann. Angeblich konnte Kiira Motors bei der Tour mehr als 400 Interessensbekundungen und Vorbestellungen von Städten, Institutionen und Verkehrsbetrieben sammeln.

Bei der Tour, mit der vor allem die Reichweite des neuen Modells beworben werden sollte, hat das Fahrzeug im Schnitt 0,79 kWh/km verbraucht und im Schnitt 390 Kilometer pro Tag zurückgelegt – als Etappenstrecke, nicht als maximale Real-Reichweite. Dabei gab es auf 13.000 Kilometern angeblich nur einen Sicherheitsvorfall, was die Zuverlässigkeit der Systeme zeigen soll. „Wenn man über 13.000 Kilometer durch Grenzen, Klimazonen und Gelände reist und mit nur einem einzigen Zwischenfall zurückkehrt, dann weiß man, dass etwas außergewöhnlich gut funktioniert hat“, sagt Elias Bwambale, Leiter der Rechtsabteilung der Kiira Motors Corporation und Projektleiter der Expedition.

„Diese Reise bestätigt, dass afrikanische Lösungen direkt vor Ort entwickelt, gebaut und eingesetzt werden können“, sagte der ugandische Minister für Bauwesen und Verkehr, Edward Katumba Wamala, bei der Ankunft des Expeditions-Teams. „Elektromobilität ist keine Zukunftsvision mehr. Sie ist eine Chance der Gegenwart, und Uganda hat eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung von Visionen in die Praxis übernommen.“

nilepost.co.ug, linkedin.com

6 Kommentare

zu „13.700 Kilometer durch Afrika mit dem Elektrobus“
Sylvia Gutsche
06.01.2026 um 07:23
Good morning, oh yes, yes, yes! Congrats from GER! I wondered how you managed mobile loading. The rest? No worries, no daubts. What a great sign. All best wishes 4your future!
plugaroundworld
06.01.2026 um 08:44
Im Schwerpunkt war es ein Härtetest des Bus und weniger der Infrastruktur. Ich kann die Route jetzt z. B. nicht mit einem BEV nachfahren, da temporäre Ladestationen wieder verschwunden sind.Schade#plugaroundworld
P. Hackl
06.01.2026 um 16:56
Deinen BEV kannst du ohne Probleme an jeder Steckdose laden. Und das war ja auch nicht das Ziel, dieser Busreise, die Infrastruktur zu testen. Sondern Bewusstsein in Afrika zu verstärken, elektrisch fahren funktioniert auch bei uns mit eigen hergestellten Fahrzeugen und erspart uns für teure Dollars Öl zu kaufen. Abgesehen davon, dass auch die in Städten wohnenden Afrikaner weniger Gestank und Lärm schätzen werden.
Nihat Durna
06.01.2026 um 09:16
Hut ab , vor dieser tollen Leistung.Es wird Zeit, dass Afrika sich seiner wirtschaftlichen stärke besinnt und mit großen Schritten in die Unabhängigkeit von den ausbeutenden Staaten und sein Schicksal in die eigene Hand nimmt.
Walter Gutmann
06.01.2026 um 10:37
Afrika wird uns noch im Bereich E Mobilität überholen !
ioniqKnechter
06.01.2026 um 23:07
Ja genau Walter, so ist es. Mit Hilfe der Chinesen. Denn Deutschland verschläft auch diese Entwicklung.

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