13.700 Kilometer durch Afrika mit dem Elektrobus
Zum Einsatz kam dabei wie zum Start der „Made in Uganda Grand Trans-Africa Electric Expedition“ berichtet ein in Afrika entwickelter Elektro-Bus, konkret das Modell Kayoola Electric Coach 13M des Herstellers Kiira Motors. Bei der Technologie setzt das Unternehmen aus Uganda aber stark auf Komponenten aus China. Es handelt sich dabei um einen vollelektrischen Überlandbus, der „den Bedarf an neuartigen und innovativen Transportmitteln decken soll“.
In der Praxis sind also eher Einsätze von weniger als 500 Kilometern wahrscheinlich, auch wenn – mit etwas Vorbereitung und Hilfe – wie demonstriert deutlich längere Touren möglich wären. Für die 13.000-Kilometer-Fahrt wurden aber teilweise mangels vorhandener Infrastruktur mobile Ladestationen genutzt, um den Elektrobus wieder aufzuladen. Mit der PR-Tour wollte der Hersteller aber beweisen, dass Elektromobilität in Afrika auch grenzübergreifend funktionieren kann. Angeblich konnte Kiira Motors bei der Tour mehr als 400 Interessensbekundungen und Vorbestellungen von Städten, Institutionen und Verkehrsbetrieben sammeln.
Bei der Tour, mit der vor allem die Reichweite des neuen Modells beworben werden sollte, hat das Fahrzeug im Schnitt 0,79 kWh/km verbraucht und im Schnitt 390 Kilometer pro Tag zurückgelegt – als Etappenstrecke, nicht als maximale Real-Reichweite. Dabei gab es auf 13.000 Kilometern angeblich nur einen Sicherheitsvorfall, was die Zuverlässigkeit der Systeme zeigen soll. „Wenn man über 13.000 Kilometer durch Grenzen, Klimazonen und Gelände reist und mit nur einem einzigen Zwischenfall zurückkehrt, dann weiß man, dass etwas außergewöhnlich gut funktioniert hat“, sagt Elias Bwambale, Leiter der Rechtsabteilung der Kiira Motors Corporation und Projektleiter der Expedition.
„Diese Reise bestätigt, dass afrikanische Lösungen direkt vor Ort entwickelt, gebaut und eingesetzt werden können“, sagte der ugandische Minister für Bauwesen und Verkehr, Edward Katumba Wamala, bei der Ankunft des Expeditions-Teams. „Elektromobilität ist keine Zukunftsvision mehr. Sie ist eine Chance der Gegenwart, und Uganda hat eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung von Visionen in die Praxis übernommen.“





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