Kia bringt gleich drei neue GT-Modelle

Kia hat auf der Automesse in Brüssel nicht nur die Weltpremiere des EV2 gefeiert, sondern auch die sportlichen GT-Varianten des EV3, EV4 und EV5 präsentiert. Die sportlichen 400-Volt-Stromer erhalten einen Allradantrieb, müssen aber mit weniger Leistung als die GT-Varianten der 800-Volt-Modelle auskommen.

Kia ev3 gt
Bild: Kia

Bisher haben die Südkoreaner den EV6 GT und EV9 GT im Angebot, die beide auf der 800-Volt-Variante der reinen Elektop-Plattform E-GMP basieren und mit ihren Allradantrieben auf Leistungen von 478 kW (EV6 GT) bzw. 374 kW (EV9 GT) kommen. Dabei handelt es sich um hecklastige Allradantriebe, da die 800-Volt-Version der E-GMP den Hauptantrieb an der Hinterachse hat.

Bei der 400-Volt-Variante der Plattform für die kleineren und günstigeren Kompakt-Modelle ist nicht nur die Spannungslage der Antriebsbatterie anders, sondern der Haupt-Antrieb sitzt bei den bisher verfügbaren Varianten des EV3, EV4 und EV5 an der Vorderachse. Für die neben dem kleineren EV2 in Brüssel vorgestellten GT-Modelle wird diese Antriebseinheit um einen weiteren, etwas schwächeren Elektromotor an der Hinterachse ergänzt.

Im EV3 GT, EV4 GT und dessen Schwestermodell EV4 Fastback GT kommt ein 215 kW starker Allradantrieb zum Einsatz. Für die Vorderachse gibt Kia die Leistung mit 145 kW an (reine Fronttriebler bis zu 150 kW), ergänzt durch eine 70 kW starke Antriebseinheit an der Hinterachse. Die GT-Versionen werden dabei nur mit dem 81,4 kWh großen „Long Range“-Akku angeboten, während bei den Fronttrieblern auch ein 58,3-kWh-Akku verfügbar ist. Die GT-Modelle verfügen zudem über „eine elektronische Dämpferkontrolle (ECS) mit GT-spezifischer Abstimmung, eine optimierte Kurvenstabilität und 20-Zoll-Leichtmetallräder mit leistungsorientierten Reifen“, so Kia.

Beim etwas größeren EV5 GT liegt die Systemleistung mit 225 kW etwas höher als bei den kleineren Modellen. Auch hier gibt es einige GT-spezifische Design-Änderungen außen und innen sowie ein speziell abgestimmtes Fahrwerk. Im EV5 GT verfügt die elektronische Dämpferkontrolle außerdem noch über ein „Road Preview System“, das laut Kia zum Beispiel Schlaglöcher erkennen können und für eine entsprechende Dämpfungsanpassung sorgen soll.

Alle GT-Modelle eint ein spezieller GT-Fahrmodus, der die Kraftübertragung, die Lenkungsrückmeldung, die Federung und die Cockpit-Displays anpasst und so ein „besonders fokussiertes und eindrucksvolles Fahrerlebnis“ bieten soll. Von den „großen“ 800-Volt-GT-Modellen abgeleitet ist auch das das virtuelle Schaltgetriebe (Virtual Gear Shift, VGS) und das künstlich erzeugte Motorgeräusch (Active Sound Design, ASD), die bei den neuen GT-Modellen Standard sind. „Während VGS die Gangwechsel eines Automatikgetriebes haptisch und optisch eindrucksvoll simuliert, reagiert ASD dynamisch auf Geschwindigkeits- und Lastwechsel und erzeugt dadurch eine lebendige digitale Klangkulisse“, erklärt Kia. „Zusammen sorgen diese Innovationen für ein zukunftsweisendes, emotionsgeladenes Fahrerlebnis.“ Die Systeme können auf Wunsch aber auch abgeschaltet werden.

Die Produktion der drei GT-Modelle soll im zweiten Quartal 2026 starten. Die Markteinführungstermine werden laut Kia zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Daher gibt es auch noch keine Preise, die Top-Modelle werden aber die teuersten Varianten der Baureihen sein. Der teuerste EV3 GT-Line mit dem 81,4 kWh großen Akku und Frontantrieb steht derzeit ab 48.690 Euro in der Liste, der EV4 mit dieser Antriebs-Konfiguration ist in Deutschland ab 49.440 Euro verfügbar. Der EV5 GT-Line liegt mit 51.990 Euro schon jetzt über der 50.000-Euro-Marke.

kia.com

1 Kommentar

zu „Kia bringt gleich drei neue GT-Modelle“
Volker Jaschke
12.01.2026 um 10:43
Erstaunlich dass es dafür soviel Kundschaft gibt. Zumeist ist die Performance der E-Autos eh schon übermotorisiert und eigentlich einer guten Rekuperationsleistung für Effizienz geschuldet. Mal schauen wie die Versicherungsbeiträge für diese Boliden ausfallen...

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