Kaufoption entfällt: Tesla will FSD nur noch im Abo anbieten

Tesla-CEO Elon Musk kündigt an, dass das „Full Self Driving“-Assistenzsystem (FSD) des E-Autobauers ab dem 14. Februar nur noch im Monatsabo erhältlich sein wird. Aktuell können US-Kunden das System entweder für eine einmalige Zahlung von 8.000 US-Dollar oder im Monatsabo für 99 US-Dollar erwerben.

Tesla fsd supervised
Bild: Tesla

Das System mit dem offiziellen Namen „Full Self-Driving (Supervised)“ assistiert in Tesla-Autos etwa beim Beschleunigen, Bremsen und Einhalten der Spur auf Autobahnen. Es kann u.a. Spurwechsel vollziehen und Verkehrszeichen auf Stadtstraßen erkennen und beachten. Entgegen dem Namen („Full Self-Driving“) muss der Fahrer aber permanent aufmerksam sein und bei Bedarf eingreifen können. Erhältlich ist die Lösung bisher außer in den USA in Australien, Kanada, China, Mexiko und Neuseeland.

Warum Tesla bei dem System nun auf ein reines Abo-Modell umsteigt, wird nicht näher ausgeführt. Elon Musk fasst sich auf seiner Social-Media-Plattform X gewohnt kurz: „Tesla will stop selling FSD after Feb 14. FSD will only be available as a monthly subscription thereafter.“ Auf Deutsch: „Tesla wird den Verkauf von FSD nach dem 14. Februar einstellen. FSD wird danach nur noch als monatliches Abonnement erhältlich sein.”

Unterdessen strebt Tesla weiterhin eine Genehmigung des FSD-Assistenzsystems für Europa an. Ende November gab Tesla bekannt, 2026 so weit sein zu wollen. Einen ersten Eindruck von der Lösung können sich Interessierte aber bereits verschaffen – bei Demo-Fahrten: In Deutschland bietet Tesla die Probefahrten durch den realen Verkehr von eigenen Stores aus an, konkret in München, Köln, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gießen, Hannover, Berlin und Stuttgart – aber nur als Beifahrer, am Steuer sitzt Personal von Tesla.

Ebenfalls im November gab es auch neue Informationen zum Zulassungsprozess an sich. Auf X kündigte Tesla a, dass die niederländische Behörde RDW zugesagt habe, im Februar 2026 eine Zulassung von FSD-Funktionen für das eigene Land zu erteilen. In einer Reaktion bestätigte die Behörde zwar, dass man sich mit Tesla auf den Zeitplan bis Februar 2026 geeinigt habe. Bis dahin solle Tesla nachweisen, „dass FSD Supervised die Anforderungen erfüllt“. Ist das nicht der Fall, gibt es aber auch keine Genehmigung.

Das Verfahren in Kurzform: Will ein Unternehmen eine neue Technologie in Europa einführen, für die es derzeit keine Gesetzgebung gibt, kann er eine Ausnahme von der Marktzulassung beantragen. Dazu muss ein EU-Mitgliedsstaat im Namen des Herstellers einen Antrag bei der EU-Kommission stellen. Über den Antrag entscheidet dann ein EU-Ausschuss. Gibt es eine Mehrheit, erhält der Hersteller die Ausnahme für alle Mitgliedsstaaten – gibt es keine Mehrheit bleibt die Ausnahme nur im antragsstellenden Mitgliedsstaat gültig. Aber: Vor dem Antrag muss der Hersteller nachweisen, dass das System den Vorschriften entspricht. Selbst wenn Tesla also den Nachweis erbringen kann, bedeutet das noch nicht automatisch eine Genehmigung des FSD-Supervised-Systems.

Tesla bekräftigt dabei stets seinen Vision-Only-Ansatz ohne „teure Sensoren oder HD-Karten“. „Ähnlich wie Menschen zum Fahren ihre Augen und ihr Gehirn nutzen, basiert Teslas Full Self-Driving (Supervised) ausschließlich auf rein visueller Wahrnehmung in Verbindung mit leistungsstarker Verarbeitung, was die Erschwinglichkeit für Kunden erhöht und die zukünftige Entwicklung unterstützt. Ein wichtiger Unterschied besteht allerdings: Menschen können sich ablenken lassen. Bei Kameras und neuronalen Netzen ist dies nicht der Fall. Full Self-Driving (Supervised) wird anhand von den realen Videodaten aus Milliarden von Kilometern der weltweiten Tesla-Flotte, die über 6 Millionen Fahrzeugen umfasst, geschult“, so das Unternehmen in einem früheren Statement.

reuters.com, x.com

Schlagwörter

0 Kommentare

zu „Kaufoption entfällt: Tesla will FSD nur noch im Abo anbieten“

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert