Qwello gewinnt Lade-Ausschreibungen in Kopenhagen
Die Aufträge gewähren Qwello das Recht, bis zu 140 öffentliche AC-Ladestationen in mehreren Stadtteilen der dänischen Hauptstadt zu errichten und zu betreiben. Ein Vertrag umfasst Stefansgade, Nørrebroparken, Lundtoftegade und Vesterbro Vest, während der zweite Bispebjerg, Gl. Sydhavn, Rosenvænget und Svanemøllen Syd und Øst. „Die Aufträge stellen einen wichtigen Meilenstein in der nordeuropäischen Expansion von Qwello dar und stärken seine Rolle als vertrauenswürdiger Partner für Städte, die nachhaltige Mobilität vorantreiben“, teilt der dänische Ableger des deutschen Unternehmens mit.
In Kopenhagen kommt aber nicht die aus einigen deutschen Städten bekannte Qwello-Ladesäule mit integriertem Ladekabel zum Einsatz, sondern das Modell CP22 „der nächsten Generation“, wie das Unternehmen ankündigt. „Die speziell für dicht besiedelte städtische Gebiete entwickelte CP22 ermöglicht das gleichzeitige Laden von zwei Fahrzeugen bei minimalem Platzbedarf und fügt sich nahtlos in das öffentliche Straßenbild ein“, heißt es dazu. Tatsächlich die die auf dem Pressefoto in schwarz gehaltene Säule sehr schlicht im Design und deutlich niedriger. In die angeschrägte Oberseite ist ein sieben Zoll großer Bildschirm integriert, die zwei Typ-2-Anschlüsse mit Status-LED befinden sich an den Seiten darunter. Die Grundfläche ist nur 40 auf 30 Zentimeter groß, womit die CP22 auch in dicht besiedelten Gebieten wenig eigenen Raum einnimmt.
Die Ladesäulen in Kopenhagen sollen vor allem in Wohngebieten und gemischt genutzten Vierteln entstehen, womit Qwello nach eigenen Angaben „einem der größten Hindernisse für die Verbreitung von Elektrofahrzeugen“ begegnen will, dem „Mangel an bequemen Lademöglichkeiten für Fahrer ohne privaten Parkplatz“. Während andere Betreiber hier zunehmend auf innerstädtisches Schnellladen (zum Beispiel auf den Parkplätzen von Supermarkt-Filialen) setzen, will Qwello viele wohnortnahe AC-Lader aufbauen.
„Der Markteintritt in Dänemark und die Auswahl durch die Stadt Kopenhagen sind ein wichtiger Meilenstein für Qwello. Kopenhagen setzt einige der höchsten Standards in Europa für nachhaltige urbane Mobilität, und dieses Projekt unterstreicht unsere Fähigkeit, diese Erwartungen zu erfüllen – vom Betrieb mit 100 Prozent Ökostrom über den Einsatz emissionsarmer Geräte und Servicefahrzeuge bis hin zur schnellen und zuverlässigen Bereitstellung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum“, sagt Nils Gaedt, Geschäftsführer Qwello Dänemark. „Wir sind stolz darauf, die Stadt mit einer für den alltäglichen urbanen Gebrauch konzipierten Ladeinfrastruktur zu unterstützen und unser langfristiges Engagement in der nordischen Region zu stärken.“
Qwello betreibt nach eigenen Angaben über 16.000 Ladepunkte im Rahmen öffentlicher Konzessionen mit Kommunen und durch Investitionen von Privatpersonen – ohne Förderung. Das Unternehmen bietet Städten eine schlüsselfertige Ladelösung, indem es alle Elemente der Ladeinfrastruktur bereitstellt. Bisher ist Qwello in Städten wie Frankfurt, Hamburg, Berlin, Stockholm, London, Paris und Madrid aktiv.





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