Schneider bringt neues DC-Ladesystem mit bis zu 720 kW heraus
Bei dem StarCharge Fast 720 handelt es sich um eine Split-Unit-Lösung mit zentralem Schaltschrank und kompakten Lade-Satelliten. An einen Ladeschrank können bis zu sechs Satelliten mit jeweils zwei CCS-Ladepunkten angeschlossen werden, womit sich die Gesamtzahl von maximal zwölf Ladepunkten ergibt.
Wenn sich in der Maximal-Konfiguration 720 kW auf zwölf gleichzeitig ladende Fahrzeuge verteilen, entspricht das 60 kW je Ladepunkt. Benötigt ein Kunde eine höhere Mindest-Ladeleistung, können natürlich zum Beispiel auch zwei Schaltschränke für zwölf Ladepunkte genutzt werden – womit dann 120 kW zur Verfügung stehen würden. Oder eben mehr, wenn nicht alle Ladepunkte gleichzeitig belegt sind. Das System kann Spannungen von 150 bis 1.000 Volt abdecken und ist auf 380 Ampere Ladestrom ausgelegt, was kurzzeitig aber auf bis zu 600 Ampere geboostet werden kann.
Schneider Electric will mit der neuen Ladelösung verschiedene Szenarien zum Laden von E-Autos, E-Lkw und E-Bussen abdecken können. Beim mehrstündigen Laden im Depot über Nacht können je nach Fahrzeugmodell und Einsatz auch 60 kW konstante Ladeleistung ausreichen, um die Batterie eines Elektrobusses bis zum Dienstbeginn am Morgen vollständig zu laden. Die Franzosen heben bei dem StarCharge Fast 720 etwa den Wrikungsgrad von 97 Prozent, sein dynamisches Lastmanagement und eben die Flexibilität des Ladesystems hervor.
„Die dezentrale Architektur der Lösung bietet unübertroffene Flexibilität. Betreiber können bis zu sechs Zapfsäulen in einem Umkreis von 80 Metern um den Schaltschrank positionieren, was skalierbare Konfigurationen für jeden Standort ermöglicht“, so Schneider Electric. „Dieses Design minimiert Netzanschlüsse, vereinfacht die Installation und reduziert Geräusche für eine bessere Benutzererfahrung.“


Zudem bietet das Unternehmen neben der Lieferung der Ladesysteme selbst auch einen Support über den gesamten Lebenszyklus, „von der Installation bis hin zu maßgeschneiderten Wartungsplänen, unterstützt durch einen 24/7-Support und Fernüberwachung über das EcoStruxure Energy Asset Portal von Schneider Electric“. So soll nicht nur eine maximale Betriebszeit erreicht werden, sondern auch die Kosteneffizienz für die Betreiber erhöht werden.
Von den jeweiligen Hardware-Komponenten gibt es unterschiedliche Varianten, um die Kundenbedarfe abdecken zu können. Den Schaltschrank gibt es etwa mit 30-kW-Leistungsmodulen, womit der Bereich von 360 bis 480 kW Systemleistung abgedeckt werden kann – je nach Anzahl der verbauten Module. Entscheidet sich der Kunde jedoch für die 40-kW-Leistungsmodule, sind zwischen 480 und 720 kW Ladeleistung je Schaltschrank möglich. Bei den Lade-Satelliten sind im Katalog drei verschiedene Varianten aufgeführt: Eine Version ohne integriertes Kabelmanagement, bei dem die langen CCS-Ladekabel auf dem Boden liegen und dann zwei Versionen mit Kabelmanagement, die sich in der Anzahl der Displays unterscheiden. Grundsätzlich bietet jede der schmalen, aber hohen Säulen eine Status-LED in dem oben montierten Ring und immer zwei CCS-Ladepunkte. Optionen mit nur einem CCS-Anschluss je Satellit oder gar MCS-Systeme werden in dem Katalog nicht erwähnt.
se.com (Mitteilung), schneider-electric.com (Ladestations-Katalog als PDF, StarCharge Fast 720 ab S. 71)





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