Plenitude und Pininfarina entwickeln neues Ladesäulen-Konzept
Erklärtes Ziel der Zusammenarbeit ist es, „zukünftige Ladezonen neu zu definieren, indem Funktionalität, Ästhetik, Benutzerfreundlichkeit, Transparenz und hochwertige Serviceleistungen für Elektromobilität miteinander verbunden werden“, wie der italienische Energiekonzern mitteilt. Die neuartigen Ladestationen sollen als „unverwechselbare und leicht erkennbare Räume konzipiert“ sein, die sich flexibel an unterschiedliche städtische und territoriale Kontexte anpassen lassen.
Während die Eni-Tochter Plenitude ihre Technologieexpertise in die Zusammenarbeit einbringen will, soll Pininfarina seine „Exzellenz in Architektur und Design“ einfließen lassen. Die Gestaltung der Ladesäulen wird also bei dem bekannten Designbüro liegen, „wobei besonderes Augenmerk auf Materialqualität, Ergonomie und harmonische Integration in die Umgebung gelegt wird“, so Eni. Das Projekt umfasst auch die Schaffung zusätzlicher Dienstleistungen, die das Ladeerlebnis für E-Fahrer verbessern sollen.
Aber: Nähere Informationen zu den geplanten Ladestationen gibt es nicht. Es werden sowohl die vorgesehenen Einsatzzwecke oder technische Basics wie die Ladeleistung verschwiegen – genau genommen wird nicht einmal spezifiziert, ob es sich um Schnelllader oder AC-Konzepte handeln soll. Auch ein Zeitraum, bis wann die Konzeption abgeschlossen sein oder gar erste Standorte nach dem neuartigen Konzept realisiert werden sollen, wird nicht umrissen. Im DC-Bereich setzt Plenitude bisher vor allem auf Hardware von Alpitronic. Denkbar, aber nicht bestätigt ist, dass die neuartigen Konzepte der beiden italienischen Partner auf bekannte Hardware-Module zurückgreifen – so wie etwa Audi für seine Audi Charging Hubs ebenfalls die Technologie von Alpitronic nutzt, ohne aber einfach die bekannten Hypercharger-Säulen des Südtiroler Herstellers zu installieren.
Immerhin: Im Rahmen der Partnerschaft wird Plenitude (bzw. die Tochtergesellschaft Plenitude On The Road) insgesamt vier Ladestationen am Hauptsitz von Pininfarina in Cambiano (Turin) installieren. Hier werden die Partner konkreter, denn es soll sich um zwei AC-Ladepunkte mit jeweils 22 kW und zwei Gleichstrom-Lader mit bis zu 50 kW Leistung handeln.
„Die Zusammenarbeit mit Pininfarina vereint zwei führende Unternehmen der italienischen Industrie, deren Expertise national wie international anerkannt ist“, sagt Paolo Martini, Leiter des Bereichs E‑Mobility Recharge Solutions bei Plenitude und CEO von Plenitude On The Road. „Wir befinden uns in einer Phase tiefgreifenden Wandels, die Technologie entwickelt sich rasant, und diese Vereinbarung wird dazu beitragen, die Art und Weise, wie wir Ladestationen erleben, neu zu gestalten, mit dem Ziel, E-Fahrern zunehmend personalisierte, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Services anzubieten.“
Paolo Dellachà, CEO von Pininfarina, ergänzt: „Diese Partnerschaft unterstreicht Pininfarinas Engagement für die Neugestaltung der Mobilität der Zukunft. Von unserem ersten Elektrofahrzeug in den 1970er-Jahren bis hin zu unseren jüngsten Innovationen in Design, Architektur und Nutzererfahrung setzen wir unsere multidisziplinäre Expertise ein, um Lösungen zu entwickeln, die das Leben der Menschen verbessern. Gemeinsam mit Plenitude wollen wir Ladebereiche in einladendere, einprägsamere und harmonisch in ihre Umgebung integrierte Orte verwandeln, denn wir sind überzeugt, dass Design ein echter Motor des Fortschritts und ein Beschleuniger des Wandels ist.“





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