Lightship erweitert US-Werk für Elektro-Wohnwagen

Der US-amerikanische E-Wohnwagen-Hersteller Lightship hat eine Erweiterung seines Produktionsstandorts in Colorado angekündigt, um die Produktionskapazität zu vervierfachen. Und auch bei der Ausstattung des Elektro-Wohnwagens gibt es eine entscheidende Änderung.

Lightship ae wohnwagen
Bild: Lightship

Das Unternehmen wird seine bestehende 32.000 Quadratfuß große Anlage (ca. 3.000 Quadratmeter) um etwa 44.000 Quadratfuß (ca. 4.100 Quadratmeter) erweitern. Die Bauarbeiten sind bereits im Gange, und der Betrieb in den erweiterten Räumlichkeiten soll noch in diesem Sommer aufgenommen werden – auf dann über 7.000 Quadratmetern Fläche. Durch die Erweiterung wird sich die bestehende Produktionskapazität bis Ende 2026 mehr als vervierfachen, wie das Unternehmen mitteilt. Zudem sollen neue Arbeitsplätze entstehen.

„Diese Expansion ist ein entscheidender Moment für Lightship“, sagt Toby Kraus, CEO und Mitbegründer von Lightship. „Während viele Unternehmen dieser Branche ihre Produktion und Lieferkette ins Ausland verlagern, verstärken wir unser Engagement für die amerikanische Fertigung, beschleunigen Innovationen und schaffen hochqualifizierte Arbeitsplätze in einer Region, die sich zu einem Zentrum für die Mobilität der nächsten Generation entwickelt.“

Die Fertigung des AE.1 läuft wie berichtet seit Sommer 2025. Die Grundidee des Elektro-Wohnwagens: Wenn der Trailer mit einem eigenen Elektroantrieb samt großer Batterie ausgestattet ist, sinkt der Anhänger-bedingte Mehrverbrauch des Zugfahrzeugs enorm. Und wenn es sich um ein elektrisches Zugfahrzeug handelt, hat aufgrund von Gewicht und Luftwiderstand des Wohnwagens bisher die Reichweite arg gelitten. Mit dem E-Antrieb im Wohnwagen will das von zwei ehemaligen Tesla-Mitarbeitern gegründete Unternehmen diese Einschränkungen minimieren.

Lightship hatte den AE.1 in verschiedenen Varianten im Angebot, die sich bei der Batteriegröße (44 bis 77 kWh) und der Leistung der verbauten Solaranlage (840 bis 1.800 Watt) und weiteren Ausstattungs-Details unterschieden haben. Parallel zur Erweiterung der Produktion führt Lightship nun eine optimierte Konfiguration für den AE.1 mit einem angepassten Einstiegspreis von 157.500 US-Dollar ein.

Statt bisher mehrerer Varianten konzentriert sich der neue Ansatz auf ein einziges konfigurierbares Modell. Die 77-kWh-Batterie, die bisher nur in der 184.000 US-Dollar teuren Top-Ausstattung „Atmos“ erhältlich war, gehört nun zur Serienausstattung aller AE.1-Fahrzeuge. Die 44 kWh große Batterie des bisherigen „Panos“-Modells (ab 151.000 Dollar) wird nicht mehr angeboten. Dafür ist das neue AE.1-Modell mit der 77-kWh-Batterie nur etwas teurer als die alte 44-kWh-Version.

Die Neuordnung des Modellangebots ist einfach erklärt: „Über 90 Prozent unserer Kunden haben sich für die 77-kWh-Batterie entschieden. Mit dieser neuen Produktreihe ist diese beliebte Option nun noch leichter zugänglich“, sagt Ben Parker, neben Kraus der zweite Mitgründer und Chief Product Officer von Lightship. „Wir bieten außerdem zusätzliche Optionen, damit unsere Kunden das Produkt flexibel an ihre Bedürfnisse anpassen können – sei es für die Notstromversorgung zu Hause, längere Reisen, die kurzfristige Vermietung oder das dauerhafte Wohnen.“

businesswire.com

3 Kommentare

zu „Lightship erweitert US-Werk für Elektro-Wohnwagen“
Horst Feuser
16.04.2026 um 08:52
Ich denke ein Hauptvorteil liegt in der tagelangen Autarkie,dank dem großen Akku Gibt es auch die Möglichkeit das Gespann komplett an CCS schnell zu laden?
Jens Wilke
16.04.2026 um 09:53
Laut Spec https://lightshiprv.com/specs kann mit NACS mit 155 KW geladen werden.
erFahrer
16.04.2026 um 10:23
Sehr „ein-ladend“für V2G.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert