E-Scooter: Wie kann VMAX gegen Billigimporte aus China bestehen?
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Engel zeichnet das Bild eines Marktes, der längst erwachsen geworden ist. E-Scooter sind für ihn keine Spielzeuge, sondern funktionale Mobilitätslösungen – vor allem für Pendler und die sogenannte „Last Mile“. Gleichzeitig zeigt er, wie stark sich das Nutzungsverhalten verändert hat: Private Scooter haben Sharing-Angebote inzwischen überholt, und selbst ländliche Regionen entwickeln sich zu wichtigen Märkten. „Der E-Scooter ist kein Sportgerät – er ist ein Mobilitätsvehikel, um Zeit zu sparen und flexibel unterwegs zu sein.“
Doch mit der steigenden Akzeptanz wächst auch der Druck. Günstige Importware aus China macht den Markt zunehmend kompetitiv. Und technische Unterschiede allein reichen kaum noch aus, um sich abzuheben. Engel beschreibt offen, warum sich der Wettbewerb verschärft hat – und warum sich die Differenzierung verlagert. „Ein Scooter ohne Service ist wie eine Capri-Sonne ohne Strohhalm.“
Die Konsequenz: VMAX setzt gezielt auf After-Sales, Ersatzteile und Nähe zu den Kunden. Ein Ansatz, der nicht nur im Privatkundengeschäft greift, sondern auch im B2B-Segment immer wichtiger wird – etwa bei Flottenbetreibern, Hotels oder im Messebau. Gleichzeitig wird deutlich, wie groß die Probleme bei vielen Billiganbietern sind: „Oft gibt es gar keinen Ansprechpartner – und selbst Ersatzteile sind nicht verfügbar.“
Damit rückt auch die politische Dimension in den Fokus: Engel fordert mehr Aufmerksamkeit für Mikromobilität und stellt die Frage, ob der Markt ganz ohne Regulierung auskommt – etwa bei Servicepflichten oder Ersatzteilverfügbarkeit. „Es blutet einem das Herz, wenn man sieht, wie viel Schrott importiert wird.“
Trotz aller Herausforderungen positioniert Engel den E-Scooter bewusst nicht als Konkurrenz zu Auto oder Fahrrad, sondern als sinnvolle Ergänzung im Mobilitätsmix. Gerade im Zusammenspiel mit dem ÖPNV sieht er großes Potenzial – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. „Für mich ist der E-Scooter eher das Miteinander – nicht das Gegeneinander.“ Deshalb sei es unverständlich, dass viele Betreiber von Bussen und Bahnen die Mitnahme der Scooter verbieten.
Diese Episode zeigt: Die Zukunft der Mobilität entscheidet sich nicht nur auf vier Rädern. Wer verstehen will, wie sich urbane und regionale Fortbewegung verändert, sollte die „kleinen Räder“ nicht unterschätzen. Und diesen Podcast mit Max Engel hören!
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