Leapmotor B10 als Range Extender ab 32.400 Euro bestellbar

Leapmotor hat in Deutschland die Orderbücher für den B10 Hybrid EV geöffnet. Die Hybridvariante des Kompakt-SUV mit Range-Extender-Technologie ist ab sofort in der Einstiegsversion ab 32.400 Euro bestellbar.

Leapmotor b hybrid ev erev
Bild: Leapmotor

Mit einem Grundpreis von 32.400 Euro ist die neue Range-Extender-Variante sogar 2.500 Euro teurer als das bisher erhältliche Elektromodell. Der Batterie-elektrische B10 wird mit der Einführung des Hybrid EV in B10 BEV umbenannt und steht in Deutschland weiterhin zu Preisen ab 29.900 Euro in der Liste. Für diesen Preis gibt es die 56,2 kWh große Batterie in der Life-Ausstattung.

Die 32.400 Euro sind aber auch beim B10 BEV eine bekannte Preisstufe: Dafür gibt es die Life-Ausstattung mit dem größeren 67,1-kWh-Akku, in der höherwertigen Design-Ausstattung sind es 33.900 Euro – hier unser Testbericht zu diesem Modell. Genau diese beiden Preise gibt es auch beim neuen B10 Hybrid EV: In beiden Ausstattungen kostet die Range-Extender-Variante gleich viel wie der B10 BEV mit der großen Batterie, nur mit dem kleinen Akku ist der B10 BEV günstiger.

Der Leapmotor B10 Hybrid EV kombiniert einen elektrischen Antrieb – den aus den BEV-Versionen bekannten Elektromotor mit 160 kW Leistung und 240 Nm Drehmoment – mit einem 1,5-Liter-Benzingenerator. „Dieser lädt die Batterie bei Bedarf während der Fahrt auf, um die Notwendigkeit von Ladestopps auf langen Fahrten zu minimieren“, teilt Leapmotor mit. Die 18,8 kWh große Batterie sorgt für eine rein elektrische Reichweite von 86 Kilometern. Wenn der Verbrenner anspringt, sorgt ein 50 kW starker Generator dafür, dass die Batterie während der Fahrt nachgeladen wird – der Antrieb der Räder erfolgt aber immer rein elektrisch. Mit dem 50 Liter großen Kraftstofftank soll sich eine kombinierte Gesamtreichweite von bis zu 900 Kilometern ergeben.

Die Batterie kann auch extern geladen werden, beim AC-Laden ist allerdings nur ein einphasiger Onboard-Charger verbaut. So gibt Leapmotor die Ladezeit für einen vollständigen Ladevorgang mit vier bis sechs Stunden an. DC-Laden mit maximal 46 kW wird auch unterstützt, von 30 auf 80 Prozent soll es aber schon 30 Minuten dauern – den Wert von zehn auf 80 Prozent gibt das Unternehmen nicht an. Dafür unterstützt auch das Range-Extender-Modell serienmäßig Vehicle-to Load.

Der B10 Hybrid EV entspricht optisch mehr oder weniger dem bekannten Elektromodell, ist aber mit 4,53 Metern 1,5 Zentimeter länger – für die nötige Kühlung des Verbrenners ist die Front etwas anders gestaltet. Breite (1,89 Meter), Höhe (1,67 Meter) und Radstand (2,74 Meter) sind gleich, der Kofferraum ist aufgrund der verbauten Technik aber etwas kleiner: Die Werksangabe liegt bei 334 Litern oder 1.005 Liter mit umgeklappter Rücksitzlehne, beim BEV sind es 431-1.102 Liter. Die Anhängelast von 750 Kilogramm ist dann wieder gleich.

„Wir freuen uns auf den Bestellstart des Leapmotor B10 Hybrid EV, der uns weitere Impulse verleihen wird“, sagte Leapmotor Deutschland Chef Martin Resch. „Unser Hybrid EV-Konzept wird viele Kunden ansprechen, die noch nicht vollständig überzeugt sind, dass reine Elektromobilität die richtige individuelle Mobilitätslösung für sie ist. Der B10 Hybrid EV ist damit ein immens wichtiges Modell für uns und wird helfen, die Brücke in die Elektromobilität zu bauen. Durch die weitgehende Preisparität zum B10 mit reinem E-Antrieb ermöglichen wir unseren Kundinnen und Kunden die komplette Wahlfreiheit, ganz nach ihrem persönlichen Geschmack zu entscheiden.“

stellantis.com

9 Kommentare

zu „Leapmotor B10 als Range Extender ab 32.400 Euro bestellbar“
Jens Wilke
29.04.2026 um 20:18
Ich befürchte es wird Abnehmer finden. Aber warum sollte jemand so ein Auto kaufen. Miserable Leistungswerte (3,8 KW AC, 48 KW DC) kombiniert mit wenig sinnvollen Features (V2L bei 18,8 KWh). Wenn es wenig oder unzuverlässige Ladeinfrastruktur gibt, meinetwegen. Aber in Deutschland mit über zigtausenden Lademöglichkeiten.
Axel
30.04.2026 um 12:40
Welche Variante eines elektrifizierten Antriebes für einen die beste ist, kommt fast ausschließlich auf das Fahrprofil an! Ich fahre seit 2020 einen PHEV mit max. 77km E-Reichweite, bin 'zu Hause-Lader' und fahre viel Kurzstrecke. Bei Urlaubsfahrten komme ich locker auf eine stressefreie Gesamtreichreichweite von 700km. Witz am Rande: Aktuell habe für 200km Sprit an Bord - ich weiß aber nicht einmal mehr, wann ich das letzte Mal getankt habe.... Von daher wäre so ein REEV für mich (Rentner) genau das richtige! Man kann es auch als logische Weiterentwicklung des PHEV sehen: Kein Getriebe, Verbrenner läuft immer bei optimalem Wirkungsgrad, weniger Technik.... Wer bei langen Urlaubsfahrten schon einmal die Schlangen an den Ladesäulen gesehen hat, wird sich das mit einem Vollelektrischen sicher nochmal überlegen. Apropos überlegen - bevor man die eine oder andere Antriebstechnik verdammt - Gehirn einschalten.
Gregor Schulze
30.04.2026 um 15:18
"Gehirn einschalten" nunja. BEV sind dem Verbrenner nunmal überlegen. Und wenn du 700km fährst kannst du niemandem erzählen das du keine 30 bis 50min Pause dabei machst.Meine Eltern haben den Elroq, fahren regelm. 400 bis 500km und wollen nie wieder Treibstoff tanken. Das ist einfach alles zu geil mit dem BEV. Und die Solaranlage am Haus macht ihnen noch mehr Spaß.
Andreas Scholz
29.04.2026 um 21:28
Ich verstehe diese Range-Extender-Geschichte nicht. Vom Setup (Verbrenner plus kleine Batterie) ist es doch einfach nur ein Hybrid. Einziger Unterschied ist, dass der Verbrenner nicht direkt auf die Räder wirkt, sondern nur die Batterie auflädt. Aber wenn das Fahrzeug im reinen Batteriebetrieb nicht mal 100 km weit kommt, dann läuft doch den Großteil der genannten 900 km Reichweite der Verbrenner. Das hat doch nichts mit einer umweltfreundlichen Lösung zu tun, sondern ist reine Augenwischerei. Ein Wolf im Schafspelz. Oder verstehe ich hier irgendwas einfach grundlegend falsch?
Ebikethoemmel
01.05.2026 um 07:35
Das sehe ich genauso. Fahre einen mittlerweile 11-jährigen i3 Rex. Knapp zusammengefasst sehe ich folgende mögliche Verbesserungen: 1. Einbindung des Verbrenners ins Wämemanagement. Gerade im Winter, das sind bei uns 5 Mte im Jahr, würde das die Gesamteffizienz massiv erhöhen. Es ist doch völlig sinnfrei elektrisch zu heizen, während die Abwärme des REX abgeführt werden muss. 2. Wenn auch die Motorgrösse (30% der Leistung des E-Motors genügt) stimmt, bitte mehr Laufruhe. 3. Ein Akku mit einer realen Sommerreichweite von 200 bis 250 km plus 100 kW DC-Charger. So konzipiert, könnte ich mir auch einen Wintermodus vorstellen. Dabei läuft der Verbrenner niedertourig primär um Raum- und Batterietemperatur bei Laune zu halten. Quasi nebenbei wird noch die Batterieentladung durch das Fahren verlangsamt. Das Auto hätte dieselbe "elektrische Reichweite" wie im Sommer, der Spritverbrauch minimal. Ja und die sieben Monate im Sommer brauche ich den Rex halt selten bis nicht. Deshalb muss er klein und leicht sein.
Volker
30.04.2026 um 09:53
Siehst du genau richtig. Solange da nur ein Winzakku verbaut ist, verbindet es die Nachteile des Verbrenner mit dem des BEV. Der Skandal ist jedoch, dass die Anschaffung gefördert vom Steuerzahler gefördert wird.
Robert
30.04.2026 um 09:37
Der Verbrenner läuft halt konstant auf einer effizienten Drehzahl und so kriegst du die meiste Leistung auf deinem Sprit. (Vgl. Stop and Go in der Stadt mit enspanntem Autobahn cruisen bei einem Verbrenner)
Volker Jaschke
30.04.2026 um 09:48
Lösung für ein Problem dass nicht existiert.
Erich Weinberger
30.04.2026 um 10:32
Ein SUV mit dem Kofferraumvolumen eines Kleinwagens in Verbindung mit einer exotischen Technik. Range-Extender gab es schon mal. Die Nachfrage war mehr als bescheiden.

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