Hina und FAW beenden Langzeittest von Natrium-Ionen-Batterie in E-Lkw

Der Nutzfahrzeughersteller FAW Jiefang und der Batterieentwickler Hina Battery haben in China einen erfolgreichen Langzeittest einer Natrium-Ionen-Batterielösung für E-Lkw durchgeführt. Innerhalb von sieben Monaten wurden dabei 15.000 km absolviert, bei teils widrigen Wetterbedingungen und Temperaturen bis −40°C.

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Bild: FAW Jiefang

Konkret wurde für das Validierungsprojekt ein elektrischer Sattelschlepper des Modells FAW Jiefang J6P mit einer speziell für Nutzfahrzeuge entwickelten Natrium-Ionen-Batterie von Hina Battery ausgestattet, die eine Kapazität von 339 kWh aufwies. Dabei stimmen die Angaben größtenteils mit der 2025 von Hina vorgestellten Lösung überein: Selbst bei extremen Temperaturen von -40°C behielt die Batterie über 90 Prozent ihrer nutzbaren Kapazität.

Damit löst die Natrium-Ionen-Batterie das bekannte Problem von Leistungsverlust und Reichweitenreduzierung bei herkömmlichen E-Lkw mit Lithium-Ionen-Batterie im Winter. Die Batterie ist laut FAW Jiefang, dem Lkw-Hersteller des staatlichen Autokonzerns FAW, somit optimal auf die Marktnachfrage Lkw mit alternativen Antrieben in den kalten Regionen Nordost- und Nordwestchinas zugeschnitten und erschließt ein neues Marktpotenzial für die Elektrifizierung des Güterverkehrs in extrem kalten Gebieten.

Von Vorteil dabei ist auch die gute Schnellladeleistung: Das Fahrzeug zeichnet sich durch ultraschnelles Laden und eine extrem lange Lebensdauer aus. Eine vollständige Ladung dauert laut Hersteller nur 20 bis 25 Minuten, wodurch die Ladezeit deutlich verkürzt und die Effizienz von Logistik und Transport effektiv verbessert wird. Darüber hinaus soll der Akku über 8.000 Schnellladezyklen überleben und übertrifft damit die Branchenstandards deutlich.

Natrium-Ionen-Batterien gelten als vielversprechende Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien, u.a. weil sie eine exzellente Leistung bei niedrigen Temperaturen aufweisen, als besonders sicher gelten und weil sie ressourcenschonend hergestellt werden können: Während Lithium, Kobalt und Nickel oft nur unter hohem ökologischem Aufwand abgebaut werden können und das nur in wenigen Regionen auf der Erde, ist Natrium eines der am häufigsten vorkommenden Elemente der Erde. Es kann kostengünstig und nahezu überall, beispielsweise aus Kochsalz oder Meerwasser, gewonnen werden.

Der größte Nachteil von Natrium-Ionen-Batterien ist wiederum ihre bislang deutlich geringere Energiedichte gegenüber Lithium-Ionen-Akkus. Heißt: Um die gleiche Speicherkapazität zu erreichen, benötigt es mehr Platz. Hina Battery nennt für die aktuelle Generation seiner Natrium-Ionen-Batterie eine Energiedichte von über 165 Wh/kg auf Zellebene. Grundsätzlich gilt bislang: Um die gleiche Reichweite wie ein E-Lkw mit NMC-Akkus zu erzielen, müsste das Batteriepaket bei Natrium-Technologie deutlich schwerer und voluminöser ausfallen. Das wiederum würde direkt die Nutzlast reduzieren – also das, was der Spediteur tatsächlich transportieren kann.

carnewschina.com

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