04.01.2017 - 14:00

CES 2017: Faraday Future präsentiert Elektro-SUV FF 91

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Das amerikanisch-chinesische Start-up Faraday Future hat auf der CES nun sein erstes Serienmodell enthüllt. Der vernetzte, rein elektrisch angetriebene und auf autonomes Fahren ausgelegte FF 91 (gesprochen: „nine one”) leistet mit Allradantrieb 783 kW. 

Eine Reichweite nach NEFZ von über 700 km soll mit dem Elektro-SUV möglich sein. Die 130 kWh große Batterie wurde gemeinsam mit LG Chem entwickelt – und übertrifft den derzeit größten Akku von Tesla gleich um 30 Prozent, was geflissentlich als Kampfansage an Elon Musk verstanden werden darf. Dank Schnellladefähigkeit soll der FF 91 Energie für mehr als 500 Meilen binnen einer Stunde aufnehmen können. Über die genaue Ladegeschwindigkeit äußerte sich Faraday Future allerdings bisher nicht. Mittels Wallbox lasse sich die Batterie binnen 4,5 bis 5 Stunden zu 50 Prozent wieder aufladen, so FF.

Das Serienfahrzeug baut auf der variablen Plattform (VPA) auf, die später auch andere Modelle tragen soll. Neben dem Fahrwerk integriert die Plattform den kompletten Antriebsstrang mit der Batterie und dem patentierten FF Echelon Inverter.

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Optisch zeigt sich das SUV keinesfalls kantig, sondern setzt mit rundlicher Karosserie auf eine bessere Aerodynamik. Der lange Radstand von 3,20 Meter sorgt für viel Platz im Innenraum. Insgesamt kommt das Elektroauto auf Maße von 5,25 x 2,28 x 1,60 m (L x B x H). Zudem ist es mit 13 Lang- und Kurzstreckenradaren, 12 Ultraschallsensoren, zehn HD-Kameras und einem LIDAR-System ausgerüstet.

Vor über 1.000 Gästen präsentierte Faraday Future den FF 91 noch vor dem eigentlichen Start der CES in Las Vegas. Das Start-up nimmt ab sofort auch Vorbestellungen entgegen. Allerdings vorerst nur aus den USA, Kanada und China – gegen eine Anzahlung von 5.000 US-Dollar. Die ersten 300 Besteller kommen in den Genuss, ab März optional auf das Launch-Sondermodell Alliance Edition upzugraden. Ein Preis für den FF 91 wurde noch nicht kommuniziert. Der Marktstart ist auch erst für 2018 geplant.

Faraday Future mit Schwierigkeiten in der Vergangenheit

Zuletzt hielten sich positive Meldungen über Faraday Future in Grenzen. Erst im November sorgte ein Baustopp aufgrund nicht bezahlter Rechnungen (wir berichteten) für Ärger. Dagegen hat FF-Investor LeEco kürzlich 600 Mio Dollar eingesammelt. Kurz vor dem Start der CES verließen allerdings der Global CEO Ding Lei und Top-Manager wie Jörg Sommer und Marco Mattiacci das Unternehmen. So sehr sich FF also auch als Tesla-Konkurrenz in Szene setzt, so unsicher sind die Aussichten. Die Serienproduktion eines elektrischen Fahrzeugs dieser Größe ist keine Kleinigkeit – und wird noch jede Menge Geld verschlingen.

Update 06.01.2017: Nur 36 Stunden nach der Präsentation seines ersten Serienmodells FF 91 auf der CES hat Faraday Future nach eigenen Angaben bereits 64.124 Reservierungen verzeichnet.
sueddeutsche.de, auto-motor-und-sport.deelectrek.co (Investition), theverge.com (Ding Lei), automobilwoche.de (Reservierungen)

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04.01.2017 14:58