20.03.2017

CeBIT: e.GO Life – Premiere für elektrisches Stadtauto

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Das Aachener Elektroauto-Startup e.GO Mobile mit Sitz auf dem Campus der RWTH Aachen stellt diese Woche auf der CEBIT erstmals sein Stadtauto e.GO Life im finalen Design vor. 

Ursprünglich als Leichtfahrzeug geplant, konzipierte die e.GO Mobile AG dieses Gefährt vergangenen Dezember zu einem Pkw der Fahrzeugklasse M1 um. Der e.GO Life wird ab Frühjahr 2018 in Serie produziert und kann bereits ab Mai dieses Jahres zum Basispreis von 15.900 Euro (vor Abzug des Umwelbonus) vorbestellt werden. Der Preis schließt die Batterie bereits mit ein.

Eine wichtige Rolle spielt vor allem Bosch, die einen Modulbaukasten liefern. Dieser besteht aus dem E-Motor, Steuereinheit, Batterie, Ladegerät sowie dem Display. Zum Einsatz kommt im viersitzigen (2+2) Stadtauto ein 48-V-Antriebssystem von Bosch. In ähnlicher Form findet sich dieses 48-V-System auch in der E-Schwalbe von Govecs und dem Microlino wieder.

Die Leistung des E-Motors beträgt 22 kW. Die Batterie verfügt über 14,4 kWh und kann auf Kundenwunsch auf 19,2 kWh erweitert werden. Die Reichweite soll bis zu 100 km in der Basisversion und 130 km bei der größeren Batterie betragen. Eine Schnellladeoption gibt es für den als Stadtauto konzipierten e.GO Life nicht. Ob dieser nur über eine Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann oder über Typ 2 verfügt bleibt zum gegenwertigen Zeitpunkt noch offen.

Das als besonders günstige Lösung gedachte E-Auto bringt ohne Batterie 650 Kilo auf die Waage und bringt es auf auf folgende Abmessungen: 3.380 x 1.700 x 1.570 mm (L x B x H).

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Nach dem StreetScooter, der inzwischen bei der Deutschen Post seine Erfolge feiert (und die Nutzfahrzeug-Hersteller ärgert), ist der e.GO Life die zweite Fahrzeug-Entwicklung, die bei der RWTH in Aachen ihren Ursprung und beste Chancen auf einen Markterfolg hat. Die etablierten Autohersteller sollten das Projekt im Auge behalten. Mit Bosch hat sich immerhin einer der relevanten Zulieferer eng an das Projekt angedockt – wohl wissend, dass das nicht schaden kann. Schließlich fehlt in der Flottenanwendung etwa bei Pflegediensten mit planbaren Strecken bisher eine bezahlbare Einstiegslösung in die Elektromobilität. Der e.GO Life aus Aachen könnte diese Lücke schließen.

Update 26.04.2017: Das elektrische Stadtauto e.GO Life wird in Aachen im TRIWO Technopark in Serie produziert. Die Errichtung der Produktionsstätte fördert das Land NRW mit 2,6 Mio Euro aus dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm NRW (RWP). Der entsprechende Förderbescheid wurde jetzt von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin an der RWTH Aachen übergeben. Insgesamt fließen Investitionen von 25,7 Mio Euro in den Standort.
aachener-zeitung.de, heise.dee-go-mobile.come-go-mobile.com (Update)




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Kommentare zu diesem Beitrag sind geschlossen.

9 Kommentare zu “CeBIT: e.GO Life – Premiere für elektrisches Stadtauto

  1. Bitte das Gewicht der Batterie inkl. Batterietechnik bekanntgeben. Preis inkl. BATTERIE?

    • Informationen zum genauen Gewicht der Batterie gibt es bisher nicht. Batterietechnik? Ebenfalls noch nichts genaueres. Der Preis ist allerdings inklusive der Batterie.

  2. Von der Seite echt gut, aber die Front sieht echt abstoßend aus (wie Nissan Leaf). Das geht besser (siehe meine 3,5 Jahre alte ZOE).
    Ansonsten ein Erfolg versprechendes Gefährt, Einsatzmöglichkeiten:

    Mtnahmefähiges Mini-Auto auf dem Hänger am Wohnmobil (Hänger mit anbieten)
    Fahrzeug für ältere mit kleinerem täglichen Aktionsradius auch auf dem Land.
    Gefällt mir, weiter so.

  3. Wieder so ein Zwicker. Wer will das und wer braucht das? Man sieht es doch an Fahrzeugen wie dem smart, dass sich solche Mikrowagen nicht rentieren. Sie taugen vielleicht gerade noch in carsharing-flotten.
    Wer gibt so viel Geld für so wenig Nutzwert aus? Wer braucht ein Auto für die Stadt? In der Stadt sollte niemand ein Auto brauchen.
    Die Bewohner des Umlandes brauchen Autos, aber 200 – 300km sollten da schon drin sein.
    Wann baut endlich mal jemand richtige elektrische Autos?
    Dass unsere Stinker heutzutage so aussehen, liegt ja mit auch daran, dass sie in dieser Form und Größe am nützlichsten sind. Damit meine ich keine SUVs, sondern Kompakte, Vans, Limos. Sogar Sportwagen haben mehr Nutzwert als so ein Sparzwickerl.
    Das Ding jedenfalls hält die Elektrifizierung des Verkehrs nur auf.

    • Servus! Du, der neue Smart verkauft sich echt super und die Frau Dr. Winkler verdient mit dem kleinen grad richtig gutes Geld! Eigentlich stimmt Deine Aussage, ABER, die City ist echt sooo voll, also halt muß DASS Microcar her. Vielleicht noch als Electric Drive – weil es doch grad so hipp ist?! Coole Features sind schon super in so einem kleinen „QuerparkerDENKER“ – und die kosten halt, wenn Du die haben möchtest.

    • Also wenn ich mich in meiner Stadt (Berlin) so umschaue, stehen hier jede Menge Autos rum. Wir reden bei diesem Modell vermutlich nicht um ein Auto, dass sich viele Privatnutzer kaufen werden. Sondern um ein kleines Flottenmobil, dass für jeden (!) Pflegedienst infrage kommt. Und von denen gibt es tausende im Land. Alle haben sie große Flotten. Alle haben sie Parkflächen, könnten also laden. Aber sie finden kein bezahlbares Auto. Den E.GO muss man im Kontext des StreetScooters denken. Der hat auch als Post-Fahrzeug seine Nische gefunden.

  4. Pingback: Erstes Industrie 4.0 Serienauto auf der CeBIT 2017 | RWTH Aachen Campus

  5. Ein E-Auto das gefällt. Wie der Artikel richtig kommentiert fehlt ein solches E-Auto bislang von den etablierten Herstellern. Der e.GO Life knüpft dort an wo der Think City aufgehört hat, nur mit der Vorteil dass der e.GO Life noch leichter daher kommt. Wenn der Preis stimmt wird so ein Auto durchaus eine Chance haben. Bisherige Kleinstwagen und Nischenprodukte waren einfach oftmals zu teuer.