Industriepark Höchst nimmt zwei H2-Busse in Betrieb

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Im Industriepark Höchst sind jetzt die ersten zwei Brennstoffzellen-Busse des Rhein-Main-Gebiets in den Testbetrieb gegangen. Das Busunternehmen Winzenhöler befördert damit im Werksverkehr die Höchst-Mitarbeiter. 

Die Wasserstoff-Busse hat das Unternehmen in der Schweiz gekauft, wo sie zuletzt im Rahmen des EU-Projekts „Clean Hydrogen in European Cities“ von der PostAuto AG eingesetzt wurden. Als Basismodell eines Busses dient ein Mercedes-Benz Citaro, der entsprechend umgerüstet wurde. Die notwendigen Komponenten für die BZ-Technologie – also Wasserstoff-Tanks, Hochvoltbatterie, Kühlaggregat und die Brennstoffzelle selbst – befinden sich auf dem Dach. Bis zu 350 Kilometer sind mit einer Betankung möglich. Dies reicht laut Winzenhöler für die Tageslaufleistung im Industriepark aus.

Der dafür notwendige Wasserstoff fällt im Industriepark als Nebenprodukt der Chlorproduktion in großen Mengen an. 50 Mio Kubikmeter sind das bei Höchst pro Jahr. Mit dieser Menge könnten 20.000 PKW oder 400 Busse betrieben werden, gibt Höchst an. Dieser Wasserstoff wird in der Realität entweder am Standort weiter verwendet, extern verkauft oder an der seit 2006 in Betrieb befindlichen Wasserstoff-Tankstelle (aus dem EU-Projekt „Zero Regio“) öffentlich zur Verfügung gestellt. Dort werden nun auch auch die Brennstoffzellen-Busse betankt.

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Bus-Unternehmer Christian Winzenhöler beteiligt sich mit dem Projekt am Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie des Bundesverkehrsministeriums. „Die Rahmenbedingungen im Industriepark Höchst sind ideal für den Einsatz der Brennstoffzellenfahrzeuge“, sagt Winzenhöler. „Unsere Erwartungen wurden bisher mehr als erfüllt: Die Brennstoffzellenbusse sind technisch einwandfrei, sie fahren zuverlässig und sie haben sogar einen geringeren Verbrauch als geplant.“ Das sei ein richtungsweisendes Konzept für die Zukunft.

Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich. „Technologieseitig sollen beispielsweise die Kosten reduziert und die Zuverlässigkeit erhöht werden“, so Philipp Braunsdorf, Programm-Manager Infrastruktur Wasserstoff bei der NOW. „Parallel dazu werden im Zuge der Marktaktivierung Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur gefördert.“
industriepark-hoechst.com

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