Siemens denkt über Batterieproduktion in Görlitz nach

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Für die Schließung des Turbinenwerks in Görlitz hat Siemens viel Kritik einstecken müssen. Die „FAZ“ berichtet nun, dass Siemens-Chef Joe Kaeser einen Rettungsplan ins Gespräch bringt, der den Aufbau eines Clusters für E-Mobilität beinhalten könnte.

Der Rettungsplan firmiert unter dem Arbeitstitel „Industriekonzept Oberlausitz“ und soll nicht nur das betroffene Werk in Görlitz, sondern die gesamte Region berücksichtigen, die angesichts des schwindenden Kohlebergbaus aus arbeitsmarktpolitischer Sicht einer ungewissen Zukunft entgegenblickt.

Aktuell werden bei Siemens in Görlitz noch Dampfturbinen hergestellt, doch der Konzern will sich von der Sparte verabschieden und hat damit die Arbeitnehmerseite gegen sich aufgebracht. Der Protest ist groß, zu Verhandlungen ist es bisher nicht gekommen. Am Rande der Hauptversammlung brachte Kaeser nun nach Informationen der „FAZ“ die Idee vor, in der Oberlausitz ein Cluster für E-Mobilität oder auch eine Batterieproduktion aufzubauen, um mit Blick auf die 3.500 aktuell durch die Pläne gefährdeten Arbeitsplätze (nicht nur in Görlitz, sondern auch in Erfurt, Leipzig und Offenbach) eine Perspektive zu eröffnen.

Kaeser schwebt vor, Unternehmen der E-Auto-Branche anzusiedeln und sich im Görlitzer Werk Speichertechnologien zuzuwenden, womit Siemens ja durchaus Erfahrung hat. Dabei müssten in seinen Augen dann viele Partner zusammenarbeiten, auch die Landesregierung – mit ihren Fördertöpfen, versteht sich.
faz.net

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