12.02.2018

Region Stuttgart plant Masterplan für Schnellladesäulen

Die Region Stuttgart erstellt laut den „Stuttgarter Nachrichten“ einen Masterplan für Schnellladesäulen. 30 DC-Stationen sind demnach alleine im Stadtgebiet von Stuttgart geplant. Die Stadt soll über die Standorte aller Wahrscheinlichkeit nach selbst entscheiden.

Der Plan befasst sich ausschließlich mit Ladesäulen, die Leistungen jenseits der 50 kW bieten. Bisher gibt es davon in Stuttgart nur drei: am Gaskessel im Osten der Stadt, neben dem EnBW-Bürohochhaus auf dem Fasanenhof und vor dem Landtag im Stadtzentrum. Nicht mitgezählt sind dabei die sieben Schnellladepunkte, die der Flughafen Stuttgart mittlerweile installiert hat.

Seit Jahren ist in der baden-württembergischen Landeshauptstadt EnBW als Ladesäulenbetreiber dominant. Das hängt damit zusammen, dass die Stadt öffentliche EnBW-Ladestationen seit 2012 mit 1.000 Euro pro Station bezuschusst hat, um allen voran den Aufbau einer Grundversorgung für die dortige rein elektrische Car2go-Flotte zu gewährleisten. So gibt es in Stuttgart 205 EnBW-Ladestationen mit 371 Ladepunkten, die aus dem noch bis 2020 laufenden Modellprojekt stammen. Demgegenüber gibt es nur 30 öffentlich nutzbare Ladepunkte anderer Anbieter. Das soll sich jedoch durch eine Novelle der städtischen Ladesäulenverordnung ändern.

Mit Blick auf die AC-Normallader schwebt dem Stuttgarter Gemeinderat laut dem oben erwähnten Bericht vor, noch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres ein Verfahren zu beschließen, das die Ausweisung neuer Standorte regelt (z.B. per Mindestabstand oder Mindestradius). Die Kommune will diese voraussichtlich weder ausschreiben, noch fördern, aber die Areale kostenlos per Gestattungsvertrag mit 6 bis 15 Jahren Laufzeit verfügbar machen. Was die Schnelllader angeht, soll der regionale Masterplan von Beginn an für eine systematische und abgestimmte Standortbestimmung sorgen. Beide Verfahren muss der Gemeinderat aber noch separat voneinander beschließen.

Bereits im August hatten Wissenschaftler des KIT und des Fraunhofer ISI für die Region Stuttgart ein Geoinformations-Tool für die Analyse von Schnelllade-Standorten entwickelt. Es berücksichtigt u.a. die Erreichbarkeit der Stationen, prognostiziert den Ladebedarf und lässt sich an unterschiedliche Rahmenbedingungen anpassen.
stuttgarter-nachrichten.de

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12.02.2018 17:20