29.03.2018 - 13:27

Renault und Nissan erwägen Komplett-Fusion

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Die bereits in einer Allianz verbündeten Autobauer Renault und Nissan verhandeln laut einer Meldung von Bloomberg über eine komplette Fusion. Ziel sei ein neuer, gemeinsamer Konzern, der in der Lage ist, den Wandel in der Automobilindustrie maßgeblich mitzubestimmen.

Der Bericht beruft sich auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, aber angesichts noch nicht spruchreifer Ergebnisse nicht namentlich genannt werden möchten. Ihren Informationen zufolge ist Renault-Chef Carlos Ghosn der Treiber hinter dem Vorhaben.

Bereits seit 1999 kooperieren Renault und Nissan, zuletzt auch vermehrt auf dem Feld der Elektromobilität: Zusammen mit Mitsubishi als dritte Firma im Bunde plant die Hersteller-Allianz bekanntlich den Marktstart von zwölf rein elektrischen Fahrzeugen bis 2022, außerdem tüftelt das Trio an Elektroautos mit Feststoff-Akkus.

Gerüchte um eine komplette Fusion von Renault und Nissan gibt es schon länger. Bereits heute sind die beiden Großunternehmen eng miteinander verflochten, das gilt auch für die gegenseitigen Besitzverhältnisse: Renault hält einen Anteil von rund 43 Prozent an Nissan und der japanische Autobauer wiederum 15 Prozent an Renault. Im vergangenen Jahr verkauften die beiden Hersteller zusammen mit Mitsubishi 10,6 Millionen Fahrzeuge, nur unwesentlich weniger als die Nummer eins der globalen Autoindustrie, Volkswagen (10,7 Mio). Insofern kann das Fusionsvorhaben – sofern es denn vorankommt – als Kampfansage an die Schwergewichter der Branche, allen voran an Volkswagen und Toyota, verstanden werden. Als Hemmnis könnte sich allerdings herausstellen, dass der französische Staat einen Anteil von 15 Prozent an Renault hält und deshalb mit Blick auf eine etwaige Fusion ein gewichtiges Wörtchen mitreden kann.

Wie auch immer die Verhandlungen ausgehen, in der Elektroauto-Liga dürfte die Hersteller-Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi dank ihres Sechs-Jahres-Plans so oder so ganz oben mitspielen. Erklärtes Ziel ist es, dass die bis 2022 geplanten Stromer gemeinsame Plattformen und Komponenten nutzen. Im Fokus der Allianz steht nicht zuletzt auch die Reduzierung der Batteriekosten, konkret sollen bis 2022 rund 30 Prozent eingespart werden. Im selben Zeitraum plant das Trio, nicht weniger als 40 Fahrzeuge mit unterschiedlichen Autonomiegraden einzuführen.
kfz-betrieb.vogel.de, automobilwoche.de, handelsblatt.com, bloomberg.com

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29.03.2018 13:41