14.07.2018 - 11:08

e.GO Mobile eröffnet erstes Elektroauto-Werk in Aachen

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Das Startup e.GO Mobile hat das erste Werk zur Produktion seines E-Stadtautos e.GO Life eröffnet. Nach dem Anlauf der Produktion sollen an dem Standort im Einschichtbetrieb jährlich 10.000 Fahrzeuge von Band laufen. Die Auslieferungen werden Ende des Jahres beginnen. 

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Laut e.GO Mobile handelt es sich um eine auf 16.000 Quadratmetern errichtete „Industrie 4.0-Vorzeigefabrik“, die sich durch die digitale Verknüpfung sämtlicher Prozesse auszeichnet. Das gilt nicht nur für die Produktion im engeren Sinne, sondern nach Angaben des Start-ups „von der Entwicklung über den Einkauf bis hin zur Montage“. Das Areal (vielen noch als Philips-Gelände präsent) gehört zum Technopark der Trierer Immobilienfirma Triwo und beherbergt sowohl Montage- und Logistikhallen als auch Büroflächen. Das Dach der Anlage wartet mit einer Solaranlage auf, die aktuell über eine Leistung von 750 Kilowatt peak verfügt. Kommendes Jahr soll sie um die gleiche Leistung erweitert werden.

Zur Erinnerung: Anfang des Jahres hatte es noch geheißen, dass die Serienfertigung des e.GO Life Mitte Mai starten und erste Auslieferungen Anfang Oktober erfolgen sollen. Offenbar hat sich der Zeitplan also um rund zwei Monate nach hinten verschoben. Weiterhin gilt dagegen, dass die ersten 200 Exemplare als Test- und Vertriebsautos genutzt werden sollen.

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Ausgelegt ist die neue Produktionsstätte für anfänglich 142 Mitarbeiter. Für Mitte 2019 plant e.GO Mobile die Einführung einer zweiten Schicht, mit deren Unterstützung die Produktionsrate auf 20.000 Stück pro Jahr verdoppelt werden soll. Die Gesamtinvestition in den Standort beläuft sich auf 25,7 Mio Euro. Rund 2,6 Mio werden vom Land NRW zugeschossen. eGO Mobile ist jedoch nur Mieter, errichtet wurde (und vermietet wird) die Anlage von besagter Triwo AG.

Während die Bänder im ersten Werk angeschmissen werden, plant das Start-up bereits weitere Produktionsstätten: In der Nachbarschaft soll eine Fabrik zum Bau der Karosserie des e.GO Life und eine weitere zur Fertigung des geplanten E-Kleinbusses e.GO Mover entstehen.

Wie berichtet, wird der e.GO Life in insgesamt drei statt der anfänglich vorgesehenen zwei Leistungsvarianten in den Handel kommen. Damit kommt e.GO Mobile Kunden entgegen, die sich mehr Motorleistung wünschen. Zulieferer Bosch ersetzt deshalb den bisher vorgesehenen 48-Volt-Antrieb durch einen 230-Volt-Elektromotor.

Zu den Details: Die Basisversion des Fahrzeugs mit 20 kW soll eine reale Reichweite von 104 Kilometer schaffen. Der e.GO Life 40 wird es im Alltag voraussichtlich auf 114 Kilometer bringen und der e.GO Life 60 als stärkste Version beschleunigt von 0 auf 50 km/h (Ampelstart) in 3,2 Sekunden und kommt mit einer 23,9 kWh großen Batterie auf reale 154 Kilometer elektrische Reichweite. Während die Basisversion bei 15.900 Euro startet, beginnt die mittlere Variante bei 17.400 Euro. Für den stärksten e.GO müssen 19.900 Euro auf den Tisch gelegt werden. Für das Infotainmentsystem wird ein Aufpreis von 1.200 Euro verlangt, allerdings ohne Navigationssystem, das erst 2019 lieferbar sein wird und mit 1.900 Euro extra zu Buche schlägt.

Update 04.03.2019: e.GO Mobile teilte kürzlich den Vorbestellern mit, dass die Leistungsdaten nach ersten Tests korrigiert wurden. Demnach kommt der e.GO Life 20 auf eine Höchstgeschwindigkeit von 112 km/h. Die Reichweite liegt bei 100 km nach WLTP. Die Batteriekapazität beträgt 14,5 kWh. Der Verbrauch soll 14,5 kWh betragen. Der e.GO Life 40 schafft 123 km/h in der Spitze. Rein elektrisch liegt die Reichweite bei dem Akku mit einer Kapazität von 17,5 kWh bei 113 km (WLTP). Verbrauch: 15,5 kWh. Beim e.GO Life 60 handelt es sich um die größte Variante. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 142 km/h angegeben. Der chemische Speicher kommt auf eine Kapazität von 23,5 kWh. Damit sollen bis zu 145 km nach WLTP möglich sein. Der Verbrauch wird mit 16,2 kWh angegeben.
Pressemitteilung (PDF), wdr.de, motor-talk.de

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4 Kommentare zu “e.GO Mobile eröffnet erstes Elektroauto-Werk in Aachen

  1. Will Brierson

    Das hört sich ja an, als ob ein Düsenflugzeug vorbei fliegt. Hat das Ding etwa eine Gasturbine eingebaut? Ich dachte, das sei ein Elektro-Auto!

    • Florian

      Das Video stammt aus dem letzten Jahr.
      In der Zwischenzeit fand ein Wechsel des Antriebstrangs statt. Die Geräuschkulisse ist nun eine ganz andere.

    • Macher

      Die Fahrzeuge die an mir vorbei gefahren sind,
      waren kaum zu hören.Auch auf der Probefahrt war ich erstaunt wie leise das Auto im Innenraum ist.

  2. Ralf Pagel

    Aufpreise wie bei VW und nichtmal einen 22Kwh Lader ? Wer kauft denn noch sowas?

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