25.08.2018

Dethleffs zeigt elektrisch angetriebenen Wohnwagen

dethleffs-e-home-coco-concept-2018-02

Für Furore auf dem Caravan Salon sorgte Dethleffs bereits im vergangenen Jahr mit dem rein elektrischen Reisemobil e.home. Jetzt legt das Unternehmen noch eine Schippe drauf: Die Allgäuer zeigen mit dem e.home coco einen Wohnwagen mit Elektroantrieb und 80-kWh-Akku. Der hilft beim Vortrieb und entlastet elektrische Zugfahrzeuge – oder das häusliche Stromnetz.

Damit reagiert das Unternehmen auf eine Problematik, weshalb bei Elektroautos häufig keine Anhängerkupplung oder keine mit ausreichender Anhängelast von Herstellern angeboten werden. „Die zu erwartende Verbreitung der Elektromobilität stellt eine Herausforderung für den klassischen Caravan dar, da auf absehbare Zeit die Batteriekapazität von Elektro-Pkws nicht dafür ausreichen wird, auch mit einem Anhänger praxisgerechte Reichweiten zu realisieren“, weiß Dethleffs-Geschäftsführer Alexander Leopold. Aus diesem Grund erfindet das Unternemen nach eigener Aussage die Grundidee des Caravans neu. Denn der Wohnwagen sorgt künftig mit für den Vortrieb.

dethleffs-e-home-coco-concept-2018-01

Angetrieben wird der Wohnwagen von zwei Elektromotoren, die ihre Energie aus Lithium-Ionen-Batterien von Akasol mit einer Gesamtkapazität von nicht weniger als 80 kWh erhalten. Beim Bergabfahren werden die Batterien mittels Rekuperation wieder aufgeladen. Wie auch bei der Reisemobilstudie e.home sollen beim e.home coco alle Funktionen des Aufbaus mit Strom betrieben werden. Die Kombination der an Bord befindlichen Batterien mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach soll eine maximale Autarkie sicherstellen. Und damit noch nicht genug: Um eine effiziente Nutzung der kostenintensiven Batterien des e.home coco sicher stellen zu können, sei die Verwendung des Fahrzeugs als mobiler Stromspeicher vorgesehen.

Hinzu kommt eine intelligente Steuerungselektronik, wodurch aus dem passiven Anhänger ein aktives Gefährt wird. Besondere Bedeutung kommt dem Zugentlastungsmodul zu: Es soll die beiden E-Maschinen der Achse so genau steuern, dass sich die Anhängelast am Kupplungskopf des Zugfahrzeugs auf einen definierten Wert – von beispielsweise 100 Kilogramm – reduziert. Dies ermögliche laut Dethleffs, dass selbst mit kleinen Zugfahrzeugen schwere (Wohn-)Anhänger gezogen werden können, deren Gesamtmasse weit über der zulässigen Anhängelast des Pkws liegt. Zusätzlich werde beim e.home coco über eine gezielte, radindividuelle Leistungsverteilung die Fahrsicherheit erhöht. Dass Dethleffs als Basis für die Studie das Modell Coco ausgewählt hat, ist seiner Leichtigkeit geschuldet. So wird das hohe Gewicht der Batterien ausgeglichen. Zudem würden sein geringes Gewicht und die kompakten Maße zu einer besseren Fahrdynamik beitragen.

Als „perfekter Praxistest“ werde eine klassische Fahrt über die Alpen angesehen. Im ersten Halbjahr 2019 will Dethleffs mit einer Testfahrt an den Gardasee die Praxistauglichkeit unter Beweis stellen und das Potenzial des Systems aufzeigen.
dethleffs.dedethleffs.de




Stellenanzeigen

B2B Sales Manager / Sales Specialist (m/w) - eeMobility

Zum Angebot

Software Projektmanager eMobility (m/w/d) - ABL

Zum Angebot

Produktentwickler (m/w) - KEBA

Zum Angebot

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

4 Kommentare zu “Dethleffs zeigt elektrisch angetriebenen Wohnwagen

  1. Eine Top-Nachricht, dass #Dethleffs nach der Premiere 2017 eines „E-Reisemobil e.home “ nunmehr den elektrisch angetriebenen Wohnwagen zur WELTPREMIERE sogar vorstellte. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller beide Produkte alsbald in Serie bringt, zumal der Wohnwagen tatsächlich als sehr smart bezeichnet werden kann, weil er, wie geschildert, Fahrstrom über PV und Rekuperation erzeugen, auch an das ziehende E-Fahrzeug abgeben und ausreichend speichern kann.Fast ist hier schon die „EierMilchlegendeWollmilchsau“ erschaffen worden. Dennoch, der Nutzwert ist extrem hoch, denn die vorgestellte „intelligente Steuerungselektronik soll aus dem passiven Anhänger ein aktives Gefährt“ machen. Es wäre schön, sehr bald zu wissen,ob eine Vorserie in 2019 wenigstens bereits zur Verfügung steht.

  2. Das ist mal eine Innovative Idee! Auch wenn ich kein Camper bin. So macht man Zukunft !

    Camper sind wohl nicht die Menschentypen die sich von ein wenig rumrangieren vom Laden ihres Autos abhalten lassen 😉

  3. Die meisten Ladesäulen sind nicht drauf ausgelegt, dass ein E-Auto mit (auch Nicht-E-)Anhänger dran laden kann. Man muss sich ja 90° zur Durchfahrtrichtung hinstellen, d.h. der AH steht im Weg rum. Wenn man den Anhänger wenigstens rangieren kann, ist das einerseits nervige Arbeit und andererseits ist so ein Wohnanhänger vermutl. zu breit für die normalen E-Auto-Ladeparkplätze…

    Die Idee mit Hilfe solcher Technik selbst mit einem Kleinstwagen einen so großen Anhänger ziehen (und vor allem bremsen) zu können, finde ich nicht schlecht.

    notting

    • Muß man nicht unbedingt. Habe mich letzte Woche gerade noch so an den Schnelllader an der Autobahn quetschen können. Grund: Stinker plus Wohnwagen hat beide Ladestationen verdeckt. Ginge dann auch mit dem BEV incl. Wohnwagen zu laden. Man muß nur frech genug sein. Oder am Auto bleiben beim Laden…

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2018/08/25/dethleffs-zeigt-elektrisch-angetriebenen-wohnwagen/
25.08.2018 16:58