23.07.2019 - 12:53

Maingau Energie erhöht Ladetarife um 10 Cent pro kWh

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Maingau Energie erhöht die Preise für seinen Autostromtarif „EinfachStromLaden“ ab dem 1. August um 10 Cent auf 35 Cent pro kWh. Maingau-Energiekunden bezahlen 25 Cent pro kWh. Die aktuellen Tarife gelten seit Februar, als Maingau auf eine kWh-basierte Abrechnung umgestellt hatte.

Die „Strafgebühr“ ab 240 Minuten AC-Laden und 60 Minuten DC-Laden bleibt mit 10 Cent pro Minute unverändert. Den Schritt begründet der Energieversorger mit gestiegenen Kosten. „Die sehr unterschiedlichen Kostenstrukturen, sowohl der neu angebundenen als auch der bereits integrierten Anbieter, verteuern das ESL- Netzwerk“, teilt Maingau mit. Unklar ist, ob die im Februar eingeführte Energiemenge pro Monat und Kunde von 300 kWh unangetastet bleibt – da Maingau nicht darauf eingeht, wird sie wohl bleiben.

Verändert wurden die Aufschläge für das Laden im Ausland: In der Schweiz konnte bislang für denselben Tarif wie in Deutschland geladen werden, künftig kostet es 5 Cent pro kWh Aufschlag – dafür ist der 5-Cent-Aufschlag für das Laden in den Niederlanden verschwunden. In Österreich ist der Aufschlag von 15 auf 25 Cent pro kWh gestiegen. Maingau-Energiekunden zahlen im Ausland weiterhin keinen Aufschlag.

maingau-energie-preise-juli-2019

Laut dem Unternehmen umfasse ein durchschnittlicher Ladevorgang eines „EinfachStromLaden“-Kunden „um die 15 kWh“. Ein solcher Ladevorgang werde um ca. 1,50 Euro verteuert. Es scheint so, als ob in diesem Durchschnittswert noch viele PHEV enthalten sind – wer ein Elektroauto mit größerer Batterie laden will, muss nun mit größeren Aufschlägen rechnen. Ein Ladevorgang von 50 kWh, etwa mit einem Hyundai Kona Elektro, kostet nun für Nicht-Maingau-Kunden 17,50 statt 12,50 Euro – sofern keine „Parkgebühr“ hinzukommt.

Der ESL-Tarif ermöglicht laut dem Anbieter das Laden an deutschlandweit 15.000 Ladepunkten. Europaweit deckt die Ladekarte 45.000 Ladepunkte ab.
Quelle: Info per E-Mail

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11 Kommentare zu “Maingau Energie erhöht Ladetarife um 10 Cent pro kWh

  1. notting

    Warum schreibt ihr nicht einfach, dass bei 0,25EUR->0,35EUR 40% mehr sind und dass 0,15EUR->0,25EUR 66,67% mehr sind? Kommt ja auch immer drauf an wie oft man lädt.
    Die Beschreibung quasi mit Mehrkosten pro Tankfüllung klingt so nach „Mir sind die Spritpreise egal, ich tanke immer nur für 20EUR“…

    notting

    • Heinz

      Die absolute Angabe ergibt hier sehr wohl Sinn: Wenn ich weiß, dass mein typischer Ladevorgang 2 Euro oder 5 Euro teurer wird, kann ich mit meiner wahrscheinlichen Anzahl an Ladevorgängen hochrechnen, ob sich dieses Angebot noch für mich lohnt oder nicht. Weil nur in absoluten Zahlen kann ich vergleichen, ob mein typisches Ladeverhalten mit Anbieter A oder B günstiger ist.

      Die prozentuale Erhöhung sieht krass aus, weil die Basis bislang sehr niedrig war. Was man noch viel eher hätte schreiben können: Dass es mit 35 Cent ohne Grundgebühr immer noch eines der günstigsten Angebote ist…

    • Daniel Bönnighausen

      Danke euch für den Hinweis. Eventuell geben wir in Zukunft einfach beide Werte an.

  2. Thomas

    Bitte abändern: Die „Strafgebühr“ ist ab 240 Minuten fällig – dies wurde schon vor einiger Zeit geändern.

    Ob diese Preiserhöhung eine gute Idee war… Natürlich muss das Unternehmen wirtschaftlich agieren und kann kein Geld verschenken, nur ist der Tarif nun teurer als der ADAC Tarif. Selbstverständlich hat Maingau mehr Ladestellen und jetzt auch die Stadtwerke im Boot, aber alle haben gemeckert als der ADAC mit dem Tarif auf den Markt kam und nun stellt sich wohl heraus das dieser Preis Marktreifer war als der Maingau Tarif.

  3. E.Netsch

    Preiserhöhungen wird es in Zukunft alle Nase lang geben. Um Rechtfertigungen werden die Firmen nicht verlegen sein. Wenn die Zahl der E-Fahrzeuge in den nächsten Jahren stark ansteigt spült eine 40% Steigerung der Ladegebühren viel Geld in die Kassen der Betreiber.

  4. Georg

    Und auf gehts in die nächste Runde: Wer bietet nun den günstigsten Tarif? Gut das kann von Ladestation zu Ladestation unterschiedlich ausfallen aber soweit ich sehe sind die 29cent/KWh der Telekom jetzt in Führung.

    • StromSchleuder

      Wenn du die freundlichen Stromversorger nimmst, bei allen anderen werden 89 ct fällig. Das muss man wissen.

  5. Christian Z.

    Dass der ADAC günstiger ist, ist so nicht ganz richtig. Für Langsamladen trifft das zu, für DC-Schnelladung nicht.
    AC bei ADAC 29 Cent/kWh, DC bei ADAC 39 Cent/kWh.
    Das Startguthaben fällt weg und die „Parkgebühr“ ebenfalls.

  6. Bernhard Kinzel

    Na klar, 40% Preiserhöhung, damit der Tarif (AC+DC) einfach bleibt. Schön verpackte Mogelpackung.
    Da muß man dann eben zum ADAC wechseln (Zoe AC).
    Ich sollte mal meinen Chef um eine 40 Prozentige Gehaltsanpassung nachfragen.
    Klar war der Tarif günstig, aber eine moderate
    Erhöhung wäre sicherlich leichter akzeptierbar.
    So ist es einfach nur unverschämt und ärgerlich.

  7. Georg

    Wenn das mit den Preisen so weitergeht, tanke ich bei meinem PHEV lieber wieder Benzin und verpeste die Umwelt 🙂
    Ob man da auf diese Art und Weise die Energiewende schafft, wenn letztendlich der Strom teurer ist als Superkraftstoff ?

    (mein PHEV braucht bei Tempo 100 ca 30 KW / 100 km oder 6 l Super ( bei leerem Akku) – d.h. 7,50 Euro Strom bei 25 Cent / KW oder 8,50 Euro Super bei ca 1,40 Euro / l – da muß man sich überlegen ob man dann für 100 km und eine Ersparnis von 1 Euro 3 mal eine Schnellladestation inkl Umweg und 90 Minuten Ladezeit inkl Anstecken/ Abstecken bzw 9 Stunden Normalladezeit in Kauf nimmt.

    (Mit Sprit ist der Tank in 2 Minuten voll entgegen 3 Stunden Standzeit an einer Stromtankstelle bei Normalladung oder 25 Minuten bei 80 % Ladung mit DC wo man gerade mal 30 km weit kommt.)

    Die 15 Cent waren noch ein Anreiz, umweltschonend ( sofern der Strom nicht aus KKW oder Kohle stammt) Auto zu fahren – das fällt zunehmend flach.

    Wer da wie ich keine Solaranlage und ein eigenes Haus sein Eigen nennt, ist ziemlich dumm dran.

    Wenn der Ladestrom für E-Autos zukünftig nicht drastisch im Preis sinkt, wars das mir der E-Mobilität für Otto Normalverbraucher.

  8. Christian

    Moin Moin,

    ich verstehe beide Seiten recht gut.
    Zum einen müssen die Anbieter wie Maingau & Co. wirtschaftlich handeln, sonst sind sie bald pleite. Die Bevorzugung der eigenen Hausstromkunden ist ein teures Zugeständnis, aber nötig.

    Zum anderen müssen eAutofahrer umdenken. Warum fahren sie eAuto. NICHT weil es billig ist. sondern weil sie etwas verändern wollen. Und das tun sie auch!
    Der Vergleich der Preise zwischen Strom und Verbrennerkraftstoff sind daher nicht zielführend.

    Mobilität wird in den nächsten Jahren teurer – die Individualmobilität noch viel mehr!
    Darauf sollten wir uns alle einstellen.

    Das Maingau jetzt direkt – ohne Mauscheln – die Preise den Marktgeschehen anpasst und dies offen kommuniziert ist eher löblich, als verwerflich. Und ja, der ADAC-Verbund wird die Preise auch nicht lange so halten können. Ich möchte gar nicht wissen, was der ADAC bei den Preisen aktuell obendrauf legt. Erst hat der ADAC eMobilität sehr stark „Angezweifelt“ und als sie mitbekamen, dass die Haltung der „alten Herrenrunde“ politisch inkorrekt ist, schnell umgesattelt. OK, kann passieren. VW hat es ja auch noch rechtzeitig eingesehen.

    Ich rechne bereits in 2020 mit einer Angleichung der Energiekosten zwischen eAutos und den Verbrennern. Dann sind nur noch die Anschaffungs- und technischen Unterhaltskosten der Entscheidungsgrund für oder gegen eMobilität.
    Und natürlich weitere Einschränkungen von politischer oder rechtlicher Seite – u.a. durch Fahrverbote in (Innen-)Städten, Maut-Ideen für Innenstädte (wie in London usw.)…
    Die Spielwiese ist hier unendlich groß.

    Fakt ist – und da wird mir die Zeit recht geben – dass Mobilität für alle teuer wird und damit Menschen in den unteren und auch mittleren Lohngruppe Stück für Stück abhängt (bzw. nicht mehr leistbar wird).
    Beispiel: Einen guten Kleinwagen als gebrauchten Verbrenner gibt es heute NOCH zwischen 2500 und 6000 Euro. Und der hält dann auch noch einige Jahr, Km und dem TÜV stand. Ein eAuto wird es in gleicher Leistungs- und Nutzungsklasse preislich eher nicht geben.
    Das liegt nicht nur am Akku-Preis … es ist schlicht nicht gewollt!
    Der Individualverkehr soll Stück für Stück verteuert und damit reduziert werden. Ein richtiger Schritt, aber dann müssten die Rahmenbedingungen des ÖPNVs bereits heute ausgebaut werden und dass passiert eben nicht!
    GRUND: zu teuer und die Nutzer sind ja auch nicht da…

    Gleiche Argumentation wie beim Hähne-Ei-Problem Ladepunkte vs. eAutos.

    Daher, stellt euch darauf ein, dass die Strompreise weiter steigen werden.
    Dennoch ist die Entscheidung FÜR ein eAuto die bessere für uns heute, für unsere Kinder und laaaaangfristig auch für die Umwelt!

    Allen eine schöne Zeit

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https://www.electrive.net/2019/07/23/maingau-energie-erhoeht-ladetarife-um-10-cent-pro-kwh/
23.07.2019 12:10