30.08.2019 - 10:56

Mahle zeigt modularen PHEV-Antrieb für viele Fahrzeugsegmente

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Mahle hat einen neuen, vollständig integrierten und modularen Plug-in-Hybridantrieb für Fahrzeuge vom B-Segment bis hin zu großen SUVs aus dem J-Segment entwickelt. Kern ist eine „bimodale Hybridanordnung“, die sowohl den parallelen als auch seriellen Betrieb erlaubt.

Die Ingenieure wollten für den Mahle Modular Hybrid Powertrain (MMHP) die Vorteile eines seriellen und parallelen Hybrids kombinieren und haben aus diesem Grund die bimodale Architektur entwickelt. Bei hohem Ladestand der Batterie kann sich das Fahrzeug allein mittels Elektroantrieb fortbewegen, wogegen es bei niedrigem Ladezustand und bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten in den seriellen Hybridmodus wechseln kann. Bei höheren Geschwindigkeiten ist ein Direktantrieb durch den Verbrennungsmotor möglich.

Aber auch der Verbrenner stammt nicht einfach aus einem bestehenden Fahrzeug: Da die Leistungsfähigkeit des im MMHP eingesetzten elektrischen Antriebsstrangs laut Mahle die Anforderungen an den Verbrennungsmotor reduziert, konnte ein für diesen Einsatz spezieller Motor entwickelt werden. Der „Dedicated Hybrid Engine“ (DHE) soll vor allem günstiger sein. Dabei handelt es sich je nach Fahrzeuggröße um einen von Mahle entwickelten Turbo-Benziner mit zwei oder drei Zylindern. Da der Verbrenner die Räder nur selten direkt antreibt, konnte er auf andere Lastbereiche optimiert werden und kommt so mit kostengünstigen Merkmalen wie einer Saugrohreinspritzung, einer einzelnen obenliegenden Nockenwelle ohne variable Ventilsteuerung und einer einfachen Zweiventiltechnik aus.

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Selbst in der ersten Testphase habe der Antrieb bereits einen spezifischen Kraftstoffverbrauch von 207 Gramm pro Kilowattstunde erreicht, künftig seien im Magerbetrieb sogar bis zu 195 Gramm möglich. Mahle hat nach eigenen Angaben berechnet, dass ein kompaktes SUV nach WLTP-Norm auf einen CO2-Ausstoß von 18 Gramm pro Kilometer kommen würde. Dabei soll der DHE-Antrieb genauso viel wiegen wie ein aktueller Vierzylinder-Benziner mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe.

„Die Weiterentwicklung der Hybridtechnik ist für die gesamte Branche entscheidend, um die zukünftigen Emissionsziele erreichen zu können“, sagt Martin Berger, Leiter von Mahle Powertrain, der Engineering Services Geschäftseinheit von Mahle. „Der Fokus auf geringere Emissionen und die strengen zeitlichen Vorgaben haben dazu geführt, dass die Entwicklung neuer Fahrzeuge und Technologien in einem wesentlich engeren Zeitplan erfolgen muss.“

Je nach Anwendungsfall ist der MMHP mit einem 1-, 2- oder 4-Gang-Getriebe ausgestattet – in einem Kleinwagen also mit starrer Übersetzung, während ein großes SUV die vier Gänge erhält.
mahle.com

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7 Kommentare zu “Mahle zeigt modularen PHEV-Antrieb für viele Fahrzeugsegmente

  1. Thomas Wagner

    Heutzutage noch in die Verbrennertechnik Geld zu investieren, halte ich für reine Verschwendung.
    Fossile Verbrennung ist Technik aus dem letzten Jahrhundert und sollte schnellst möglich aus den Märkten verschwinden.
    Dringend notwendig ist demgegenüber die Umstellung der Fabriken auf Elektroautos, wie es VW zur Zeit vorexerziert.
    Nach Zwickau kommt Emden.
    Allerdings könnte VW schon noch einen Zacken zulegen !

    • Markus Schatzmann

      So lange die Technik für E-Autos noch in den Kinderschuhen steckt, sind schlaue PHEV-Systeme wie das oben beschriebene die beste Wahl.

      • StromSchleuder

        Wo steckt denn die Technik für eAutos in den Kinderschuhen? Ich fahre seit 5 Jahren ohne Probleme elektrisch und habe in Sommer 2016 die Schweiz-WAVE mitgefahren und in diesem Sommer eine 4000 km Tour durch Skandinavien gemacht. Die deutsche E-Autotechnik steckt in den Kinderschuhen, das kann wohl sein. Ist eben kein Rasierapparat mit 4 Rädern, wie Herr Scheuer meinte.

  2. Michael

    Solange Batterien noch so teuer und leistungsschwach sind, ist der Hybrid die beste Lösung. Auch wenn man nur selten über 50 km am Tag fährt, kann sich kaum jemand ein Zweitwagen für seltene Langstrecken leisten. Da ist dieser Motor, klein, einfach, billig, genau das richtige. Ich hoffe der Turbo ist elektrisch.

  3. Selnim

    Endlich ein Plugin-Hybrid Antrieb der Sinn macht. Zwei Zylinder und Fixgetriebe für Kleinwagen. Bin gespannt ob so die Kosten ebenfalls auf ein vernünftiges tiefes Niveau sinken. Habe die Logik hinter den vierzylinder Plugins mit siebengang Doppelkupplungsgetriebe nie verstanden. Habe nur immer das Geschwafel von „das Beste aus zwei Welten“ gehört. Dementsprechend schlecht war auch der Verbrauch und hoch die Kosten.

  4. O.Stein

    So lange die Ladeinfrastruktur immer noch Jahre hinterher hinkt und ab 2020 immer mehr E-Autos auf den Markt kommen wird ein mancher froh sein einen PHEV sein eigen zu nennen.

    • Thomas Wagner

      Hinter was soll denn die Ladeinfrastruktur hinterherhinken ?
      In Deustchland sind laut Stromtankstellenverzeichnis im Elektroautoportal Going electric Stand heute 16.985 Stromtankstellen mit 48.459 Ladepunkten verzeichnet.
      Dies sind deutlich mehr als Verbrennertankstellen in Deustchland in Betrieb sind.
      Ich fahre seit 3,5 Jahren Elektroauto und kam noch seltenst an eine Stromtankstelle, die schon von anderen Elektroautos belegt war.
      Außerdem tanke ich über 90 % zuhause an der PV,
      für ca 10 €ent pro kWh, gibt ca 1,75 € für 100 km 🙂

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30.08.2019 10:32