03.09.2019 - 12:04

ABB setzt Azipod erstmals bei Massengutfrachter ein

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ABB tritt mit seinem elektrischen Schiffsantrieb Azipod in ein neues Marktsegment ein: Der Technologiekonzern wird den E-Antrieb erstmals an Bord von zwei Massengutfrachtern installieren.

Die beiden Schiffe, die 2021 von der chinesischen Werft Chengxi an Oldendorff Carriers ausgeliefert werden sollen, werden jeweils mit zwei 1,9-MW-Azipod-Einheiten ausgestattet. Dabei handelt es sich um Propellergondeln, die unter dem Schiff montiert sind – ABB gehört mit dem Azipod-System zu den sechs größten Herstellern solcher Propellergondeln. Diese können um 360 Grad gedreht werden und erhöhen so die Manövrierbarkeit.

In den Gondeln sitzt je ein Elektromotor. Den Strom erhält er jedoch nicht aus einem Hochvoltspeicher, der Antrieb ist vielmehr ein serieller Hybrid: Der Schiffsdiesel treibt einen Generator an, der den notwendigen Strom erzeugt. Auch die Generatoren, Bugstrahlrudermotoren, Transformatoren, Schalttafeln und das Energiemanagementsystem wird von ABB geliefert.

Bei den beiden Schiffen handelt es sich um selbstentladende Trockenfracht-Umschlageinheiten, die bis zu 21.500 Tonnen tragen können. Die selbstladenden Schiffe können über ein eingebautes Fördersystem und ohne Unterstützung von Landausrüstung oder Personal die Fracht entladen. „Die Wahl des elektrischen Antriebssystems hat die Investitionskosten drastisch gesenkt, da die Schiffe bereits mit einer hohen Stromerzeugung ausgestattet sind, die für das Selbstentladen/-laden von Fracht erforderlich ist“, sagt Jan Henneberg, Newbuilding Manager bei Oldendorff Carriers. „Diese Shuttle-Schiffe müssen über einen längeren Zeitraum zuverlässig und mit maximaler Effizienz arbeiten und in seichten Gewässern besonders wendig sein.“

Oldendorff Carriers ist mit einer Flotte von rund 700 Schiffen Deutschlands größter Betreiber von Massengutfrachtern. Rund 95 Prozent der Oldendorff-eigenen Flotte bestehen aus seit 2014 gelieferten „Öko“-Neubauten, die speziell auf niedrigen Kraftstoffverbrauch und geringeren CO2-Ausstoß ausgelegt sind.
abb.com

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03.09.2019 12:35