24.01.2020 - 12:18

Toshiba baut ab 2021 Hybrid-Loks in Rostock

DB Cargo beschafft als Ersatz für bestehende Dieselloks 50 Hybrid-Lokomotiven beim japanischen Technologiekonzern Toshiba. Weitere 50 Hybrid-Loks mietet die Güterbahn an. 2021 sollen die Vorbereitungen für die Montage im Rostocker Instandhaltungswerk der DB Cargo starten.

Wie die DB Cargo und Toshiba mitteilten, sollen die Hybrid-Lokomotiven im bisherigen Instandhaltungswerk von DB Cargo in Rostock gefertigt werden. Die Investitionen im Werk lägen zunächst im „mittleren einstelligen Millionenbereich“, die Zahl der neuen Arbeitsplätze liege im „mittleren zweistelligen Bereich“. Zuvor gab es längere Verhandlungen über den Standort gegeben, am Ende setzte sich Rostock gegen Kiel durch.

DB Cargo will nach eigenen Angaben 61 reine Diesel-Rangierloks durch die 50 Hybrid-Loks mit Diesel-elektrischem Antrieb ersetzen. In dem gemeinsam mit Toshiba im Rahmen einer Machbarkeitsstudie entwickelten Konzept sieht die Bahn-Tochter die ressourceneffizienteste Lösung. „Wir sparen 30 Prozent Energie und 1 Million Liter Diesel im Jahr“, sagt Sigrid Nikutta, DB-Konzernvorstand für Güterverkehr und DB Cargo. „Zudem sind die Fahrzeuge dank moderner Technik leichter für unsere Mitarbeiter zu bedienen.“

Die Toshiba HDB 800 nutzt einen SCiB-Stromspeicher (Super Charge Ion Battery). Dabei handelt es sich um Litihumtitanat-Batterien mit einer Kathode aus Lithiumtitanspinell statt des bei Lithium-Ionen-Batterien üblichen Graphits. Vorteile sind eine höhere Zyklenfestigkeit und erhöhte Sicherheit selbst bei mechanischen Schäden. Nachteile sind die niedrigere Energiedichte der Zellen (was zu größeren und schwereren Akkus führt) sowie der höhere Herstellungspreis.
spiegel.de, deutschbahn.com, toshiba.co.jp

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3 Kommentare zu “Toshiba baut ab 2021 Hybrid-Loks in Rostock

  1. H.A.F.

    Gut für die Region. Wenn das Modell erfolgreich ist, dann wäre in Rostock auch eine weitere Fertigung + Versand per Schiff möglich (z.B. für die Breitspur in Russland)

      • HAF

        Auf jeden Fall – sehe das auch eher als Brückentechnologie (also die Kombination mit dem Diesel). Leider bewegen sich Rangierloks selten auf ausgebauten Strecken mit durchgängiger Oberleitungen, sondern auf Rangierbahnhöfen mit etlichen Gleisen oder kleinen Nebenstrecken zu irgendwelchen Werken, auf denen ein flächendeckender Ausbau der Oberleitung nicht wirtschaftlich ist. Zukünftig wäre vielleicht ein System ähnlich zum O-Bus mit Akku sinnvoll. An (von Rangierloks) stark frequentierten Abschnitten eine Oberleitung (und/oder an den Parkpositionen) zum Fahren und Aufladen, den Rest dann mit Akku.

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24.01.2020 12:58