04.03.2020 - 12:53

Gumpert Aiways: Nathalie geht in Kleinserienfertigung

Gumpert Aiways hat den Produktionsstart für das erste Serienmodell mit Methanol-Brennstoffzelle bekannt gegeben. Die „First Edition“ der Roland Gumpert Nathalie ist eine Sonderauflage mit üppiger Ausstattung und Sonderlackierung, die zum Preis von 407.000 Euro angeboten wird.

Wie viele Modelle der „First Edition“ veräußert werden, ist nicht bekannt. Aber laut Roland Gumpert, Chef des deutsch-chinesischen Joint-Ventures Gumpert Aiways, sollen von der Nathalie insgesamt maximal 500 Exemplare – inklusive der „First Edition“ – gebaut werden. Die Sonderausstattung und -lackierung der „First Edition“ sei im Basispreis von 407.000 Euro inklusive, zu dem die Nathalie weltweit vermarktet wird, heißt es in einer uns per E-Mail vorliegenden Pressemitteilung.

Die ersten Fahrzeuge sollen ab dem ersten Halbjahr 2021 verfügbar sein. Damit verzögert sich der Marktstart der Kleinserie nach hinten. Im November hieß es noch, dass die „First Edition“ in diesem Sommer ausgeliefert werden könne.

Apropos November – wir erinnern uns: Nach der Präsentation des E-Sportwagen-Konzepts RG Nathalie mit Methanol-Brennstoffzelle im Jahr 2018 hat Roland Gumpert im November 2019 auf der asiatischen Importeursmesse CIIE die Serienversion der Methanol-Brennstoffzelle nachgeliefert. Mit diesem von Blue World Technologies zugelieferten Herzstück soll das Fahrzeug dem Firmenchef zufolge rund 1.000 Kilometer weit fahren können, bevor es in drei Minuten nachgetankt werden muss.

Doch zurück zur nun präsentierten Serienversion der Nathalie. Laut Gumpert wurde das Modell gegenüber der 2018 vorgestellten Studie an vielen charakteristischen Stellen bearbeitet. Die Proportionen seien verfeinert sowie die Front- und Seitenlinien geschärft worden. Allradantrieb und Gitterrohrrahmen mit Überrollkäfig sollen die Nathalie Rennstrecken-fähig machen. Außerdem werden biologische Leichtbaumaterialien wie Flachs integriert –  bei der „First Edition“ verspricht Gumpert sogar den Einsatz von bis zu 50 Prozent dieses Materials.

Bei der im Serienmodell verbauten Methanol-Brennstoffzelle handelt es sich um ein Exemplar mit 15 kW. Die Energiekapazität des Gesamtsystems – Brennstoffzelle mit 65-Liter-Menthol-Tank und Pufferbatterie – soll 178 kWh betragen. Das ist etwas weniger als bei der Präsentation der Brennstoffzelle vor einigen Wochen in Aussicht gestellt. Seinerzeit war von einem 70-Liter-Tank und einer Gesamtkapazität von 210 kWh die Rede; Werte, die die 1.000 Kilometer Reichweite gewährleisten sollten. Als Reichweite der Serien-Nathalie nennt das Ingolstädter Unternehmen im obigen Video denn auch etwas moderatere 850 Kilometer. Außerdem soll das Fahrzeug in 2,5 Sekunden auf 100 km/h spurten und dank zweier synchronisierter 2-Gang-Getriebe auf bis zu 300 km/h kommen.

Erstmals macht Gumpert nun auch Angaben zur „einfachen Lösung zur Methanol-Versorgung“, die er bei der Vorstellung des Concept Cars 2018 angekündigt hatte. So sei die Versorgung für die Kunden im ersten Jahr nach Auslieferung kostenfrei. „Ein Über-Nacht-Lieferservice ist für den exklusiven Kundenkreis für Deutschland, Österreich, Schweiz installiert und wird momentan europaweit ausgebaut. Die Regionen Nordamerika und Naher Osten werden derzeit ebenso aufgebaut. Organisation und Vertrieb erfolgen über den Fieldmarketing Spezialisten FMS als Teil der international agierenden Advantage Smollan Group“, heißt es aus der Unternehmenszentrale.
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8 Kommentare zu “Gumpert Aiways: Nathalie geht in Kleinserienfertigung

  1. Michl Bluemm

    Wie schwachsinnig ist dieses Auto??? Wer kann oder will sich das leisten? Nicht mal 1% der Weltbevölkerung… Ich bin selbst Ingenieur und hoffe auf ein kleines handliches Wasserstoff Auto in Smart oder Käfer Grösse und mir reichen 50 kW Keine Ahnung was sich manche Entwicker denken ‍♂️

    • Gumpert

      Dieses Auto ist ein Supersportwagen um die geniale und einzigartige Technik leichter public machen zu können. Der Anspruch dahinter ist die Technik für Kleinfahrzeuge und einen niedrigen Preis erhältlich zu machen. Mit dieser Technik nimmt man die Vorteile von Verbrennen mit (normales Tanken) und lässt die Nachteile von Elektro (keine Ladepause) und Wasserstoff (kein unter Druck stehender Tank und keine H2 Speicherung) hinter sich. Dieses Auto ist die Zukunft! Man muss nur begreifen was es kann.

    • Wolfram Haffner

      Dem kann ich nur zustimmen. Obwohl das Konzept schon bemerkenswert ist…

    • K.Henties

      Das ist schon der richtige Weg.Natürlich ist die Preisgestaltung völlig daneben.Mal so nebenbei: Methanol, Bioalkohol, kann aus jeder Art von Biomasse gewonnen werden, sogar aus Fäkalien.Andereseits gibt es auch Ethanol, ein Alkohol, den man z.B.aus Kunststoffabfällen gewinnen kann,der aber die gleichen Eigenschaften wie Bioalkohol hat.Wäre doch ein guter Beitrag um der Plastikflut beizukommen.Falsch ist es natürlich, so ein Auto als „Luxusspielzeug“ für frustrierte Millionäre zu konzipieren.Hier muss eine alltagstaugliche,bezahlbare und zweckmäßige Version her, die auch für“Otto Normalverbraucher“ erschwinglich ist.Um diese Erkenntnis zu erlangen, muss man kein “ Ingenieur“ sein .Man muss nur lesen – und Texte erfassen können.

    • Sven Erik Kölbel

      Das ist Technologieträger !

      irgentwie muß ja auch ihr 50 kw,Zitat: kleines handliches Wasserstoff Auto in Smart oder Käfer Grösse ; Zitat Ende

      finaziert werden.
      Ich glaube es werden sich bereits genug Käufer gfunden haben.

    • udo behner

      beutel !methonal lässt sich an jeder tanke für benzin abfüllen lediglich mit den dichtungen muß man mal schauenjeder benzintanker kann auch methanol transportieren ist viel weniger wassergefährdent als benzi oder diesel und sollte es mal verschüttet werden biologisch abbaunbar nur saufen soll man es nicht wirst du blind von!die isländer produzieren massig methanol aus co2 von vulkanen und ungenutztem strom aus geothermie

  2. SHausSTA

    Mal angenommen, die von Gumpert propagierte Technik funktioniert unter realen Umweltbedingungen genauso zuverlässig wie die eines BEV. Warum sollte ich mir ein Fahrzeug kaufen, mit dem ich noch mehr Schwierigkeiten haben werde, an den benötigten Treibstoff zu kommen? Die einen plädieren für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur, jetzt wird noch für Methanol geworben. Ich halte das für den falschen Weg, möglicherweise für Nutzfahrzeuge sinnvoll. Im Gegensatz zu diesen Energieträgern ist elektrische Energie flächendeckend und in ausreichender Menge verfügbar, die Leistung von Batterien wird weiter ansteigen und der Preis zurückgehen. Ich bin auch zuversichtlich, dass die Schnellladeinfrastruktur in absehbarer Zeit verfügbar sein wird. Warum dann noch die Brennstoffzelle, an der seit Jahrzehnten geforscht wird und die offenbar noch immer nicht massentauglich ist?

    • udo behner

      es wird in 50 jahren noch verbrenner geben ob diesel benziner lpg cng oder lng dazu elektro dazu methanol brennstoffzelle dazu h2 brennstoffzelle methanol kann an jeder tanke für benzin oder diesel mit minimalem aufwand für umrüstung ausgeschenkt werden und wird aus bösem bösem co2, wasser und ungenutztem ökostrom hergestellt läuft alles im kreis… methanol ist im prinzip auch nix anderes als traubenzucker und der ist co2 an das man wasseratoff rangehängt hat läuft so simpel seit milliarden von jahren -natur kapieren kopieren- profitieren… haben halt alle mal in chemie wieder nur geschlafen…

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04.03.2020 12:28