17.03.2020 - 11:08

Siemens erhält Auftrag für 20 Batterie-Züge aus BW

Die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) hat bei Siemens Mobility 20 Batteriezüge des Typs Mireo Plus B bestellt. Die Züge, die rund um Ortenau eingesetzt werden sollen, sollen bis Dezember 2023 ausgeliefert werden.

Bei dem Mireo Plus B handelt es sich um zweiteilige elektrische Triebzüge mit jeweils 120 Sitzplätzen. Sie verfügen sowohl über einen Stromabnehmer als auch eine Antriebsbatterie. Somit können diese auf Strecken mit und ohne Oberleitung fahren – die Reichweite des Batterie-elektrischen Antriebs beträgt laut der Mitteilung des Herstellers 80 Kilometer. Die Batterie, die in zwei Containern unter dem Zug angebracht ist, wird per Rekuperation beim Bremsen oder über die Oberleitung geladen.

Die 20 Fahrzeuge sollen im regionalen Schienenverkehr im Netz 8 Ortenau eingesetzt werden. Dieses Netz umfasst die Strecken Offenburg –Freudenstadt/Hornberg, Offenburg – Bad Griesbach, Offenburg – Achern, Achern – Ottenhöfen und Biberach (Baden) – Oberharmersbach-Riersbach. Die Auslieferung soll bis Dezember 2023 erfolgen. Siemens übernimmt der Mitteilung zufolge auch die Instandhaltung für 29,5 Jahre.

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Dafür übernimmt Siemens laut dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) auch die gesamten Energiekosten für den genannten Zeitraum. „Im Sinne der Nachhaltigkeit haben wir uns bewusst für das ‚Lebenszyklus-Modell‘ entschieden“, wird Hermann in der Mitteilung zitiert. „Da wir mit Einführung dieser neuen Technologie Neuland bei der Umstellung auf klimafreundliche Antriebstechnologien im Nahverkehr beschreiten und durch die Vertragsgestaltung bewusst die Unternehmen für diese Technologie in die Pflicht nehmen wollen.“

Vertraglich besonders ist auch die Anschaffung, in der Mitteilung ist von dem „Netz-Ortenau-Modell“ die Rede. Die SFBW als Landesanstalt schafft die Züge an und wird somit Eigentümerin der Fahrzeuge. Siemens als Hersteller garantiert über den Instandhaltungsvertrag auch die dauerhafte Betriebsbereitschaft. Die SFBW stellt die Fahrzeuge dann für die Dauer des Verkehrsvertrags dem Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Verfügung, das die Züge im Alltag betreibt.

Die Finanzierung der im Siemens-Werk Krefeld gebauten Züge in Höhe von 77 Millionen Euro wird über die KfW IPEX-Bank finanziert und hat eine Laufzeit von 28 Jahren.  „Die Finanzierung trägt nicht nur zu einer unmittelbaren Verringerung des CO2-Ausstoßes bei, sondern auch zur Förderung innovativer und klimaschonender Technologien im Schienenverkehr“, sagt Andreas Ufer, Geschäftsführer der KfW IPEX-Bank.
siemens.com

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2 Kommentare zu “Siemens erhält Auftrag für 20 Batterie-Züge aus BW

  1. notting

    Und auf der komplett elektrifizierten Europabahn dort soll weiter gedieselt werden?! Oder ohne Akku? Oder sind die Akku-Fahrzeuge so schlecht, dass sie kaputtgehen, wenn ein paar 100m westl. vom Kehler Bhf. der Stromabnehmer an die Oberleitung kommt? Das Stückchen dieser Verbindung was in der Richtung ist, sollte doch auch auf Akku gehen wenn’s auf den anderen genannten Strecken reicht?!

    notting

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https://www.electrive.net/2020/03/17/siemens-erhaelt-auftrag-fuer-20-batterie-zuege-aus-bw/
17.03.2020 11:09