27.05.2020 - 12:08

FCA und Engie starten V2G-Projekt in Turin

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Fiat Chrysler Automobiles (FCA) hat im Turiner Werk Mirafiori ein gemeinsames Vehicle-to-Grid-Projekt mit Engie EPS gestartet. In der ersten Phase werden 64 bidirektionale Ladepunkte installiert, in der Endstufe sollen es über 700 werden.

Das Projekt ergänzt ein Abkommen, das FCA im September 2019 mit dem italienischen Energieversorger Terna geschlossen hatte. Phase 1 der Bauarbeiten für das V2G-Projekt wurden jetzt im Logistikzentrum Drosso innerhalb des Mirafiori-Komplexes gestartet. Sie umfasst eine Fläche von rund 3.000 Quadratmetern mit bereits ausgehobenen Gräben auf 450 Metern Länge, in denen schließlich mehr als zehn Kilometer Kabel verlegt werden. Geplant sind 64 Zweiwege-Schnellladestationen mit einer Leistung von jeweils bis zu 50 kW.

Die zentralisierte Infrastruktur und das Steuerungssystem, die neben der Ladefunktion für Elektrofahrzeuge auch die Netzwerkdienste der Vehicle-to-Grid-Technologie bereitstellen, wurden von Engie EPS entwickelt, patentiert und gebaut. In Phase 1 des Projekts werden zunächst 32 V2G-Säulen für bis zu 64 Elektrofahrzeuge installiert. Die Fertigstellung ist für Juli 2020 geplant.

Bis Ende 2021 wird die Infrastruktur auf bis zu 700 Elektrofahrzeuge erweitert. In seiner endgültigen Konfiguration ist die Anlage darauf ausgelegt, eine Regulierungskapazität von bis zu 25 Megawatt bereitzustellen. Gemeinsam mit der 5-Megawatt-Solaranalge auf dem Gelände soll die V2G-Infrastruktur zu einem virtuellen Kraftwerk aufgerüstet werden. In der Mitteilung gibt FCA an, dass die Anlage nach der Fertigstellung „die größte ihrer Art weltweit“ sein werde.

FCA will laut den Worten von Roberto Di Stefano, Head of EMEA E-Mobility, mit dem Projekt vor allem Erfahrungen sammeln, um an einem Angebot zur Wertschöpfung auf den Energiemärkten zu arbeiten. „Im Durchschnitt bleiben Autos zu 80 bis 90 Prozent des Tages ungenutzt“, sagt Di Stefano. „Während dieses langen Zeitraums können Kunden, wenn sie ihr Fahrzeug über die Vehicle-to-Grid-Technologie an das öffentliche Stromnetz anschließen, einen finanziellen Ausgleich oder kostenlose Energie als Gegenleistung für den geleisteten Puffer-Dienst erhalten.“
pressebox.de

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