02.07.2020 - 14:45

InoBat Auto plant 10-GWh-Zellfabrik in der Slowakei

Die slowakische Firma InoBat Auto hat nähere Details zu ihrer geplanten Erforschung und Produktion von E-Auto-Batteriezellen zusammen mit dem US-Technologie-Unternehmen Wildcat Discovery Technologies genannt.

Nachdem das in Bratislava ansässige Unternehmen im Februar 2020 von der slowakischen Regierung eine Zusage über fünf Millionen Euro erhalten hatte, hat sich InoBat Auto nun weitere zehn Millionen Euro gesichert. Das frische Kapital stammt vom unter anderem von dem Energieversorger CEZ Group, der die aktuelle Finanzierungsrunde anführt. Zudem werde derzeit ein Darlehen von der Europäischen Investitionsbank (EIB) geprüft, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.

Mit den Geldern will das Unternehmen eine 100-MWh-Produktionslinie in der Slowakei errichten. Das Gebäude, eine ehemalige TV-Fabrik in Voderady, hat InoBat im Juni erworben. Noch in diesem Jahr soll der Aufbau der Pilotfertigung beginnen, ab 2021 dann erste Zellen gefertigt werden. Ab 2024 plant InoBat Auto den Bau einer 10-GWh-Fabrik.

In Voderady soll auch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum entstehen. InoBat Auto will grundsätzlich die Technologie von Wildcat Discovery Technologies nutzen. Ziel ist es, mit Hilfe künstlicher Intelligenz die beste Zellchemie für die jeweiligen Kunden zu finden und die Zellen entsprechend der Leistungsanforderungen der Autobauer zu fertigen. In der 10-GWh-„Gigafactory“ sollen „innovative und maßgeschneiderte Batterien“ für bis zu 240.000 Autos gefertigt werden.

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Mit einer solchen Fabrik stände InoBat in Konkurrenz zur bekannten Batterie-Produktion von LG Chem im polnischen Breslau. Bis 2024 sollen aber auch die Zellproduktionen von Saft und Opel in Frankreich und Kaiserslautern mit jeweils 24 GWh pro Jahr laufen. Auch das Joint Venture von VW und Northvolt will ab dem Jahreswechsel 2023/2024 in Salzgitter Zellen fertigen, mit bis zu 16 GWh pro Jahr – um nur einige Projekte zu nennen.

Aus der Mitteilung geht nicht hervor, welche Anteile die CEZ Group für ihr 10-Millionen-Euro-Investment erhält. Bisher hatte InoBat die IPM Group und Technologie-Partner Wildcat als führende Investoren genannt. Die CEZ Group besteht aus über 100 Einzelunternehmen und ist nach eigenen Angaben der größte Energieversorger Tschechiens. Das Konglomerat ist auch in weiteren Ländern in Mittel- und Osteuropa aktiv. Laut der Website des Unternehmens sind auch Projekte in Deutschland und Frankreich in der Entwicklung.

„Die Regierungen der Tschechischen Republik und der Slowakei haben eine Partnerschaft im Bereich Elektromobilität angekündigt, und dies ist eines der Projekte, die diese Initiative erfüllen“, sagt Pavel Cyrani, stellvertretender Vorsitzender der CEZ Group. Sowohl die Slowakei als auch Tschechien verfügen über mehrere Auto-Werke und versuchen, mit dem Wandel zur Elektromobilität diese Werke und Arbeitsplätze zu erhalten. Laut Cyrani könnte in Tschechien eine weitere solche „Gigafactory“ entstehen, zudem sei der Abbau von Lithium in Krušné Hory, also dem tschechischen Teil des Erzgebirges, denkbar.
tech.eu, inobatauto.eu (PDF)

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