16.07.2020 - 13:55

Volkswagen e-Up: Grundsolides Elektroauto für wenig Geld

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Der Volkswagen e-Up ist ein besonders praktisches E-Mobil für viele Anwendungen in kleinen und mittleren Flotten. Vor allem zeigt der Batterie-elektrische Kleinstwagen des Volkswagen-Konzerns, dass der Verbrennungsmotor in diesem Segment am Ende ist. Ein Fahrbericht.

* * *

1.805 Euro Strafe. So viel müsste Volkswagen für jeden Up mit Dreizylindermotor an die Europäische Union überweisen, wenn es keinen Ausgleich durch den Batterie-elektrischen e-Up geben würde. Der von den Nationalstaaten gemeinsam beschlossene CO2-Flottengrenzwert wirkt. Der e-Up wiederum ist so gut geworden, dass er dem konventionellen Up in – fast – jeder Hinsicht überlegen ist. Die baugleichen Modelle Skoda Citigo e iV und Seat Mii electric werden sogar ausschließlich mit Elektromotor angeboten. Der Kleinstwagen steht exemplarisch für die Entwicklung in diesem Segment: Entweder, die EU-Strafzahlungen fressen die ohnehin geringe Marge auf, was das Aus dieser Mini-Klasse bedeuten würde. Oder, die lieben Kleinen fahren zukünftig mit Strom. Das tut der Volkswagen e-Up. Und dank des so genannten Umweltbonus sogar ziemlich günstig.

Zwei Wochen war electrive.net im Volkswagen e-Up unterwegs. Das Auto an sich ist keine Neukonstruktion: Der Up kam 2012 auf die Straßen. Er sollte die New Small Family begründen, aus der dann lediglich ein Zwei- und ein Viertürer wurden. Ab 2014, also fast zeitgleich mit dem e-Golf, erschien der e-Up mit 16,4 Kilowattstunden (brutto: 18,7 kWh) Batteriekapazität. Ein Wert, der sich jetzt auf 32,3 kWh (brutto: 36,8 kWh) ungefähr verdoppelt hat. Dass der e-Up diesen elektrochemischen Speicher im gleichen Bauvolumen und bei nur 21 Kilogramm Mehrgewicht (jetzt 1.235 kg) unterbringt, zeigt den Fortschritt bei Zellchemie und Packaging.

Preisverfall, Umweltbonus und Rabatte

Noch wichtiger für die meisten Kunden aber ist der Preis. Er sank von einstmals 26.900 Euro auf 21.975 Euro (MwSt. von 19 Prozent) bzw. 21.421,01 Euro (MwSt. von 16 Prozent). Inklusive Klimaautomatik und vier Türen, aber exklusive CCS-Buchse (625 Euro bzw. 609,24 Euro Aufpreis) und Schuko-Ladekabel (175 Euro bzw. 170,59 Euro). Das Typ-2-Ladekabel gehört hingegen zur Serienausstattung. Von diesem Preis kann der Umweltbonus abgezogen werden, der zu unterschiedlichen Anteilen von Staat und Unternehmen aufgebracht wird. 6.000 Euro kommen aus der Steuerkasse. Die 3.000 Euro von Volkswagen sind netto zu verstehen; brutto sind es nach der Mehrwertsteuersenkung vom 1. Juli also 3.480 Euro und in Summe 9.480 Euro.

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Wie groß der Druck der CO2-Flottengrenzwerte ist, zeigen etliche Angebote, die derzeit kursieren und nochmals einen Nachlass bieten. electrive.net liegt zum Beispiel eine Kaufoption auf einen Skoda Citigo e iV vor, der inklusive Wunschfarbe und Überführung 12.975 Euro kostet. Das entspricht minus 43,2 (!) Prozent. Raus damit, das scheint die Devise des Volkswagen-Konzerns zu sein. Denn jedes Batterie-elektrische Auto geht mit null Gramm in die CO2-Bilanz ein; ein elektrischer Kleinstwagen kompensiert also auch die Emissionen eines Touaregs.

Auf den Kaufpreis, der kundenindividuell ist und für Gewerbetreibende im Regelfall als Netto-Leasingrate anfällt, addiert sich als wichtiger Kostenfaktor der Strom. Der Testwagen wurde durchgehend an öffentlichen Säulen geladen, die leider nicht alle eichrechtskonform waren. Darum geben wir die Verbrauchswerte aus dem Bordcomputer und folglich ohne Ladeverluste an: Im Durchschnitt waren es bei frühlingshaften Temperaturen zwischen zwei und elf Grad 18,2 kWh / 100 km. Eine Zahl, die erklärt werden muss.

Volkswagen nennt zwei offizielle Werkswerte aus dem Prüflabor: Im veralteten NEFZ sind es 12,7 kWh / 100 km. Nach dem aktuellen Verfahren WLTP sind es 14,5 bis 14,8 kWh / 100 km. Volkswagen ist verpflichtet, die NEFZ-Zahlen zu veröffentlichen. Alle Werte nach WLTP sind freiwillig, obwohl diese Messung seit 2017 in Kraft ist. Hintergrund: Das Bundeswirtschaftsministerium unter Leitung von Minister Peter Altmaier hat es bis heute nicht geschafft, die Energieverbrauchskennzeichnung (Pkw-EnVKV) zu novellieren.

Energieintensive Aufheizphase

Es gehört zu den Abstrichen dieses Batterie-elektrischen Kleinstwagens, kein Temperaturmanagement zu haben. Es gibt weder Wärmepumpe noch Flüssigkeitskühlung oder Akkuheizung. Die Kaltstartphase, in der die Passagiere nach Innenraumwärme verlangen, kostet viel Strom. Im Display werden zeitweise über fünf kW Leistungsbedarf angezeigt. Absurd viel, aber so ist es halt. Auf Kurzstrecken in der Stadt kann der Verbrauch so auf über 20 kWh steigen. Das Bild wandelt sich, sobald den Menschen wohlig warm ist: Der Verbrauch im Citybetrieb sank auf 12,8 kWh und die entsprechende Reichweite stieg auf 252 Kilometer (km).

Ebenfalls kein Effizienzvorbild war der e-Up auf der Autobahn. Mit Rücksicht auf die Größe wurde er nur mit 120 km/h bewegt. Das Ergebnis einer Stichprobe waren 20,8 kWh (155 km Reichweite). Das One-Box-Design fordert seinen Tribut – aerodynamische Seifenstücke wie ein Tesla Model 3 oder ein Hyundai Ioniq sind hier deutlich günstiger.

Um die Daten in voller Auflösung anzusehen, bitte die Grafik/Tabelle anklicken!

Wie so oft kommt es also auf den Einsatzbereich an. Die Käufer des e-Up werden mutmaßlich neben privaten Zweitwagennutzern vor allem Gewerbefuhrparks sein: Pflegedienste im 24-Stundenbetrieb. Pizzalieferfahrer. Kuriere. Wer viel fährt, hat nur eine Aufheiz- bzw. im Sommer Abkühlphase. Das senkt den Durchschnittsverbrauch genauso wie der Stadt- und Überlandbetrieb.

Ladeleistung nur Mittelmaß

Weniger begeisternd während des Zweiwochentests von electrive.net war die Ladeleistung und damit die Ladegeschwindigkeit. Zwar konnten AC-seitig zweiphasig mit 7,2 kW geladen werden (darum gibt es an Wallboxen auch kein Schieflastproblem), was vier bis fünf Stunden dauert. DC-seitig aber lässt bereits die Werksangabe erahnen, dass der Begriff Schnellladung nur teilweise zutrifft. Die nominale Peakleistung mit Gleichstrom liegt bei 40 kW. In einer Stunde, so steht es im Datenblatt, ist ein SOC (State of Charge) von 80 Prozent erreicht. Setzt man das ins Verhältnis zu den 32,3 kWh Batteriekapazität ergibt sich eine durchschnittliche Leistung von knapp 26 kW.

Das schnellste Ladefenster liegt wie so oft im niedrigen SOC-Bereich. An einer DC-Säule konnte bis 55 Prozent SOC im Mittel 33 kW festgestellt werden. Der schlechteste Wert mit kalter Batterie und bis auf 100 Prozent dagegen lag bei 13 kW. Im Zusammenspiel mit der geringen Autobahnreichweite – und hier liegt die einzige klare Einschränkung im Vergleich zum konventionellen Up – muss leider gesagt werden, dass der e-Up für lange Strecken ungeeignet ist.

Diese Begrenzung sowie die Tatsache, dass der e-Up bei Bedienung und Crashversuchen etwas Old School ist, werden den Erfolg nur minimal beeinflussen. Im Vordergrund steht ein Batterie-elektrisches Auto, dass nicht nur viel besser (komfortabler, schneller, simpler) fährt als das Pendant mit Verbrennungsmotor, sondern auch doppelt so viel Batteriekapazität bietet wie der einzige Konkurrent in Gestalt des Smart EQ Forfour. Der e-Up wird sich gut verkaufen. Frühestens 2023 erscheint ein Nachfolger auf Basis des MEB-„entry“.

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26 Kommentare zu “Volkswagen e-Up: Grundsolides Elektroauto für wenig Geld

  1. Tobias Speicher

    Hallo,
    das ist Alles sehr schön. Aber –> Wo soll ich diesen Wagen denn “schnell” laden? Ich wohne in Frankfurt und habe keine Gelegenheit diesen Wagen vor der Haustür zu laden, geschweige denn eine Ladeeinrichtung irgendwo anzubringen (öffentlicher Parkraum im dicht besiedelten Nordend – ohne eigenen Stellplatz oder Garage). Solange es da keine Akku-Tauschmöglichkeit gibt (wie z. B. in einem NIO) ist es für mich unmöglich ein Elektroauto zu kaufen. Wann bemerken Sie das endlich? Wo wohnen? Völlig realitätsfremd. Ich bin absolut für alternative Antriebe (Wasserstoff oder Elektro), kann diese Fahrzeuge aber nicht “schnell” und vor Ort – d. h. in meinem Wohnumfeld laden.

    Ich bitte diese Anmerkung mal endlich anzuerkennen und auch zu benennen – ansonsten denkt die Politik, jedermann kann sich ein solches Fahrzeug einfach mal kaufen.

    • Martin Nemeth

      Ich denke schon dass zukünftig massiv in Lademöglichkeiten bei Mehrparteienhäuser investiert und ausgebaut wird. Die Norweger und Schweden sind da schon weiter.

    • D-Tric

      @Tobias Speicher Ich denke das will ja auch niemand schönreden. Für diese Wohnsituation passt ein E-Auto einfach (noch) nicht. Aber es gibt ja genug Leute, die irgendwo vor den Toren der Stadt im Eigenheim wohnen und jeden Tag in die Stadt pendeln. Für die kann so ein Auto ideal sein. Trotzdem greifen immer noch viele zum Diesel oder Benziner. Das könnte sich langsam mal ändern.

    • Hans Herbert

      E-Wagen dieser Größe werden das bestehende Problem sichtbar und drängender machen. Die einfachste Lösung wird in der Forderung bestehen, in jedem Wohnareal (mit wenig Garagennutzung) ein Feld von Schnellladepunkten bereit zu stellen. Das ermöglicht eine gemischte Strategie zwischen Arbeitgeber- und 1x wöchentlichem Schnellladen im Viertel. Schon viel besser als gar nichts!

    • Armin Büscher

      Hallo Tobias,
      ich wohne auch im Frankfurter Norden (Bornheim). Es finden sich an vielen Stellen öffentliche Ladepunkte. Einige kann man auch gut mit dem Einkauf verbinden. Oder-Weg / Bergerstrasse. In der Innenstadt gibt es eine ganze Menge. Auf vielen Aldi-Parkplätzen umsonst (auch bei IKEA). Aber klar – es ist schwieriger wenn man keinen festen Spot hat (z.B. Parkplatz Arbeitgeber).

    • Richie

      Das ist doch ein endliches Problem. Man kann davon ausgehen, dass aktuell schon etwa 30 Millionen Menschen in Deutschland zuhause laden könnten. Davon sind ja bisher nicht einmal 1% umgestiegen. Da gibt es also gewaltiges Potenzial. Hauseigentümer sind ja auch idR eine einkommensstarke Klientel, also eher potenzielle Neuwagenkäufer.

      Die Mieter mit Stellplatz oder Garage kommen als nächstes, da wird das Wohneigentumsgesetz geändert, dass ein Anspruch auf eine Ladestelle garantiert wird. Erst zuletzt wird man sich im Rahmen der Errichtung einer Ladestruktur in Deutschland um die Laternenparker kümmern.

      Da wird es auch was geben, von Laternen anzapfen bis mobile Laderoboter gibt es genug Ideen. Sicher kommen vermehrt Lademöglichkeiten auf der Arbeit oder Schnelllader an Einkaufszentren und Restaurants.

      Du bist also noch nicht dran. Was nicht schlimm ist, weil es den e-up eh nur mit 1 Jahr Wartefrist gibt. Da hat sich herumgesprochen, dass Preis/Leistung sehr gut sind.

    • Mick

      Wie aus dem Lehrbuch die Argumente 😉
      Nee, im Ernst. (Fast) genau die Punkte hatte ein Bekannter mir auch genannt und dann ist er mein E-Auto gefahren.
      Danach sagte er “Wow! Und das mit dem Laden schaffe ich dann auch irgendwie…”. Ich kenne eine Menge Leute, die E-Auto fahren und ungefähr die Hälfte wohnt im Mietshaus… Das Problem mit dem Laden ist eben nur theoretisch ein Problem. Am besten mal ein E-Auto ausleihen (mehrere Tage!) und selber testen…

    • Peter Albert

      Ihre Wahrnehmung des Nicht-Ladenkönnens ist nur eine Momentaufnahme, einfach mal nach Norwegen schauen, da sieht man diesbezüglich, wie es bei uns in wenigen Jahren auch sein wird. Nicht verzagen!

      Übrigen lade ich, obwohl ich eine eigene Ladestation habe, zu 99% immer außerhalb (Wohnort Dietzenbach). Das geht super.

    • StromSchleuder

      Sie haben doch sicherlich Kaufland, Aldi und Co in der Nähe. Nicht das Auto leerfahren, sondern immer, wenn sich die Gelegenheit ergibt, laden. Dann kann so ein 1/2h EInkauf schon die Lage entspannen. Battery-Swap ist von Better Place schon ausprobiert worden und Tesla hat auch eine Demo aufgebaut aber wieder verworfen.(https://www.youtube.com/watch?v=H5V0vL3nnHY). Dann wären wir wieder bei der Mietbatterie, die anscheinend in DE keiner so gerne will.

  2. Dr. Erich Blöchinger

    Es gibt halt auch Verlierer.
    Ich fahre von Steckdose zuhause zur Steckdose in der Arbeit, im übrigen Ist das auch das Akkuschonenste Vorgehen.

    • Kai Golibrzuch

      Letztens in einem ARD Bericht wurde ja das Unternehmen OnCharge vorgestellt. Ich weiß auch nur, was dort gesagt wurde. Scheinbar kann man bei denen Anfragen und dann bauen die einem eine Öffentliche Ladesäule vor die Haustür (kann wohl etwas dauern, je nach Region, aber E-Autos haben meist eh Lieferzeit). Wie das Geschäftsmodell funktioniert, weiß ich nicht. Vermute, dass OnCharge dann als Betreiber der Säule auftritt.
      Davon ab bauen viele Supermärkte Ladestationen auf. Aldi Süd ist da glaube ich Vorreiter. Kaufland, Lidl, Globus und andere sind dabei, meist sind es 50kW Schnellader. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: nach dem Wocheneinkauf ist die Bude voll und das sogar gratis.
      Aber leugnen kann man nicht, dass es für Mieter Probleme gibt. Hauseigentümer müssen sich halt keine Gedanken machen. Wallbox and die Wand oder zur Not ne Schuko Steckdose (nicht empfohlen auf Dauer) und fertig. Sorgenfreies Autofahren und Tankstellen brauch man nur noch zu winken.

  3. Thomas Leitlein

    Thomas Leitlein
    Schöne Nachrichten aus Wolfsburg.
    Oder täusche ich mich, wo ist der Fertigung und wie sieht es mit der Lieferung ins Ausland aus?
    Welche Kapazitäten hat das Werk um die Nachfrage zu befriedigen?
    Welche Lebensdauer gibt man der Batterie und wie nachhaltig ist die Produkiton?
    Ein Fahrzeug dieser Art ist eben nicht emmissionsfrei.

    • Franz Bauer

      Kein Fahrzeug ist emissionsfrei. Aber wer immer auf die perfekte Lösung wartet, wartet nunmal ewig. Wichtig ist, dass es besser ist und immer besser wird mit jeder Generation. Das ist Fortschritt.
      Und sich diesem zu verweigern, weil es uns scheinbar hilft, der wird in ein paar Jahren böse aufwachen.
      wobei alles wird gut, Kodak und Nokia gibt’s ja auch noch!

  4. Jens

    Tolles Auto nur die Lieferzeiten sind momentan schon bei 9-12 Monaten angekommen. Damit sind dann MwSt Senkung für die meisten Käufer schon kein Thema mehr. Bin gespannt ob meiner noch bis Ende des Jahres geliefert wird. Erste Aussage war September, inzwischen bin ich bei Dezember. Da hat VW leider nicht gut geplant oder absichtlich schlecht um den id3 mehr zu pushen. Verstehe nur nicht warum sie immer noch für den Up werben.

    • Kai Golibrzuch

      VW macht mit jedem eUp Verlust wie letztens durchgesickert ist. Zusätzlich werden sie nicht mehr verkaufen wie nötig um die Grenzwerte zu erfüllen. Das hängt ihnen sonst die bis 2030 nach.
      Dazu kommt dass offensichtlich nicht genug Batterien an Land kommen (ob in ID3 und eUp dieselben Zellen verbaut sind weiß ich nicht). Das zeigen die langen Lieferzeiten und der Fakt dass Mii und Citigo Bestellstops haben, weil alle Batterien in den eUp gehen.

  5. Frank Hetzel

    Und zwischendurch kann man auch immer öfters während des Einkaufens kostenlos nachladen…

  6. Alexander

    Der Artikel ist zeitlich etwas deplaziert: Es ist momentan doch ein bisschen witzlos, ein Auto zu testen, das von Lesern entweder schon bestellt ist oder auf absehbare Zeit nicht lieferbar ist. In den Foren werden Liefertermine in Q2/2021 genannt.
    Das Auto ist gut, sehr gut sogar zu dem Preis, aber leider eben nicht zu bekommen. Und in 2021 hat das Auto dann wahrscheinlich schon viel von seiner Einzigartigkeit eingebüßt.

    • Sabine

      Man kann sich doch über ein neues Auto, neue Techniken und Möglichkeiten informieren, ohne alles gleich zu kaufen.

      • Alexander

        Hallo Sabine,

        naja, “neu” ist der E-Up ja wohl wirklich nicht mehr.

        Darf ja jeder lesen. Nur gehört vielleicht auch zum Bild, dass momentan ziemlich viele Besteller ziemlich frustriert sind. Und nicht nur diejenigen, die den jüngsten Umweltbonus mitnehmen wollen. Nein, da gibt es Leute, die schon im Oktober 2019 bestellt hatten, und immer noch warten.
        Wenn ich einen scheinbar günstigen Artikel bestelle, aber dann immer wieder vertröstet werde, drängt sich der Eindruck auf, dass der Verkäufer entweder unredlich oder unorganisiert ist.

  7. micc

    Nun, irgendwo, beim Einkaufen, Fitnesscenter, der Arbeit oder wo Sie sonst hinfahren wird es doch Ladesäulen geben. Und es kommen ständig mehr dazu. Im Frankfurter Nordend sehe ich 2 AC-Lader, viele weitere um das Nordend herum.

  8. Thomas

    Guter Artikel, das Ergebnis deckt sich mit meinen Erfahrungen der letzten 4 Wochen e-Up.

    Ergänzend kann ich sagen, dass der e-Up, selbst mit CCS, definitiv nicht für die Langstrecke taugt. Nicht nur, weil 200 gefahrene km jeweils 1h DC-Ladestopp erfordern, sondern auch, weil das fehlende Batterie-Thermomanagement dazu führt, dass bei warmen Wetter DC-Ladevorgänge gerne nach wenigen Minuten abbrechen und nach 10 Minuten Pause neu gestartet werden müssen.

    Wie der Author richtig sagt, liegt der Einsatzzweck des e-Ups aber nicht in der Langstrecke, sondern in Stadt/Land. Und da macht er richtig Spass. Anzug und Strassenlage geben das Fahrgefühl eines höherklassigen Autos. Die unterschiedlichen Rekuperations-Modi ermöglichen es, knapp 50% der beim Fahren verwendeten Energie wieder zurückgewinnen. Der WLTP-Verbrauch des e-Up ist so ziemlich realistisch.

    Ich fahre täglich zwischen 30 und 100km und lade (noch) an öffentlichen Säulen, von denen es 2 in Fussgängerreichweite gibt, also in Summe 4 Ladepunkte. Das ist am Anfang und als e-Neuling etwas ungewohnt, mittlerweile denke ich nicht mehr drüber nach. Ausser, wenn das e-Auto des Bürgermeisters eine Ladesäule ladungslos blockiert.

  9. Tobias

    Das ist wirklich mal ein ehrlicher, ausgewogener Beitrag über eine echte Testphase.
    Ich fahre seit vier Monaten einen e-Golf und kann dem kaum etwas hinzufügen. Abgesehen von einem gewichtsbedingten höheren Verbrauch und etwas mehr Komfort + mehr Platz gibt es zum e-up keinen Unterschied.
    Schade, dass nahezu sämtliche derzeit erhältlichen E-Autos noch nicht Erstwagen-tauglich sind. Will man eine längere Autobahnfahrt machen funktioniert das einfach nicht (ausgenommen einige exorbitant teure Modelle oder E-Enthusiasten, die für 400km 5h unterwegs sein wollen).
    Erst mit dem ID.3 fängt sich die Welt dann so langsam zu ändern an. Den will ich aber erst mal in größerer Stückzahl ohne Softwareprobleme auf der Straße sehen…

    Ich freue mich aber nach meinen bisherigen e-Golf Erfahrungen schon auf die Zeit in ein paar Jahren, wenn ich meinen B7er Passat Variant TDI auch durch einen reinen E-Wagen zu bezahlbaren Preisen ersetzen kann. Mit dem E-Golf habe ich auf jeden Fall Blut geleckt – mein Drang zu E geht auch nicht mehr weg!

  10. Lazyfruit

    Ich kann das gejammer um die fehlende Lademöglichkeit nicht nachvollziehen. Ein Problem sehe ich lediglich bei Mehrfamilienhäuser auf dem Land. Hier in der Stadt habe ich alleine auf den 8 Kilometer von meiner Wohnung zur Arbeitsstätte 10 Ladesäulen wo ich laden kann. Es gibt schlicht keine Notwendigkeit, vor der eigenen Haustür zu laden. Die eAuto Ladesäulen in der Stadt sind während des Ladens sogar gleichzeitig ein kostenloser Parkplatz.

  11. UweD.

    Auf die Batterie gibt VW 6 Jahre oder 160000 km Garantie. Wie beim Zoe, nur ohne Batteriemiete.
    Mit etwas Geduld bekommt man auch ein Lagerfahrzeug, wenn auch vielleicht nicht mit der Ausstattung, die man möchte. Ich habe lange gesucht und bin fündig geworden. ein E-Up in Rot mit der Normalausstattung, aber mit CSS und Schukolader.
    Nach Abzug der Prämien 12300€. Nächste Woche bekomme ich ihn. Eine Wallbox wird noch am haus installiert.
    Ich pendel jeden Tag 62 km hin und 62 km zurück. Fast nur Autobahn. Laden ist hier wie dort kein Problem. Für mich das ideale Pendlerauto.

    • Martin Weber

      Sehr interessant. Wie hast du das angestellt, so kurzfristig an einen E-up zu kommen? Wo muss ich schauen, wenn ich auch einen möchte?

  12. TOM LEVY

    Wir fahren seit August 2020 einen e-Up (bestellt 02/2020 in Luxemburg), und sind begeistert.
    O-ton meiner Tochter : der beste Einkauf den wir seit langem getätigt haben . Wir wohnen auf dem Land. Durchschnittsverbrauch : 12kwh/100 km.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/07/16/volkswagen-e-up-grundsolides-elektroauto-fuer-wenig-geld/
16.07.2020 13:05