29.07.2020 - 12:51

Erste Testfahrt: VW ID.3 überflügelt Golf auf Anhieb

Volkswagens erster MEB-Stromer verzichtet auf Extremes, wirkt sofort vertraut und besticht durch 1A-Assistenzsysteme. Schwachstellen? Fast Fehlanzeige.

+ Premium

Der ID.3 ist der Anfang vom Ende des Golfs. Er fährt dank Elektromotor komfortabler, ist wegen des Heckantriebs dynamischer – und für gewerbliche Kunden in vielen Fällen preisgünstiger. Christoph M. Schwarzer hat den seit gut einer Woche frei verkäuflichen Volkswagen-Stromer für uns getestet.

* * *

Los geht’s: Vier Jahre nach der Studie zum Volkswagen ID.3 steht ein Testwagen für die erste Tagesausfahrt am Flughafen Hannover bereit. Mangangrau Metallic, Ausstattungslinie 1st Edition Max. Mehr geht nicht. Zum Bruttolistenpreis von 48.734,62 Euro bietet der Max serienmäßig Travel Assist (herausragend), ein Panoramadach mit elektrischer Jalousie, eine CO-basierte Wärmepumpe (umweltfreundlich und in anderen Versionen 1.242,86 € teuer) sowie 20-Zoll-Felgen. Der Basispreis des ID.3 beträgt 35.574,95 Euro, und auch hier liegt der tatsächlich abrufbare Energieinhalt der Batterie bei 58 Kilowattstunden (kWh). Von den jeweiligen Summen können zurzeit 9.480 Euro abgezogen werden – Volkswagen reduziert den Preis um 3.000 Euro netto; dazu addieren sich 6.000 Euro Innovationsprämie vom BAFA. Der Clou aber ist die auf ein Viertel reduzierte Versteuerung des geldwerten Vorteils der Privatnutzung als Firmen-Elektroauto. Dazu später mehr.

Der ID.3 wirkt sofort vertraut. Er ist durch und durch ein Volkswagen. Die Proportionen sind stimmig und erinnern an den Golf Sportsvan; so ist der ID.3 mit 1,57 Meter relativ hoch. Willkommen zu Hause gilt gleichfalls drinnen, wo es eine Mischung aus BMW i3 (Bediensatellit, Aufteilung in Zentral- und Mitteldisplay) und Golf-ähnlichen Elementen wie den Slidern gibt. Und auch von Tesla hat man gelernt: Der ID.3 startet durch Druck aufs Bremspedal.

Der ID.3 ist wendig, das ist bereits beim Ausparken spürbar. Heckantrieb plus Heckmotor, das war einst beim Käfer so, und jetzt bringt es neben dem Wendekreis einen weiteren Vorteil: Die Traktion – 150 kW schieben in 7,3 Sekunden auf 100 km/h – ist um Klassen besser als bei den Wettbewerbern mit Frontantrieb, und die Schlupfregelung arbeitet aus engen Kurven mit höchster Geschwindigkeit und Präzision. Die Fahrfreude und Agilität eines Tesla Model 3 SR+ erreicht der Volkswagen ID.3 trotzdem nicht: Er ist konservativer abgestimmt und fährt sich so, wie es von einem Elektroauto aus Wolfsburg erwartet werden darf: Schnell, sicher, risikofrei.

Erstklassige Assistenzsysteme

Auf der Autobahn 2 Richtung Wolfsburg fallen sofort zwei Dinge am ID.3 auf: Er ist geräuscharm – subjektiv irgendwo in der Mitte zwischen Tesla Model 3 und Audi e-tron –, und die Fahrassistenzsysteme sind das Beste, was es zu kaufen gibt. Wie üblich bei deutschen Autos lassen sich alle Komfort- und Sicherheitsfeatures in mehreren Stufen aktivieren oder abschalten. Für die erste Tour war alles eingeschaltet.

In Auszügen: Die Verkehrszeichenerkennung identifizierte sämtliche Schilder verlässlich inklusive denen auf den so genannten Wechselverkehrszeichen, die sich über die Fahrbahn spannen. Die jeweiligen Tempi werden automatisch übernommen, falls das gewünscht wird. Die Abstandsregelung des ACC funktioniert perfekt und produziert keine Phantombremsungen, und auch die Mittenspurführung ist wunderbar easy: Kein Leitlinien-Pingpong, und das kapazitive Lenkrad erkennt den Fahrer an der Berührung, nicht am Zug. Es reicht also, wenn eine Hand am Steuer ist – Gleiten und Abhängen auf hohem Niveau.

Erwähnt werden sollte darüber hinaus, dass die Spurführung während der ersten Testausfahrt gelbe Linien in Baustellen von den weißen zu unterscheiden wusste und dass bei abgeschaltetem Tempomat weiterhin die automatische Rekuperation in Betrieb ist. Der ID.3 segelt normalerweise und kann über Schalten auf „B“ im Bediensatelliten auf eine höhere Stufe gehoben werden. Besonders angenehm war das Segeln in Kombination mit der automatischen Rekuperation, die vorausfahrende Fahrzeuge erkennt und dann genauso hochregelt wie vor Kurven (prediktive Auslegung). Dieser Teil der Software funktioniert also nicht nur irgendwie, sondern erstklassig und überlegen.

Überhaupt, die Software: Weder bei der Sprachbedienung noch anderswo waren Mängel erkennbar. Volkswagen hat allerdings noch nicht die Augmented Reality als zweite Ausbaustufe des Head Up Displays freigeschaltet (das kommt später per Over The Air-Update), und die Reichweiten- und Routenberechnung des Navigationssystems konnte aus Zeitmangel noch nicht ausreichend überprüft werden.

– ANZEIGE –

Sie möchten Ihren Fuhrpark auf E-Mobilität umrüsten? Wir beraten Sie gerne und bieten Ihnen als Entscheidungsgrundlage eine umfassende Fuhrpark Analyse an! Jetzt informieren >>

Der zweite häufig kolportierte Kritikpunkt am ID.3 ist die Innenraum-Anmutung. Hier gibt es wenige, aber signifikante Abstriche, obwohl die Grundqualität sehr hoch ist: Die Stoff-/Kunstlederkombination wirkt unglücklich preisgünstig, das oberste Verkleidungsteil der Türinnenseite ist so hart und hohl, dass Volkswagen nachbessern sollte, und die Hupe klingt billig. In Hintergrundgesprächen heißt es, dass man einige Themen erkannt habe und adressieren werde. Das alles ändert nichts daran, dass der ID.3 insgesamt offensichtlich sehr solide und sauber zusammengesetzt ist, trübt jedoch das positive Gesamtbild.

Stromverbrauch leicht überm e-Golf

Und der Verbrauch? Bei der Stichprobe zum Stromkonsum ist der ID.3 gut und dennoch nicht ausnehmend sparsam. Der Normverbrauch liegt mit 14,5 kWh / 100 nach NEFZ (16,1 nach WLTP) leicht über dem e-Golf (13,8-12,9 kWh). Werte aus dem Bordcomputer: Bei gemächlicher Autobahnfahrt mit Richtgeschwindigkeit zeigte der ID.3 21,1 kWh / 100 km an. Auf einer Überlandstrecke mit Bundes- und Landstraßen waren es 13,6 kWh / 100 km. Respektabel, aber nicht rekordverdächtig. Daraus resultieren rechnerische Reichweiten von 275 bis 426 km bei der gefahrenen mittleren Batteriekapazität von 58 kWh. Ebenfalls bestellbar ist der ID.3 Pro S mit 77 kWh Nettokapazität (ab 40.936,31 Euro). Die Basisbatterie mit 45 kWh und einem Startpreis von knapp 30.000 Euro folgt Anfang 2021.

Ein direkter Vergleich zu Wettbewerbsfahrzeugen steht noch aus, und die Ladekurven konnten noch nicht überprüft werden. Nominal kann der ID.3 DC-seitig bis 100 kW laden (Pro S: 125 kW), und mit Ausnahme der nackten Grundversion Pro ist AC-seitig ein dreiphasiges Ladegerät mit elf kW Leistung verbaut.

Es ist offensichtlich, dass Volkswagen mit dem ID.3 das ganze Potenzial des Konzerns deutlich macht. Das Package des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) schafft Fußraum im Fond, und das Layout mit Heckantrieb und Heckmotor ist besser als jeder Frontantrieb. Herausragend sind die Assistenzsysteme – so geht Software – und der Gesamtkomfort. Nur auf die 20-Zoll-Felgen sollte kein Kunde bestehen; sie mindern den Abrollkomfort bei niedrigen Geschwindigkeiten und schlechten Straßen. 19 Zoll sind genug. Dass die erhöhte Sitzposition ein paar Zehntel bei Aerodynamik und folglich beim Stromverbrauch kostet, wird etlichen Käufern als ein guter Deal für die Bequemlichkeit beim Einsteigen und die Übersicht erscheinen. Der ID.3 ist ein Volkswagen – er verzichtet auf extreme Eigenschaften.

Entscheidend für den Verkaufserfolg in Deutschland ist neben dem Fakt, dass der ID.3 einfach ein sehr gutes Elektroauto ist, die eingangs erwähnte Reduzierung der Versteuerung des geldwerten Vorteils der Privatnutzung eines Firmenautos auf ein Viertel. Diese Regelung gilt für alle Batterie-elektrischen Autos mit einem Bruttolistenpreis von unter 60.000 Euro, also für sämtliche Volkswagen ID.3. Hieraus ergibt sich ein finanzieller Vorteil im Vergleich zum Golf, den kein gewerblicher Käufer ignorieren kann.

Nebenbei ist der ID.3 auch beim Typklassenverzeichnis der Kfz-Versicherung günstiger (HP/TK/VK 13/16/17) eingestuft. Bedenkt man nun, dass kein Auto so häufig von Selbstständigen und Betrieben gekauft wird wie der Golf, ist klar, dass hier ein immenses Potenzial für den ID.3 liegt. Der Golf wird bluten – zu Gunsten des ID.3. Aus der Perspektive von Volkswagen könnte das letztlich gleichgültig sein. Schließlich will man Autos auf die Straße bringen, und zwar weiterhin mehr davon als alle anderen. Mit dem gelungenen ID.3 stehen die Chancen dafür sehr gut.

– ANZEIGE –



Stellenanzeigen

Senior / Junior Produktmanager e-Charging (m/w/d)

Zum Angebot

B2B Sales Consultant (m/w/d)

Zum Angebot

Projektmanager (m/w/d) Innovation für Landesprojekte für die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO

Zum Angebot

40 Kommentare zu “Erste Testfahrt: VW ID.3 überflügelt Golf auf Anhieb

  1. Northbuddy

    Der ID.3 ist sicherlich ein toller Wagen. Da er aber im Innenraum eine spürbar geringere Qualität als unser eGolf bietet und ich mit der Reichweite des eGolf völlig zufrieden bin, sehe ich keinen Grund zum Wechsel. Der ID.3 ist die Konsequente Weiterentwicklung des eGolf. Aber er ist sicherlich nicht in allen Punkten besser. Das gilt insbesondere für die Innenraum-Qualität – leider.

    • Stoeckchen

      Das sehe ich genau so! Die Qualität meines eGolf´s ist sehr gut! Was ich bist jetzt sehe, ist weit vom Golf 7 entfernt.

    • Thomas Fischer

      …nicht nur Qualität, auch das Konzept finde ich falsch. Wer braucht in der Klasse 15 bis 20cm Kniefreiheit. Das ist verschenkter Platz! Für die Family wäre etwas mehr und besser nutzbarer Kofferraum das sinnvollere Konzept.

    • Jennss

      Der Golf 7 hat zweifellos gutes Material im Innenraum, glaube etwas besser als beim Golf 8, bin mir jetzt aber nicht ganz sicher. Ein bisschen Hartplastik haben im unteren Bereich aber doch beide. Trotzdem, ich würde Design höher bewerten als Material und das gefällt mir beim ID.3 gut. Nur hätte ich gerne eine analoge Geschwindigkeitsanzeige, mit Zeiger oder Balken, und gerne voll-Alcantara-Sitze. Insgesamt bin ich aber nicht enttäuscht vom ID.3-Innenraum.
      j.

    • Simon Maier

      Rein aus technischer Sicht (unabhängig von der Haptik der Innenraummaterialien) bietet der ID3 mit der Flüssigkeitsgekühlten Batterie halt mehr – er bietet mehr Kapazität, mehr Ladeleistung und hat durch die Flüssigkeitskühlung auch auf Langstrecke kein Rapidgate (Ein Nachteil beim E-Golf, der meist auf längeren Strecken ab der 2. Schnellladung auftritt, da die Batterie keine aktive Kühlung besitzt).
      Wenn Sie mit dem E-Golf klarkommen, und er Ihre Anforderungen erfüllt, dann gibt es freilich auch keinen Grund für Sie das Fahrzeug zu wechseln.
      Langstreckentauglichkeit ist jedenfalls etwas was oft kritisiert wird – von daher ist es gut dass VW bei der Neuentwicklung der Plattform den richtigen Weg gegangen ist.

  2. MasterP

    Das ist ja anscheinend die eierlegende Wollmilchsau, wer da nicht zuschlägt dem kann man auch nicht mehr helfen!

    Ente gut, alles gut 😉

    Was hat VW für den Artikel hier springen lassen?

    Hört sich an wie eine Predigt, amen!

  3. Michael

    Ich finde den Bericht klasse geschrieben, jedoch sollte man dabei die „VW-Brille“ abnehmen.
    Ich fahre seit 14 Jahren VAG Fahrzeuge (Audi, VW, Seat und Skoda) und habe mich jetzt für einen Mini Cooper SE entschieden, der übrigens schon auf dem Datenblatt als „Fronttriebler“ gleich schnell den Spurt von 0-100 absolviert und in der Praxis mit 6,9 Sekunden sogar noch schneller ist und für den Schlupf schon fast ein Fremdwort ist.
    Klar ist er auch einiges leichter als der ID3 mit weitaus weniger Reichweite, jedoch für mich im Segment der Mittelklasse Fahrzeuge anzusiedeln.
    Des weiteren finde ich die Service Politik von VW hier fehl am Platz. Der Cooper SE muss nur zum Wechsel der Bremsflüssigkeit zum Service und auf den Akku hat man 8 Jahre / 200.000km Garantie.
    Von der Verarbeitung im Innenraum wollen wir mal gar nicht sprechen 😉
    Aber der ID3 wird zurecht seine Käufer finden 🙂 und ich will Ihn hier jetzt auch gar nicht schlecht reden.
    Bin gespannt in welche Richtung es sich bei VW mit der ID Familie noch bewegt. Probe fahren werde ich den ID3 trotzdem 🙂

  4. paddy

    Ich habe die Version 1st Plus bestellt. Da ist der Travel Assist nicht dabei.
    Frage: Ist es denkbar, dass in Zukunft über die Software der Travel Assist dazugekauft werden könnte, da alle Sensoren schon vorhanden sind? Änhlich wie bei Tesla, wo der Autopilot später dazugekauft werden kann?

  5. Torsten

    Ich habe mich auf das Auto und die ersten Tests gefreut. Jetzt bin ich unschlüssig was ich davon halten soll. Die Aerodynamik bzw. Stirnfläche scheint ja doch nicht so toll zu sein. Der größte Schmerzpunkt für mich ist die Reichweite auf Fernreisen. Mich würde ein direkter Vergleich mit den Mitbewerbern interessieren. Weniger Platz im Innenraum wäre mir im Austausch gegen ein paar Kilometer mehr Autobahnreichweite wirklich egal. Mal schauen wie sich das Auto dann im direkten Vergleich schlägt.

    • Skodafahrer

      Die 20Zoll Felgen im der getesteten Max Ausstattung kosten Reichweite.
      Bislang gab es keinen Reichweitentest vom ID.3 mit 18Zoll Felgen und keinen Test mit der großen Batterie.

      • Torsten

        Das könnte wirklich sein, dass die Ergebnisse mit den kleineren Rädern besser aussehen. Da bin ich jetzt aber wirklich mal gespannt. Ich hoffe es kommen dann in Zukunft auch Berichte über Vergleichsfahrten mit anderen E-Autos, um eine bessere Referenz zu haben.

    • rene

      Ich denke, das Fernreisen kann mit den nun verfügbaren, europaweiten Ionity-Ladestationen (und vielen anderen) kein Problem sein – VW ist u.a. Ionity-Partner.

      • Torsten

        Naja, meine persönliche Schmerzgrenze sind 300km. Weniger Autobahnreichweite fühlt sich dann schon sehr zäh an, da man ja auch bei HPCs eine halbe Stunde braucht. Bei dem Artikel schrieb Herr Schwarzer, dass rechnerisch 275km bei gemütlicher Fahrt drin sind, was effektiv 250km bei normaler Autobahnfahrt und 100% SoC bedeuten würde. Das hatte meine Euphorie etwas gebremst.

      • Christian

        Wie die Materialien nun im Vergleich zum Golf wirken ist mir egal. Ich bin nur enttäuscht, dass keine Dachbox drauf geht, er keine Hänger ziehen darf und einen Kombi gibt es auch nicht.
        So ist das wenig familientauglich und für nen Zweitwagen wieder unnötig groß .
        Schade, es hätte so schön sein können. Die Reichweite und Ladeleistung gefallen ja schließlich sehr.

        • Torsten

          Also wir als Familie haben momentan einen 1er BMW und der kneift zwar manchmal, ist aber unterm Strich komplett familientauglich. Natürlich hängt das auch ein bischen davon ab, welche Hobbies man hat oder Sportgeräte man transportieren will. Das ist schon klar.

  6. IGOR

    Den aktuellen Kommentaren und Tests nach scheint bis auf die aktuelle Innenraum-Qualitätsanmutung grundsätzlich alles zu passen. Meine ursprungliche Anmeldung zur 1st Edition habe ich jedoch bald storniert, da ich zumindest (ab und zu) einen gebremsten Anhänger ziehen möchte und das laut allen mir vorliegenden Informationen technisch nicht möglich ist. Die kommenden Elektro-SUV-Modelle des VW Konzerns werden dies zwar ermöglichen – jedoch mit Abstrichen im Verbrauch.

  7. Peter W

    Der Tester hat definitiv eine rosarote VW-Brille aufgehabt. Bei mir stellte sich die Frage Ioniq FL oder ID.3. Leider war eine Probefahrt mit dem ID nicht möglich, und ich konnte ihn nur auf der IAA anschauen. Das hat aber genügt um mich ganz klar für den Ioniq zu entscheiden. So eine primitive Plastiklandschaft wollte ich mir nicht antun, und die Assistenzsysteme des Ioniq funktionieren ausgezeichnet, das kann beim ID nicht wesentlich besser sein.

    • C Getto

      Der Ioniq kann leider keine Verkehrszeichenerkennung. Ich warte noch auf die Antwort von Hyundai, ob man das wenigstens bald mal per Update nachrüsten kann. Angesichts der gerechtfertigt steigenden Strafen bei Geschwindigkeitsübertretungen ist das ein echtes Manko!

      • Peter W

        Doch, er kann Verkehrszeichen erkennen, meiner zumindest.

      • Peter W

        Meiner kann Verkehrszeichen erkennen.

  8. Egon Meier

    ich habe viele Testberichte gelesen und eines hat mich überrascht:
    Alle loben die hervorragende Softwareassistenz (bei etwas unübersichtlicher Menüführung.
    Da hat offenkundig das MM und die Medienlandschaft daneben gelegen.
    Zum Innenraum: einige (viele) klagen aber viele sagen: ok-puristisch aber angemessen. Ich persönlich sehe da Luft nach oben oder auch einfach die Chance für Audi, sich mit besserem Ambiente zu profilieren.

    Wenn man sich den Wettbewerb ansieht seht der ID.3 super da. Ich sehe da kein Fahrzeug, dass ihm unter der Würdigung des Gesamtpakets das Wasser reichen könnte.
    Wenn man spezielle Wünsche hat .. ok .. der Zoe ist kleiner und das M3 schneller .. aber beide haben eben andere, gravierende Nachteile.

  9. Thorsten

    Ich verstehe nicht warum alle Welt auf dem Innenraum rumreitet? Ist euch das wirklich so wichtig? Ist es das worauf es ankommt? Warum sollte ich eine Cockpitabdeckung komplett bis zur Scheibe aufschäumen? Da packt keiner hin. Natürlich kann man alles wertiger machen, wenn man mehr Energie und Geld reinsteckt. Das der ID.3 bilanztechnisch komplett CO2 neutral gefertigt wird interessiert keinen. Also ohne Rucksack. Sucht lieber Firmen, die das ebenso machen. Ach stimmt, die haben bessere Materialien im Innenraum daher egal.

    • Peter W.

      Co2 neutral ist leider nur Marketing. Niemand kann ein Auto herstellen, das die Umwelt nicht belastet. Ja, es ist gut, dass VW hier mehr tut als Andere, das muss man anerkennen. Wer den ID mit 77 kWh kauft weil er einmal im Jahr in den Urlaub fährt tut der Umwelt auch mit einer angeblichen CO2-Neutralität keinen Gefallen. Wo die CO2 neutralen Akkus plötzlich her kommen hat noch niemand erzählt. Wichtig ist auch der Verbrauch in der Praxis, und hier wird wie beim Diesel auch mässig geschönt. Man darf gespannt sein, wie sich der ID im Alltag schlägt. Ich wünsche VW nichts Nachteiliges, aber Zweifel sind durch die Erfahrungen aus der Vergangenheit erlaubt.

      • Peter W.

        … massiv geschönt sollte das heißen

      • Martin H

        Bitte besser informieren: VW verpflichtet sehr wohl auch die Lieferkette zu Co2 Einsparungen, auch LG etwa. Zwickau produziert zudem mit Grünstrom. CO2 Kompensation erfolgt über zertifizierte Projekte.

        • Peter W

          Ich bin informiert, aber ich glaube nicht alles was erzählt wird. Das war beim Dieselbetrug schon so. Mit 5 Liter AdBlue kann man keine 20 oder 30tausend Kilometer mit sauberen Abgasen fahren. Eigentlich wusste das jeder, aber trotzdem hat man es geglaubt.

          • Torsten

            Also das verstehe ich nicht. Wenn man die Korrektheit einer Aussage anzweifelt, müsste man das anhand eines Fehlermodells machen ganz grob gesagt. Beim Diesel ist das Modell, dass man den AdBlue-Verbrauch etwa abschätzen kann und die Größe das Tanks offenbar nicht damit zusammenpasst. Was ist ihr Fehlermodell nachdem Sie an der CO2-Neutralität zweifeln? Ich will nicht sagen, dass man das kritisch sehen soll, aber man sollte ein Argument haben weswegen, dass über „Die haben schonmal die Unwahrheit gesagt“ hinausgeht. Denn alle Hersteller haben schonmal die Unwahrheit gesagt, was dann bedeuten würde, dass man alle Aussagen aller Hersteller grundsätzlich anzweifeln müsste.

        • Hans Herbert

          VW tut sicher alles was in seiner Macht steht, um den Grünstatus der Produktion hoch zu halten. Die Frage ist: was steht in ihrer Macht? Wenn der Chinese oder der Koreaner etwas sagt, hat das in der Regel keine andere Bedeutung, als dass er höflich sein will. Von Zertifizierungen halte ich grundsätzlich nichts, die haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Sie sind eine geniale Beschäftigungsstrategie.

  10. DerMarodeur

    Der ID3 ist mitnichten ein Volkswagen (Wagen für das Volk). Dafür ist er viel zu teuer. In Sachen Preis/Leistung werden die Chinesen VW die nächsten 5 Jahre noch massiv unter Druck setzen. (Aiways und Co.)
    Und die Elektrifizierung für wirklich jeden Geldbeutel übernimmt wahrscheinlich Renault/Dacia mit einem „Duster ZE“ (K-ZE)

    • Jenss

      Nenne ein günstiges E-Auto mit dieser Reichweite und Leistung. Der ID.3 geht als Pro S mit 82 kWh brutto und 204 PS für unter 41000 € in den Verkauf. Prämie abgezogen sind das ca. 31400 €, inkl. LED Scheinwerfer, Parkpilot, 125 kW Laden, Interieurpaket….
      Das kann keine Konkurrenz besser. Der Preis macht den ID.3 zum Gamechanger.
      j.

      • DerMarodeur

        Ich vergleiche auch nicht Reichweite und Leistung, sondern Preis-Leistung.
        Einen Gamechanger kann ich im ID3 nicht erkennen. Wohl aber im NIO ES6 und im Renault K-ZE (in europäischer Modifikation).
        Der ES6 ist gehobene Mittelklasse. Der Renault K-ZE wird Elektromobilität schließlich für jeden Geldbeutel erschwinglich machen.

        • Torsten

          Der K-ZE wird ganz sicher kein Gamechanger und Elektromobilität für die Masse bringen. Er ist kein Allrounder. Für die breite Masse muss ein einziges Auto alle Nutzungsarten irgendwie erfüllen und das ist bei dem definitiv nicht der Fall. Beim ID.3 aber schon.

  11. Jörg Frie

    Also ich nehme an, das der Innenraum ein wenig der Tatsache geschuldet ist, das VW hier komplett CO2 neutral arbeiten wollte. Das wird nichts mit Leder und unterschäumten energieintensiven Kunststoffen. Interessanter wird es sein, in wiefern da die Software später funktioniert. Einige hatten bei der Probefahrt ja Probleme mit „Hello ID“ und der Spracherkennenung, mal sehen ob da später nach 2-3 Updates alles läuft.

  12. D-Tric

    Die Innenraumqualität ist schon ein Wermutstropfen. Für mich in der Vergangenheit immer ein klarer Vorteil von VW gegenüber z.B. den Koreanern. Aber VW hat beim ID.3 (wie auch bei anderen Fahrzeugen in letzter Zeit) die Schwerpunkte etwas anders gesetzt. Bleibt zu hoffen, dass die Rechnung auf geht. Ansonsten bleibt noch die Hofffnung auf Audi.

  13. Torsten Bleich

    Bestimmt ein gutes Auto, wenn man nicht oft Langstrecken in Angriff nehmen möchte. 275km Reichweite bei Tempo 130 sind dafür weiter schwach. Nimmt man jetzt nochmal ungünstige Bedingungen hinzu (Kälte, Fahrradtransport, Akku nicht mehr Rauftisch), dann sinkt die Autobahnreichweite schnell auf 200km. Und das wiederum bedeutet, dass man spätestens nach 150km schon wieder Ausschau hält nach der nächsten Tankstelle. Die noch teurere Version mit dem großen Akku mildert das Problem, aber die Eignung für regelmäßige Langstrecken ist und bleibt schlecht.

  14. MrCanidi

    Interessant, wie unterschiedliche die Eindrücke sein können. Schaut man sich die Realität in Youtube-Videos an und liest dann hier in Bezug auf die phantastische Software: „Weder bei der Sprachbedienung noch anderswo waren Mängel erkennbar.“ Kommt man in’s Grübeln. Um einen Tageskilometerzähler zu nullen darf man in die Tiefen des Mickey-Maus-Menüs auf dem kleinen Toys’r Us Kindercomputer eintauchen.

    Der ID.3 hat sicher seine Qualität und wird auch den typischen VW-Käufer finden, keine Frage. Dieser Artikel hier aber ist so geblümt, dass ich nur jedem empfehlen kann sich weitere Meinungen (die es zum Glück zu Hauf gibt) einzuholen. Und natürlich am besten eine Meinung selber zu erfahren.

  15. Roman Scherrer

    Na ja, dieser Test zeigt doch etwas viel Blumenflor…Ganz klar, wenn man vom Verbrenner auf das Elektroauto umsteigt, ist man begeistert von den spontanen Fahrleistungen und der Laufruhe während der Fahrt. Nun ich fahre seit 5 Jahren E-Autos. Wollte eigentlich den neuen ID 3 kaufen und so hatte ich mich letztes Jahr für die 1.Edition des ID 3 eingeschrieben und die 1000 EUR anbezahlt. Dann im Sommer 2019 das „Aufgebot“ zur definitiven Reservierung beim VW-Händler..der hatte keine Ahnung von einer Resevierung,..also wechselte ich zum grösseren VW-Händler..leider auch da grosses Fragezeichen und Unwissenheit. Dann so nach 1-2 Monaten klappte die Reservierung doch noch einigermassen..Aber mittlerweile hat ich da das Vertrauen zu VW verloren und kaufte mir so den neuen ZOE 135/52. Bin nach wie vor begeistert von der Laufruhe und den Fahrleisungen des E-Autos. Aber das grösste Ärgerniss ist in all den Jahren das Durcheinander der Ladestationen. Verschiedene Anbieter, unterschiedliche Preise, ein „Tohawohubu“ in den Abrechnungen – und ohne eine Vielzahl von Karten geht nichts. Also schlicht eine Katastrophe für jeden Benutzer. Was muss sich ändern.. Bezahlen mit EC- oder CreditCard, Ladepreise ersichtlich angeschrieben. Eigentlich ein lukratives Zusatzgeschäft für die heutigen Tankstellen. Gleichstromladestation mit 50-100 KW, in 30-40 Min zu 70-80% geladen und in der Zwischenzeit – Rast im Tankshop. Na ja, warum hat wohl Shell den grössten E-Ladeanbieter aufgekauft?

  16. H. Eisele

    Allen Unkenrufen zum Trotz, ich finde ihn soweit und der ID3 wird sich verkaufen wie geschnitten Brot.

    Aber was mich stört. Was zum Teufel macht die unsäglich hässliche und unpraktische Hutze auf der Fronthaube?

    Ich denke da mal an den täglichen Betrieb. Da sammelt sich im Frühjahr Blütenstaub, im SOmmer Staub und im Herbst Laubm, Dreck etc.

    Ich glaube auch, dass eine normale Standard Waschanlage diese deftig hohe Kante nicht sauber bekommt. (Bitte mal in einem Test widerlegen…).

    Weiterhin versuchen alle Hersteller, ihre Autos leise zu bekommen. Ich behaupte mal, dass es bei 130km/h auf der Autobahn ganz schön pfeift an der Kante. Hat das mal jemand geprüft bzw. widerlegt?

    Konnte leider noch keinen ID3 selbst fahren.

    VG

  17. MartinK_79

    Meine Mutter fand den Innenraum billig und keine Drehknöpfe???- will ich nicht. Werden diese Woche wohl auch einen Tesla ordern.

    • Le provokateur

      Weil das Model 3 so viele Drehknöpfe hat?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/07/29/erste-testfahrt-vw-id-3-ueberfluegelt-golf-auf-anhieb/
29.07.2020 12:14