12.08.2020 - 12:51

Tesla könnte Destination Charger kostenpflichtig machen

Tesla arbeitet offenbar an einem Bezahlsystem für seine Destination Charger – die Wallboxen, an etwa an vielen Hotels und Restaurants zu finden sind. Kern des Vorhabens ist die dritte Hardware-Generation des Tesla Wall Connectors, welche mehr Funktionen bietet – etwa das kostenpflichtige Laden.

Wie Electrek in Erfahrung gebracht hat, schreibt Tesla derzeit die Betreiber der Destination Charger an, um diese auf die neue, dritte Generation des Wall Connector hinzuweisen. Die größte Änderung der neuen Generation ist die Möglichkeit, einen Preis für die Nutzung der zuvor kostenlosen Ladepunkte festzulegen.

Mehrere Betreiber der Destination Charger haben Electrek die entsprechende Mail von Tesla weitergeleitet. „Vielen Dank, dass Sie Teil des Tesla-Netzwerks für Destination Charging sind“ heißt es darin. „Um Ihren Gästen weiterhin das bestmögliche Ladeerlebnis zu bieten, haben wir die neueste Version des Tesla Wall Connectors veröffentlicht. Wir glauben, dass Ihr Standort ein großartiger Kandidat für ein Upgrade ist.“

Laut Tesla soll der neue Wall Connector erweiterte Reporting-Funktionen bieten und über eine Ferndiagnose verfügen. Unter dem Punkt „Erstattung“ kommt dann der interessante Teil: „Opt-in, um Benutzern einen fairen Preis für den Strom zu berechnen, den sie beim Laden verbrauchen.“

– ANZEIGE –

Mennekes

Offen ist aber, ob Tesla den Betreiber die Vorgabe macht, die Ladevorgänge abzurechnen – die Formulierung „Opt-in“ deutet eher darauf hin, dass es eine Möglichkeit, aber keine Pflicht für die Betreiber ist. Zudem geht aus dem Bericht nicht hervor, ob Tesla Empfehlungen ausgibt, was ein „fairer Preis“ ist. Auch zu den genauen Modalitäten der Abrechnung gibt es noch keine Angaben.

Bisher waren die Destination Charger kostenlos, an speziell dafür gekennzeichneten Ladepunkten auch für Nicht-Tesla-Kunden. In der Vergangenheit hat Tesla die Wallboxen den Betreibern kostenlos zur Verfügung gestellt und laut Electrek teilweise sogar dafür gezahlt. Auf der deutschen Website von Tesla heißt es, dass „akzeptierte Ladestationspartner“ einen „einen autorisierten Elektroinstallationsbetrieb kontaktieren müssen, um einen Kostenvoranschlag für ein oder zwei Tesla-Wandladestationen anzufordern“. Ein Tesla-Projekt-Manager soll dann gewährleisten, dass die Installation kostengünstig und technisch einwandfrei sei.

Tesla kooperiert für die Destination Charger mit Hotels, Restaurants, Einkaufszentren und Ferienresorts. Die Ladepunkte sind in die Tesla-Website und das Navigationssystem des Autos eingebunden und werden entsprechend bei der Routenführung eingeplant.
electrek.co

– ANZEIGE –

electrive.net LIVE – die Online-Konferenz für Elektromobilität: Die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen nimmt Fahrt auf. Daher widmet sich unsere Online-Konferenz elektrischen Nutzfahrzeugen – ganz konkret elektrischen Stadtbussen. Seien Sie am 22.09.2020 von 10 bis 14 Uhr dabei. Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt. Jetzt anmelden >>

Stellenanzeigen

Senior Produktmanager (m/w/d) - Bereich Ladelösungen

Zum Angebot

Leitung Technik Elektromobilität (m/w/d)

Zum Angebot

Key Account Manager (m/w/d) Elektromobilität

Zum Angebot

15 Kommentare zu “Tesla könnte Destination Charger kostenpflichtig machen

  1. Wolf

    Das Laden der E-Autos wird immer teurer und eine richtige Abzocke.
    Habe schon im Jahr 2018 darauf hingewiesen, dass der Strom bald 1,00 Euro pro KWh kosten wird.
    Und es wird noch schlimmer werden. Viel Spaß all denen, die sich ein E-AUTO kaufen!

    • Christian M.

      Man kann doch zu Hause laden, zu dem normalen Preis des Hausstromes. PV-Module auf dem Dach – fertig. Aktuell anstelle von 9,7 Cent/kWh Einspeisevergütung. Das jemand ein teures Auto kauft und dann kostenlos lädt war ja abzusehen, dass es nicht lange so geht (ich fahre selbst seit 2,5 Jahren eGolf und habe zunächst davon profitiert, finde es jetzt mit eigen bezahltem Strom aber fairer). Für die Langstrecke wird die Zwischenladung teurer (nicht die gesamte Strecke). Es wird Konkurrenz geben und Angebot und Nachfrage werden nach einigen Überschwingern den Preis regulieren.

    • HAF

      Eine PV Anlage auf dem eigenen Dach wirkt wahre Wunder….

      • Paul

        Das ist eine Milchmädchenrechnung. Oder ist Ihre PV-Anlag etwa umsonst gewesen? Wenn die Anlage mehrere tausend Euro gekostet hat, müssen Sie diese Kosten natürlich auf den Preis pro kWh umlegen, um ein realistisches Bild der Gesamtkosten zu erhalten.

        • HAF

          Die Anlage existiert bereits und wurde nicht für ein e-Auto installiert sondern für den Eigenbedarf des Hausstroms (Wärmepumpe, Kochen, etc.) und wird sich alleine dadurch (Stand heute nach 2 Jahren Betrieb) nach insgesamt ca. 15 Jahren amortisiert haben.
          Das e-Auto ist dann nur das I-Tüpfelchen um die Netzeinspeisung in den Monaten März – Oktober zu reduzieren. Natürlich verliere ich dadurch die Einspeisevergütung von 0,122€ je kWh die in das e-Auto geht, aber verglichen zu den normalen Tankkosten mit meinem Verbrenner sind es dann nur ein Bruchteil der kosten pro 100km.
          Niemand wird sich eine PV Anlage auf das eigene Dach setzen nur um ein einziges e-Auto zu laden. Dass sich das nicht rechnen wird, hatte ich vorausgesetzt.

    • HGG

      Vielen Dank – wir haben einen Mordsspass, denn wir laden kostenlosen Sonnenstrom

    • D-Tric

      @Wolf Warum „Abzocke“? Wie kann man auf die Idee kommen, man würde auf alle Zeiten den Strom geschenkt bekommen?

    • Ridschie Blanko

      Das glaube ich auch. Es wird eine Würgeschlinge um den Hals des Verbrauchers gelegt. Auch wenn an anderer Stelle man der Meinung ist zu Hause zu laden. Ist doch der Preis der Preis.

  2. G. Marx

    Der Markt wird es schon regeln und ganz billig sind die Stationen ja auch nicht und für die meisten ist es auch nicht wichtig da sie zuhause laden.

  3. Hx.Lehmann

    Liebes Team von elective.net

    Leider ist ein Großteil der Informationen in eurem Artikel falsch.
    Bitte informiert euch und überarbeitet den Artikel.
    Arbeit rentiert sich am meisten wenn sie ordentlich erledigt wird.

    Mit besten Grüßen,

    H.

    • Peter Schwierz

      Hallo Herr Lehmann,

      was genau ist Ihrer Ansicht nach falsch?

      Fragt grüßend Peter Schwierz

    • Ingo Schlauberger

      Aha
      Dann bitte Fakten liefern und nicht nur kritisieren oder bist du von deinem VW Tarif enttäuscht Hihi
      Bis dann

  4. Frank

    Bleiben die immer grünen Themen in diesem Zusammenhang, wie:
    Stromhandel, Ladesäulenverordnung Preisangabenverordnung und Eichrechtlich korrekte Abrechnungsdatenerfassung und Transparenz für den Kunden.
    Bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf.

    Willkommen im Club der CPO!

  5. Paul

    Interessant, wie insbesondere die Tesla-Fahrer sich regelmäßig über Ladegebühren echauffieren. Siehe letztes Jahr die Preiserhöhung am Supercharger. Ein Auto für 80-100k ist OK, aber ein paar Cent mehr fürs Laden ist ein Skandal? Kann diese Einstellung nicht verstehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/08/12/tesla-koennte-destination-charger-kostenpflichtig-machen/
12.08.2020 12:21