05.10.2020 - 12:19

Lotus tüftelt an Leichtbau-Architektur für E-Autos

Lotus wird im Rahmen eines von der britischen Regierung geförderten Projekts zusammen mit Partnern eine neue Leichtbau-Architektur für Elektrofahrzeuge entwickeln. Nähere Details zur Lightweight Electric Vehicle Architecture (LEVA) sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Das Projekt wird Lotus zusammen mit Sarginsons Industries, einem Spezialisten für Aluminium-Druckgießverfahren, und der Brunel University London stemmen. Der Sportwagen-Hersteller selbst gibt an, im Zuge von LEVA “bahnbrechende neue BEV-Fahrgestell- und Antriebskonzepte” hervorbringen zu wollen. Konkreter wird Lotus nicht. Gefördert wird das Projekt vom britischen Energie- und Industrieministerium („Department for Business, Energy and Industrial Strategy”) über das Programm „Advanced Route to Market Demonstrator” des Advanced Propulsion Centre (APC).

Lotus gehört seit 2017 mehrheitlich zu Geely. Im Sommer 2019 zeigte der britische Kleinserienhersteller erstmals ein vollelektrisches Hypercar. Von dem 2.000 PS starken Modell namens Evija sollen 130 Exemplare gefertigt werden. Neben dem Lotus Evija sei das LEVA-Projekt ein wichtiger Baustein für die Unternehmensvision, eine vollständige Palette von elektrifizierten Lotus-Performance-Fahrzeugen zu liefern, äußert Matt Windle, Executive Director für Technik bei Lotus. Die öffentliche Förderung ist aus seiner Sicht entscheidend: „Eine Finanzierung dieser Art ist für die Stimulierung der Automobilindustrie und der Lieferkette von immenser Bedeutung, da sich beide weiterhin an eine sich rasch verändernde Landschaft anpassen müssen”.

Unter seinem chinesischen Eigentümer hat die britische Sportwagen-Marke große Pläne: In den vergangenen Jahren wurden rund 1.700 Sportwagen (alle mit Benzinmotor) verkauft, die theoretische Kapazität des Werks am britischen Stammsitz Hethel von 5.000 Fahrzeugen soll aber bald ausgeschöpft werden – mit einem Zwei-Schicht-Betrieb sind sogar 10.000 Fahrzeuge möglich. Für kommende Volumenmodelle, etwa ein SUV, ist nach Angaben aus 2019 auch eine Fertigung in China denkbar. „Der Produktionsstandort hängt von der jeweiligen Spezialisierung ab“, sagte Feng Qingfeng, CTO von Geely, vergangenes Jahr. „Großbritannien ist gut darin, handgefertigte Autos, also Sport- und Hypercars, herzustellen. In China haben wir möglicherweise mehr Vorteile bei der Infrastruktur für Serienautos.“
carscoops.com, insideevs.com, lotuscars.com




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