19.11.2020 - 10:03

Arrival will per Fusion an die Börse

Der englische Elektrofahrzeug-Entwickler Arrival will in den kommenden Monaten an die Börse. Möglich macht dies eine Fusion mit der CIIG Merger Corporation, für die nun eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet wurde.

Das Gemeinschaftsunternehmen Arrival Group wird seine Aktien voraussichtlich ab dem 1. Quartal 2021 an der US-Börse Nasdaq unter dem Tickersymbol ARVL handeln. Arrival rechnet damit, dass der Börsengang einen Bruttoerlös von rund 660 Millionen US-Dollar (derzeit 558 Millionen Euro) einbringen wird. Damit würde das Unternehmen eine Bewertung von 5,4 Milliarden Dollar (4,56 Milliarden Euro) erhalten.

Laut Arrival haben die bestehenden Anteilseigner, zu denen die Großkunden Hyundai-Kia und UPS gehören, den Deal bereits genehmigt. Demnach wird CIIG 12 Prozent der Arrival Group besitzen, 88 Prozent würden bei den bestehenden Aktionären verbleiben. Bisher größter Einzelaktionär bei CIIG ist Blackrock – Fonds von Blackrock haben aber auch zuvor bereits in Arrival investiert. CIIG-CEO Peter Cuneo wird nach dem Abschluss des Deals in den Verwaltungsrat des fusionierten Unternehmens wechseln.

Im Zuge der Ankündigung der Fusion gab Arrival auch an, dass die ersten Fahrzeuge im vierten Quartal 2021 gebaut werden sollen, aber nicht wo. Im Frühjahr hatte Arrival sein erstes Montagewerk in Bicester bezogen, später im Jahr die erste Mikrofabrik in den USA angekündigt – dort sollen auch Ende 2021 die ersten E-Busse montiert werden. „Unser Fokus auf das gesamte EV-Ökosystem, neue Design- und Produktionsmethoden und unsere unterstützenden Technologien sind der Schlüssel, um die Kosten für EVs zu senken und den Übergang zum emissionsfreien Transport weltweit zu beschleunigen“, sagt Denis Sverdlov, Gründer und CEO von Arrival. „Das Führungsteam von CIIG verfügt über unschätzbare Erfahrung beim Aufbau von Unternehmen weltweit in einer Vielzahl von Branchen. Wir freuen uns, mit ihnen zusammenzuarbeiten, wenn wir uns auf den Weg machen, ein börsennotiertes Unternehmen zu werden und unsere Produkte an Kunden und Städte auf der ganzen Welt zu liefern.“

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„Denis und sein visionäres Team arbeiten seit fünf Jahren im Stealth-Modus und haben die Spielregeln für die Autoindustrie neu geschrieben“, sagt CIIG-Chef Cuneo. „Die Entwicklung außergewöhnlicher Produkte von Arrival unter Verwendung seiner wegweisenden Technologie und Software sowie seiner bahnbrechenden neuen Produktionsmethode kann zu einer unglaublich niedrigen Gesamtbetriebskosten für Kunden führen, von denen wir glauben, dass sie sich von allen anderen in der Elektrofahrzeugbranche abheben.“

Den Weg des Börsengangs über eine Fusion mit einer bereits börsennotierten Investmentgesellschaft ist in den vergangenen Monaten in der eMobility-Branche stark in Mode gekommen. Der inzwischen in die Kritik der Investoren geratene angehende E-Lkw-Bauer Nikola Motor hatte sich mit VectoIQ für den Börsengang zusammengetan. Im August kündigten Lordstown Motors (mit DiamondPeak Holdings) und Canoo (mit Hennessy Capital) ähnliche Deals an. Auch das US-Ladeunternehmen ChargePoint will per Fusion mit Switchback Energy an die Börse, der Feststoffbatterie-Spezialist und Volkswagen-Partner QuantumScape ist eine solche Vereinbarung mit Kensington Capital eingegangen. Kürzlich haben der Nutzfahrzeug-Batterie-Spezialist Romeo Power und der V2G-Spezialist Nuvve ähnliche Deals angekündigt.

Die Investmentgesellschaften wurden meist genau zu diesem Zweck gegründet und werden deshalb auch als „special-purchase acquisition company“ (SPAC) bezeichnet. Mit einem solchem SPAC-Deal lassen sich bei einer Fusion die sonst üblichen Abläufe eines eigenen Börsengangs enorm beschleunigen, da die SPAC bereits börsennotiert ist. In den USA kann ein klassischer Börsengang bis zu zwei Jahre dauern.
reuters.com, arrival.com

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