04.12.2020 - 12:54

Opel Mokka-e teilweise bis September 2021 ausverkauft

Der Opel Mokka-e soll erst ab März 2021 ausgeliefert werden. Doch der Andrang auf das kleine E-SUV ist offenbar so groß, dass einige Varianten bis September 2021 ausverkauft sind.

++ Dieser Beitrag wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Das Magazin „Edison“ zitierte zunächst einen anonymen Opel-Manager, wonach die Nachfrage „sehr schnell durch die Decke“ gegangen sei. Bei dem Hersteller sei man davon „total überrascht“ gewesen. Deshalb sei das Jahreskontingent des Mokka-e für 2021 bereits vergriffen. Demnach habe Rüsselsheim für das kommende Jahr mit einer hohen vierstelligen Anzahl an Verkäufen gerechnet, mehr könne im PSA-Werk Poissy, wo der Mokka-e gemeinsam mit dem DS 3 Crossback E-Tense gebaut wird, nicht herstellen. Man versuche, „eine Lösung zu finden“, so der Opel-Manager.

Inzwischen sind die Aussagen des anonymen Managers aus dem Artikel entfernt worden. Nun wird unter Berufung auf Händlerkreise berichtet, das Jahreskontingent sei zehn Wochen nach dem Verkaufsstart vergriffen.

Auf Nachfrage von electrive.net bestätigt ein Unternehmenssprecher von Opel, dass der Autobauer „einige Varianten“ des Mokka-e bereits ausverkauft seien – aber nicht für das ganze Jahr 2021, sondern „im Rahmen des aktuellen Modelljahres bis September 2021“. „Der Opel Mokka-e ist schon vor seinem offiziellen Marktstart in Deutschland im März 2021 ein großer Erfolg. Die Nachfrage in Deutschland übertrifft unsere Erwartungen deutlich“, so der Sprecher. Andere Ausstattungslinien des Mokka-e sowie die Benziner- und Diesel-Varianten seien nach wie vor bestellbar.

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Opel hatte den Mokka-e im September offiziell vorgestellt. Seitdem konnte das kleine E-SUV auch vorbestellt werden, die Preise starten bei 32.990 Euro vor Umweltbonus. Nach Abzug des 2021 wieder mit 19 Prozent auf den Herstelleranteil berechneten Umweltbonus in Höhe von 9.570 Euro sinkt der EInstiegspreis des Mokka-e auf 23.420 Euro.

Beim Antrieb setzt der Mokka-e auf den bekannten  E-Antriebsstrang der e-CMP des PSA-Konzerns, wie er auch in anderen Modellen – vom E-Transporter über andere SUV-Modelle wie dem Peugeot e-2008 bis hin zum Kleinwagen Corsa-e – zum Einsatz kommt: Der Elektromotor liefert 100 kW, die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h. Als WLTP-Reichweite nennt Opel für den 50-kWh-Akku einen Wert von bis zu 324 Kilometern.

Update 11.01.2021: Rund einen Monat nach den ersten Berichten über die Lieferschwierigkeiten beim Mokka-e wegen der hohen Nachfrage deutet sich an, dass die Lage extremer ist als zunächst angenommen. Wie das „Handelsblatt“ inzwischen berichtet, soll Opel sogar Verträge mit Kunden aufgekündigt haben. Alle Informationen hierzu haben wir hier aufbereitet.
edison.media

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9 Kommentare zu “Opel Mokka-e teilweise bis September 2021 ausverkauft

  1. Michael

    Klarer Fall von Kannibalismus. Der Elektro bringt weniger Gewinn als der Benziner, deshalb wird nur so viel produziert wie die CO2 Abgabe verlangt. Verständlich, aber kurzsichtig. Das ist quasi eine Einladung an die Chinesen, und wenn die erst mal im Markt sind, wird es schwer.

    • Gunnar

      Welche chinesen?
      Seit Jaaaaahren hört man dieses Argument.
      Nenn mir bitte ein einziges chinesisches Auto, dass in nennenswerten Stückzahlen bei uns verkauft wird.
      Warte, ich helfe dir auf die Sprünge: KEINES!

      • Thomas Wagner

        Hochmut kommt vor dem Fall !

  2. Hans Herbert

    Haben wir jetzt also den Fall, dass ein Modell von Opel (es sieht ja schwer nach Rüsselsheim aus) attraktiv ist aber nicht gebaut wird? Irgendwie kommt mir das sehr bekannt vor. War das nicht auch unter der langjährigen Knechtschaft von GM der Fall? – Dieses Modell wird ein „Renner“ werden, wenn der Wille besteht, es zu realisieren. Kann man hier die Möglichkeit ins Spiel bringen, auch in Deutschland Werkshallen (wieder) zu eröffnen und die Autos von „Opel“ zu bauen? Abhängen lassen sollte man sich mit dieser Designkapazität auf keinen Fall. Das wäre Jammerschade!

    • Rolf Rommel

      Die Aussage ist ja so nicht zutreffend. Es wird ja gebaut. Als die Kontingentplanung für 2021 gemacht wurde gab es aber auch noch keine 9000+ € Subvention. Was einig wohl nicht verstehen ist, dass nicht plötzlich nur weil es spontane Subventionserhöhung gibt, welche mehr oder weniger einen Boom auslöst, plötzlich kurzfristig einfach mal so Kontingente z.B. bei den Batterien erhöht werden können. Da hängen ja auch wieder Lieferketten dran. Es wäre ja nicht so, als würde aktuell alle Hersteller krampfhaft versuchen an Batterien und Motoren zu kommen.

  3. Petert

    „mit einer hohen vierstelligen Anzahl an Verkäufen gerechnet“. So kann man sich auch Markanteile wegschnappen lassen, andere Herrsteller haben schon dieses Jahr das fast vorbei ist mit teils hohen fünfstelligen für einzelne Modelle gerechnet und kamen mit der Produktion kaum hinterher. Der potentielle Käufer fragt nach der lieferzeit, gerade in den Segment und wenn der Verkäufer ein Jahr sagt dann heißt es oft und tschüss ich schau mich woanders um.

  4. Sebastian

    Wenn alle Opel BEVs so hömopathisch zugeteilt werden, dann einmal mehr „Gute Nacht“ Opel. Wo oft soll man euch noch retten?

  5. Vanellus

    Und wieder ist ein Autohersteller „total überrascht“ davon, dass Kunden das E-Auto kaufen. Auch noch das Hauseigene. Nee, so was! Das kann doch keiner ahnen. Hat ja nicht mal einen richtigen Motor! „Es gibt keine Nachfrage nach E-Autos, keine“ sagte vor zwei Jahren ein BMW-Vorstand.
    Sowas hör ich seit rund fünf Jahren, von Renault, Smart, VW, Mercedes … wen habe ich vergessen?
    Wer am Ertrinken ist, wie Opel, sollte wenigstens mal eigene Schwimmversuche machen.

  6. Karsten Lindner

    Opel hat über den Leasinganbieter „Vehiculum“ vor ca. 8 Wochen dieses Modell noch attraktiv beworben und in hohen Stückzahlen verkauft. Das zugesagte Lieferdatum war August 2021. Nun werden die rechtsgültig geschlossenen Leasingverträge gekündigt, es sei keine Produktion der bestellten Fahrzeuge in 2021 mehr möglich. So eine Blamage sollte ein Rücktrittsgrund für den Opelvorstand sein, der sicher beim nächsten Autogipfel wieder um öffentliche Gelder bittet, statt Arbeitsplätze und Marktanteile zu sichern.

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04.12.2020 12:47