10.02.2021 - 14:59

ZSW feiert Spatenstich für HyFaB-Forschungsfabrik in Ulm

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm hat den Spatenstich für die HyFaB-Forschungsfabrik vollzogen. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2022 geplant. Mit der HyFaB-Fabrik etabliert das ZSW eine offene Industrieplattform mit Fokus auf Brennstoffzellen-Stacks.

Der Spatenstich signalisiert den Baubeginn für einen Neubau am ZSW in Ulm mit einer Fläche von 3.300 Quadratmetern. Das neue Gebäude entsteht auf einem Nachbargrundstück an der Lise-Meitner-Straße. Das Projekt soll laut den Initiatoren Maßstäbe bei der BZ-Produktionsforschung setzen. Konkret werden in der Anlage künftig automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren, Fabrikabnahmetests und Inbetriebnahmen von BZ-Stacks erforscht. Darüber hinaus will das ZSW vor Ort auch Fachkräfte qualifizieren und Branchenwissen generieren. Das Land fördert das Vorhaben mit 18,5 Millionen Euro (10,5 Millionen Euro vom baden-württembergischen Wirtschafts- und knapp 8 Millionen Euro vom Umweltministerium).

Außer dem ZSW ist das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg als wissenschaftlicher Partner an dem Projekt beteiligt. „Die HyFaB-Forschungsfabrik soll den Übergang von der aktuell noch überwiegend handwerklichen Produktion zur industriellen Massenfertigung begleiten und beschleunigen. Der Fokus liegt auf skalierbaren und serientauglichen Prozessen zur Komponentenherstellung sowie auf Fertigungsverfahren für den Stapelprozess“, präzisieren die Ulmer.

ZF

Als Zielgruppe der geplanten Forschungsfabrik sieht das ZSW Unternehmen, die Orientierung beim Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie und Unterstützung bei der Entwicklung von Materialien, Komponenten und Fertigungsmaschinen brauchen, etwa Akteure der Automobil- und Brennstoffzellen-Industrie oder aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Kurz gefasst: Allen voran die Zuliefererindustrie soll gestärkt werden.

„Wir arbeiten bereits heute aktiv mit führenden Brennstoffzellenherstellern in Deutschland zusammen und wissen um die dringenden Bedürfnisse der Industrie. Mit der neuen HyFaB-Forschungsfabrik können wir künftig noch besser die industrielle Produktion von Brennstoffzellen vorbereiten“, äußert Prof. Dr. Markus Hölzle, ZSW-Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien in Ulm.

Bei HyFab handelt es sich übrigens um jenes Projekt, dass das Land Baden-Württemberg nach der Niederlage um den Zuschlag für die Forschungsfertigung Batteriezelle aufgesetzt hatte. Statt an Batteriezellen soll im Südwesten künftig am Einsatz von Wasserstoff im Auto geforscht werden. Insgesamt seien etwa 74 Millionen Euro nötig, um die Forschungsfabrik verwirklichen zu können, tat das Umweltministerium Ende 2019 in einer Mitteilung kund.
zsw-bw.de

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