18.02.2021 - 09:14

Tesla senkt US-Basispreis von Model 3 und Model Y

Tesla hat in den USA die Basispreise für die Einstiegsversionen des Model 3 und Model Y gesenkt – um 1.000 auf 36.990 US-Dollar beim Model 3 Standard Range+ und um 2.000 auf 39.900 Dollar beim Model Y Standard Range. Die Performance-Modelle wurden hingegen teurer.

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Beim Model 3 entspricht das einer Preissenkung um rund 2,6 Prozent, das Model Y ist um 4,8 Prozent günstiger geworden. In beiden Fällen handelt es sich aber nur um die Standard-Range-Versionen, die Allrad-Modelle mit der Long-Range-Batterie sind nicht günstiger geworden – im Gegenteil.

Das Model 3 Performance steht in den USA jetzt mit 55.990 Dollar im Konfigurator, 1.000 Dollar oder 1,8 Prozent mehr als bisher. Auch die Performance-Variante des Model Y wurde um 1.000 Dollar teurer und kostet nun 60.990 Dollar, was einem Mehrpreis von 1,7 Prozent entspricht.

Die Preissenkung bei den Einstiegsmodellen ist aus zweierlei Hinsicht interessant: Mit einem Basispreis von weniger als 37.000 Dollar würde das Model 3 SR+ unter die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Dollar rutschen, sofern die Regierung von US-Präsident Joe Biden ihre Pläne zur E-Auto-Förderung umsetzt. Dann könnte das Model 3 eine Steuergutschrift von 7.000 Dollar erhalten.

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Und das Model Y ist mit der jüngsten Preisrunde wieder günstiger als das derzeitige Einstiegs-Angebot von Volkswagen für den ID.4 in den USA – wenn auch nur um fünf Dollar. Die Preissenkung kommt hier aber überraschend, da Tesla diese Version des Model Y erst Anfang Januar 2021 überhaupt angekündigt hatte.

In Deutschland hat sich an den Preisen im Konfigurator bislang nichts geändert: Der Basispreis des Model 3 Standard Plus liegt seit der letzten Preissenkung im Januar bei 39.990 Euro, das Model Y kostet in der hierzulande bisher günstigsten Variante „Maximale Reichweite“ weiterhin mindestens 58.620 Euro. Das „SR+“-Modell des E-SUV wird hierzulande noch nicht geführt.

Update 22.02.2021: Nachdem Tesla in den USA vor wenigen Tage die Basispreise für die Einstiegsversionen von Model 3 und Model Y gesenkt und jene für die Performance-Modelle angehoben hatte, gibt es nun auch eine Preisänderung für die Long-Range-Modelle. Die Preise für die Allrad-Varianten beider Modelle mit Long-Range-Batterie wurden um jeweils 1.000 Dollar gesenkt. Das Model 3 Long Range kostet damit noch 45.990 Dollar, das Model Y mit der großen Batterie ist in den USA ab 48.990 Dollar zu haben.

Aber: Das Basis-Modell des Model Y (Standard Range RWD) wurde dagegen aus dem Angebot genommen – wie üblich ohne jede Erklärung. Dabei wurde für dieses Modell erst in der vergangenen Woche der Preis angepasst. Wie oben berichtet hatte Tesla das Model Y SR erst Anfang Januar 2021 überhaupt in das Modellangebot aufgenommen. 

Update 23.02.2021: Elon Musk erklärt nun, warum das Basis-Modell des Model Y (Standard Range RWD) in den USA aus dem Konfigurator entfernt wurde. Es sei nur noch auf Anfrage erhältlich, weil die Reichweite unter vielen Fahrbedingungen nicht dem Tesla-Standard entspreche.
teslarati.com, electrek.co, teslarati.com, electrek.co (beide Update I), twitter.com (Update II)

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9 Kommentare zu “Tesla senkt US-Basispreis von Model 3 und Model Y

  1. David

    In Deutschland, dem drittgrößten Markt der Welt für Elektroautos, wird man ganz sicher die Preise senken müssen. Denn wenn man sich anschaut, wie der ID.4 und seine Derivate, wie der chice Skoda Enyaq vom Listenpreis her stehen, fragt man sich, wer im Ernst dann den Tesla bestellt? Das sind bei gleicher Akkugröße 16t€ Preisunterschied. Und man hat einen Händler vor Ort, es gibt gescheite Leasingangebote und Großkundenvereinbarungen. Gute Nacht, Tesla!

    • BEV

      ernsthaft? Weil der Tesla mehr Leistung, Reichweite und das Ladenetzwerk hat.
      Dass man dann mit der Zeit sieht, dass die drei Punkte überbewertet ist, das mag sein, aber hier kann der VW nicht mithalten. Der langsamste Tesla ist schneller als das was beim ID irgendwann als GTX kommt.
      Abgesehen davon ist das Bedienkonzept im ID einfach nix halbes und nix ganzes, das ist immer noch zu sehr alte welt, nicht auf schnelle Touchbedienung ausgelegt.
      Der VW wird bei vermeintlichen Kleinigkeiten, die im Alltag sehr wertvoll sind, und bei der Verarbeitungsqualität punkten, aber das sieht auf dem Papier erst mal nicht. Und eigentlich sind es auch echt nur Kleinigkeiten, die viel ausmachen, sei es die AHK, die nicht ausfährt oder die fehlenden Befestigungspunkte im Kofferraum. Letzteres kann ich bei <5s von 0-100 überhaupt nicht nachvollziehen, da fliegt dir alles durch den Kofferraum bzw. beim Model Y durch's ganze Auto wegen fehlender Hutablage.

      • M.

        E-Autos werden einer Studie zufolge zu über 85% zu Hause geladen.
        Und dann gibt es ja noch andere Lademöglichkeiten abseits der Autobahn. Bis zum nächsten SC sind es bei mir 95 Km, in einer Richtung, in die ich wirklich manchmal fahre, 200 Km.
        Vor 2 Wochen habe ich eine Route von 430 Km berechnet – auf halber Strecke mehrere Schnelllader, nächster SC aber über 30 Km Umweg. Auf Autobahnen, am besten noch im Berufsverkehr… da sucht auch ein M-3/ M-Y Eigner nicht nach einem SC, sondern nimmt, was auf der Strecke liegt.
        Das SC-Netzwerk war wichtig für Tesla, als es noch sonst nichts gab, inzwischen ist das eigentlich nur noch ein Argument für die Autos, die dort lebenslang Strom ziehen können – und die dünnt Tesla ja mit jedem eigenen Gebrauchtwagenverkauf aus.

        Mehr Leistung, ja, das stimmt. Für 30 Sekunden und realitätsferne 0-200 Spielchen. Tempo 200 fahren können die auch, wenn es der Verkehr denn man hergibt. Meistens tut er das nicht. Und selbst wenn, bleibt auf absehbare Zeit auf den Distanzen, wo es einen Unterschied macht, was für Verbrenner, es sei denn, man will (je nach Akkugröße) alle 20 bis 40 Minuten an die Ladesäule. Schneller ankommen wird man so nicht. Was bringt mir das also?

        Dann sind da noch die ganzen Ausstattungen, die man bei Tesla bekommt, bei VW aber nicht. Sicher, ein paar ganz wenige Sachen gibts nur bei Tesla. Aber was davon braucht man? Und will das jeder bezahlen? Andererseits, warum bekomme ich bei Tesla kein HUD, wenn ein Display in Fahrtrichtung schon zu teuer war?

        Ich freue mich über jedes neue Elektroauto auf der Straße, aber der Glaube der Teslafans, dass jeder genau das braucht, was sie brauchen, und nur das, wird sich nicht bewahrheiten.

    • Birne

      Wenn man ein ID Modell entsprechend ausstattet um vergleichbar mit einen Tesla zu sein, wird man erschrecken wie nahe die Preise beieinander sind.

      Da frage ich mich, wer kauft dann ernsthaft privat noch ein ID Model??? Viel zu teuer

      (Außer natürlich der nackte Hirsch ID, ohne Ausstattung)

    • Udo

      Träum weiter

  2. Egon Meier

    Tesla verhält sich marktkonform.
    Der Wettbewerb wird attraktiver und im Moment gibt es tatsächlich keinerlei Grund, das my in Erwägung zu ziehen – außer eben zum Zwecke der Selbstdarstellung in den leistungsstärkeren Varianten.
    ID.4 und Enyaq werden den Markt abgrasen und Tesla muss auf billig machen.
    Wenn erst mal die AWD-Versionen von VW/Skoda und speziell Audi auf den Markt kommen wird es auch für die Top-y-Varianten eng.
    Da bleiben dann nur noch die Poser.

    • m3

      Sehe ich nicht ganz so, der Markt ist groß genug, es gab auch bisher nicht nur einen, der für jeden das Richtige angeboten hat. Genau so wird es auch in Zukunft sein.
      Und Tesla Kunden als Poser zu bezeichnen halte ich auch für nicht angemessen, vielleicht einfach mal am SuperCharger umschauen wer da so lädt. Poser kaufen sich so lange es geht noch was mit Auspuff.

      Allerdings frag ich mich ob Tesla momentan nicht so ganz weis wo sie hin wollen oder ob sie wirklich alles abdecken wollen. Klar muss man sich momentan mit einem VW ID vergleichen lassen, aber wenn man auch bei Qualität und Komfort mehr auf Premium setzen würde, dann müsste man nicht über den Preis gehen, wenn Tesla zu dem Preis Fahrzeuge anbietet, wie sie es jetzt machen und dann noch die Qualität und Ausstattung steigern können, dann wirds für viele wirklich eng in Zukunft. Ein BMW oder auch der Audi Q4 e-tron wird mehr kosten als ein ID.4.
      Auf Langstrecke ist Tesla aktuell konkurrenzlos, man sieht allerdings, dass hier die Preise am SuperCharger schon anziehen und da alle anderen nur mit Ladetarifen mit Grundgebür mithalten können, kann ich mir vorstellen, dass Tesla das auch bald so oder so ähnlich machen wird. Wenn der Kaufpreis weiter sinkt…

  3. Peter

    Tesla greift weiter an
    Ich drück den Jungs die Daumen

  4. Alfred

    E.-Auto hin oder her, ich würde mir gerne ein E-Auto kaufen, wenn es die Möglichkeit gäbe das E-Auto aufzuladen. Da ich in einem Mehrfamilienhaus in KH wohne mit Kfz.-Stellplatz, wird es viele Jahre in Anspruch nehmen dort eine Wallbox zu portionieren.
    Alle reden von Klimaveränderung, wie man das in den Griff bekommen könnte weis auch nicht die Politik.
    Somit werde ich mir einen Porsche mit Verbrennungsmotor anschaffen, statt ein E-Tesla Turbo.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/02/18/tesla-senkt-us-basispreis-von-model-3-und-model-y/
18.02.2021 09:36