dSPACE erweitert Test-Lösung für smarte Lade-Technologien

Das Elektronik- und Software-Unternehmen dSPACE erweitert sein Angebot von Komplettlösungen für die Entwicklung und den Test von Technologien für das intelligente Laden um den „Smart Charging Station Emulator“. Die neue Lösung erlaubt die Emulation von Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 85 kW.

Der Firmenname dSPACE steht für „Digital Signal Processing And Control Engineering“, übersetzt etwa: Digitale Signalverarbeitung und Regelungstechnik. Die Paderborner hatten bereits vor einem Jahr eine Lösung zur Entwicklung zur Erprobung von Ladetechnologien vorgestellt. Dieses zunächst auf Tests von Onboard-Ladern, Ladesäulen und Kommunikationsmodulen ausgelegte Gerät hat das Unternehmen nun erweitert, sodass Hersteller von E-Fahrzeugen und Anbieter von Batteriesystemen ihre Neuentwicklungen mit unterschiedlichen technischen Ladestandards und -protokollen realitätsnah testen und eine Vielzahl von Fehlern simulieren können.

Der „Smart Charging Station Emulator“ umfasst nun nach Angaben von dSPACE obendrein einen Echtzeitsimulator („SCALEXIO“), ein dynamisches und erweiterbares Modell, das auf dem Simulator ausgeführt wird, und eine Stromversorgung, die Gleichstrom-Laden und -Entladen mit maximal 85 kW ermöglicht. Somit seien auch Vehicle2Grid-Szenarien darstellbar.

Um das System flexibel und mobil zu machen, sind alle Komponenten in einem robusten, fahrbaren Rack untergebracht. Dadurch ist das System über den Einsatz im Labor hinaus auch für Tests an Prototypfahrzeugen in Werkstätten einsetzbar. Für die Sicherheit des Bedienpersonals sorgen Einrichtungen wie eine automatische Kabelerkennung, die Kopplung von Kommunikation und Ladefreigabe, Isolationsüberwachungen und Not-Aus-Schalter.

„Das System unterstützt internationale Standards für die Ladekommunikation wie ISO 15118 und DIN SPEC 70121, GB/T 27930, GB/T 18487 und CHAdeMO und emuliert so unterschiedlichste Ladesäulen und Ladeszenarien in Echtzeit. Neue Ladestandards wie CHAdeMO 3.0 oder ChaoJi können einfach nachimplementiert werden“, teilt das Unternehmen mit.

Das Gerät unterstützte AC-Laden bis zu 63 A und DC-Laden bis maximal 200 A beziehungsweise besagte 85 kW und sei flexibel anpassbar an kundenspezifische Anforderungen der Ladeversorgung. Darüber hinaus biete das System „nahezu unbegrenzte Möglichkeiten“ zur Manipulation elektrischer Parameter und der Kommunikation.
dspace.com

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