UPS will 10 VTOLs von Beta in der Zustellung einsetzen

Die UPS-Tochtergesellschaft UPS Flight Forward kündigt an, ab 2024 zehn senkrecht startende und landende Elektro-Fluggeräte des US-Herstellers Beta Technologies zu beschaffen. Die Vereinbarung beinhaltet zudem eine Option zum Kauf von 150 weiteren Exemplaren.

Die E-Fluggeräte des Typs Alia von Beta Technologies sollen eine Reichweite von 250 Meilen (400 Kilometern) und eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 170 Meilen (274 km/h) erreichen. Die Frachtkapazität gibt UPS mit 1.400 Pfund (635 Kilogramm) an. Die Senkrechtstarter sollen für UPS zunächst bemannt fliegen, zu einem späteren Zeitpunkt will der Logistikkonzern sie aber ferngesteuert beziehungsweise vollständig autonom betreiben.

Die Sparte UPS Flight Forward gibt es seit 2019. Sie widmet sich der Integration von Drohnen in Logistikprozesse. Dank einer sogenannten Part 135-Zulassung der Federal Aviation Administration (FAA) darf sie in den USA bereits Drohnen zur Paketzustellung einsetzen. Dies komme vor allem „Gesundheitsdienstleistern, Tausenden von kleinen und mittleren Unternehmen und anderen Firmen in kleineren Gemeinden zugute“, teilt UPS mit. Mit den Fluggeräten von Beta sind bei einer Reichweite von umgerechnet 400 km laut dem Konzern sowohl eine Reihe von kurzen Routen oder eine lange Route denkbar.

Das Modell startet mit Hilfe von vier Rotoren und erhält seinen Vortrieb von einem Druckpropeller im Heck. Einen Probeflug hat Beta nach eigenen Angaben kürzlich erst über eine Distanz von 40 Kilometern zwischen Plattsburgh im US-Bundesstaat New York und Burlington im US-Bundesstaat Vermont zurückgelegt. Der aktuelle Höhenrekord liegt bei 8.000 Fuß, umgerechnet gut 2.400 Meter.

Zum Betrieb der VTOLs („Vertical Take-Off and Landing“) schwebt UPS Flight Forward die Einrichtung von Ports auf den eigenen Grundstücken vor. Diese sollen nicht nur die Fluggeräte in weniger als einer Stunde wieder laden und das Be- und Entladen der Fracht begünstigen, sondern sich auch als Ladeinfrastruktur für Lieferfahrzeuge des Paketzustellers dienen. Vergangenes Jahre hatte UPS bekanntlich 10.000 Fahrzeuge bei Arrival bestellt. Zurzeit betreibt der US-Logistiker nach eigenen Angaben „mehr als 12.000 Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen und fortschrittlichen Technologien“.

„Durch die Nutzung von Senkrechtstarts und -landungen können wir relativ kleine Flächen an bestehenden UPS Einrichtungen in ein Mikro-Luftzubringernetz verwandeln, ohne den Lärm oder die Betriebsemissionen herkömmlicher Flugzeuge“, betont Beta-Gründer und CEO Kyle Clark.

„Hier geht es um Innovation mit dem Fokus auf Rendite für unser Geschäft, unsere Kunden und die Umwelt“, ergänzt Juan Perez, Chief Information and Engineering Officer von UPS. „Diese neuen Flugzeuge werden betriebliche Effizienzen in unserem Unternehmen schaffen, Möglichkeiten für neue Dienstleistungen eröffnen und als Grundlage für zukünftige Lösungen dienen, um das Emissionsprofil unseres Luft- und Bodenbetriebs zu reduzieren.“
aerobuzz.de, stories.ups.com

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